Category Archives: Howard Marks

Lesenwertes – Rückspiegel KW 23

Must read: Tweedy Browne Annual Report 2010

Domodoran zu Groupon

Historische Recovery rates bei Sovereign Defaults

Portrait von Howard Marks auf Bloomberg

Netflix Businessmodell – so schlecht scheint es nicht zu sein

Sino Forest – langsam scheints eng zu werden….nach Muddy Waters haben jetzt mal “normale” Zeitungsreporter vor Ort recherchiert

Langfristige Betrachtung des CAPE und q für den S&P 500

Book Review: “The Most Important Thing” – Howard Marks

Howard Marks ist Gründer und CEO von Oaktree. Oaktree ist eine sehr erfolgreiche, auf Value Prinzipien basierende Asset Management Firma mit Schwerpunkt Distressed Debt aber auch Aktien.

Das eben erschienen Buch “The Most Important Thing”

Cover H. Marks

ist eine Art “Best of” seiner Briefe an Investoren inkl. einer Strukturierung in bestimmte Kapitel.

Vom Stil her würde ich Howard Marks eher in die Kategorie “Deep Value” einordnen. Das Wort “Moat” z.B. kommt im ganzen Buch nicht vor, für ihn ist nur die “Cheapness” auschlaggebend, also wie billig bekomme ich eine Asset im Vergleich zum fairen Wert. Es gibt seiner Ansicht nach keine guten oder schlechten Aktien, sondern im Prinzip nur billige oder eben teure Aktien. Nur billig ist gut.

Die wichtigsten Punkte für echten Investemnterfolg sind seiner Ansicht nach:

- Nie mit dem “Konsensus” investieren, nur mit Ansichten ausserhalb des Mainstreams lässt sich dauerhaft Mehrertrag erzielen
- alle aktuellen Trends ignorieren
- nur dann investieren, wen ein Asset billig ist im Vergleich zum Markt
- Risiko ist nicht wirklich quantitativ messbar sondern mehr ein psychologischer Faktor
- auf jeden Fall muss “Permanent loss” des Kapitals vermieden werden, das hat oberste Priorität
- Investments sind immer zyklisch, man kann die Zyklen zwar nicht vorhersagen, man kann aber schätzen an welcher Stelle man sich aktuell befindet
- Man muss sich als Investor negativen psychologischen Einflüssen widersetzen (Gier, Angst, Neid etc.)
- Momentum funktioniert nur kurzfristig, langfristig funktioniert nur Antizyklik
- Man muss nach echten “Schnäppchen” suchen, Investments die so aus der Mode sind dass sie wirklich billig sind
- Man muss die Geduld haben, auf schnäppchen zu warten
- Man muss wissen was man nicht weiss

Generell ist seine Philosophie, dass man in guten Zeiten “nur” mit dem Markt mitschwimmen sollte, in schlechten Zeiten aber dann durch einen defensive Aufstellung die Outperformance erzielt.

Generell liest sich das Buch ganz gut, allerdings finde ich dass die einzelnen Punkte teilweise doch zu oberflächlich behandelt werden. Wie genau man z.B. Bargains finden kann sagt er nicht wirklich und es gibt auch wenig konkrete Beispiele für seine Thesen. Wenn man im Vergleich dazu das Buch “Margin of Safety” von Seth Klarmann liest, kann man sehen wie man das gleiche Thema deutlich “praxisorientierter” umsetzen kann.

Fazit: Recht kompaktes und interessantes Buch mit Schwerpunkt “Deep Value” Investing. In Teilen aber etwas zu allgemein gehalten. Erste Wahl für Deep Value bleibt nach wie vor Seth Klarmann’s “Margin of Safety”

Was wir lesen – Rückspiegel KW9

Aleph Blog on Buffett Shareholder Letter

Baupost Fund Letters 1995-2001 – Seth Klarman – ein “must read”

Seth Klarman Auszüge aus dem 2010er Letter

Buffett CNBC Transskript

Barrons Interview First Eagle Funds aus Dez 2010

Das Buch ist bestellt und wir hier vorgestellt (There’s Always Something to Do – The Peter Cundill Investment Approach)

Sehr gutes Interview mit Ray Dalio von Bridgewater:

Damodaran contra Buffet zu Black Scholes – Siehe auch den Buffett Shareholder Letter 2007.

Howard Marks (Oaktree) on Regulation