Housekeeping Magyar Telecom, Tonnelerie and Vetropack

As posted on Friday, I fully exited the Magyar position already on Friday at the VWAP of 589.6 HUF,or 2.03 EUR per share.

Part of the liquidity (currently 13 %) will be used to increase Tonnelerie and Vetropack to full positions of 5% from currently 3.2% and 2.8%. This is also a “self controlling” effort in order not to “waste” the free liquidity on any half baked ideas. In my opinion, you are much more focused if you have to sell an old position first before you buy the new position.

Kurzes Update Magyar Telekom

Ich hatte ja schon mehrfach über Magyar Telecom berichtet. Neben der ohnehin niedrigen Bewertung gibt es in dem Fall m.E. ja eine Art “positives Regulatorisches Risiko” in Bezug auf die Sondersteuer.

Es scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Die EU hat die Steuer offiziell als illegal beichnet.

Die Ungarische Regierung hat sich gleich gemeldet, das ihr das völlig egal sei, aber die Chance das zumindest kurzfristig die Steuern gesenkt werden stehen nicht schlecht.

Für einen kleinen Hüpfer beim Kurs hat es heute gereicht.

Halbjahresergebnisse AS Creation, Frosta und Magyar Telekom

In den letzten Tagen gab es bei einigen der Portfoliowerte Halbjahresergebnisse. Da das Portfolio langfristig ausgerichtet ist, messe ich einzelnen Quartalen keine allzu große Bedeutung zu. Dennoch solte man überprüfen, ob es Nachrichten gibt die irgendwie den Investment Case verändern.

Frosta:
Frosta hat den Halbjahresbericht veröffentlicht. Das Ergebnis pro Aktie ist im ersten Halbjahr mit ca. 47 Cent pro Aktie deutlich schwächer als im Vorjahr, wo noch 0,87 EUR ausgewiesen wurde. Allerdings war das zu erwarten, weil Frosta auch in der Vergangenheit erhöhte Kosten im Einkauf nur mit Verzögerung weitergeben konnte. Der Operative Cashflow und Free Cashflow pro Aktie hat sich deutlich positiv etwickelt, der Free Cashflow von ungefähr 0,46 EUR pro Aktie auf 0,63 EUR. Aktuell also kein Handlungsbedarf.

AS Creation
As Creation hat trotz deutlichem Umsatzzuwachs ein auf den ersten Blick etwas enttäuschendes Halbjahresergebnis von 1,63 EUR nach 1,74 EUR im Vorjahr gemeldet. Cashflow mässig belastet die Investition in Russland und ein Lageraufbau, man meldet auch, dass man die Preise nicht genügend erhöht hat. Aber auch hier gilt, das es m.E. keinen fundamentalen Handlungsbedarf gibt.

Magyar Telekom
Magyar meldet 3% niedrigere Umsätze als im ersten Halbjahr. D.h. das ist natürlich eher am unteren Rande unserer Szenarien. Das Ergebnis pro Aktie liegt deutlich neidriger als im Vorjahr, Grund sind einige Sondereffekte, inkl. der Ungarischen Sondersteuer. Besonders interessant ist aber dieser Passus aus dem Halbjahresbericht:

Free cash flow (operating cash flow and investing cash flow adjusted for proceeds from / payments for other financial assets) increased by HUF 10.4 bn in the first half of 2011 to HUF 63.8 bn from HUF 53.4 bn in the same period of 2010. Improvement in working capital led to a HUF 3.1 bn increase in operating cash flow. Lower CAPEX spending and higher proceeds from real estate sales also supported the higher free cash flow.

Magyar scheint anscheinend die CAPEX dem Umsatz anpassen zu können, ohne Marktanteile zu verlieren. Auch hier aus meiner Sicht eigentlich eine positive Entwicklung und kein Handlungsbedarf.

Fazit: Sowohl Frosta, wie auch AS Creation und Magyar Telekom zeigen (allerdings erst auf den zweiten Blick), das die jeweiligen Investmentcases intakt sind.

Portfoliotransaktionen – Update & Aufstockung Magyar Telekom

Kleiner Update zu den angekündigten Transaktionen:

18.07.
Hornbach: Kauf (0,25*1.200)= 300 Aktien zum VWAP 52.78 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 134.694) = 33.517 Aktien zu VWAP 0.39 EUR

19.07.
Hornbach: Kauf (0,25*195)= 48 Aktien zum VWAP 52.95 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 328918) = 82.229 Aktien zu VWAP 0.395 EUR

20.07.
Hornbach: Kauf (0,25*566)= 141 Aktien zum VWAP 53.00 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 96.560) = 24.140 Aktien zu VWAP 0.404 EUR

21.07.-25.07.
Hornbach: Kauf (0,25*3.658)= 914 Aktien zum VWAP 52.94 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 1.052.645) = 263.161 Aktien zu VWAP 0.398 EUR

26.-28.07:
Hornbach: Kauf (0.25* 10.737)= 2.694 Aktien zu VWAP 53,70 EUR
Total Porduce: Kauf (0.25*292.999) = 73.249 Aktien zu VWAP 0.395 EUR

Bei Hornbach haben wir damit mit gut 5% es Portfolios die Zielgröße erreicht, bei Total Produce (aktuell 2,7%) stocken wir weiter auf

Zusätzlich erhöhen wir ab heute den Anteil an Magyar Telecom sukzessive auf einen Zielwert von ebenfalls um die 5% des Portfolios. Grund ist der wie schon erwähnte positive Ausblick auf ein Absinken der Ungarischen Sondersteuer,

Magyar Telekom – Sondersteuer Ungarn niedriger ab 2013

Anfang der Woche hat der Parteichef der Regierungspartei ein Interview gegeben.

Interessant aus Sicht von Magyar Telekom ist der Satz hier:

On the special industry taxes, which were imposed last year and expire at the end of 2012:

“The extraordinary tax in this form will be discontinued, but the tax burden can’t end there. It does mean a reduction in the tax burden compared with the current extraordinary tax.

“The affected industries will continue to have a tax burden, but this shouldn’t exceed the European level. Tesco will have to proportionally pay as much tax as in other European countries or let’s say in the U.K.

Das sind eigenlich keine schlechten Nachrichten. Der Effekt aus der Sondersteuer war ja wie schon angesprochen ca. 27 HUF pro Jahr und Aktie. Je nachdem wo der finale Steuersatz dann landen wird, könnte dann die Divdende ab 2014 wieder deutlich steigen.

Der Kurs hat darauf eigentlich noch nicht reagiert, wie man am Chart gut sieht:

Vermutlich ist das für viele Analysten und Anleger uninteressant, weil die Dividende ja erst in 2 oder 3 Jahren steigen.

Interessanterweise ist der Forinth nach wie vor recht stark gegenüber dem Euro wie man an dem Chart sieht:

Fazit: Eigentlich eine recht gute Entwicklung aus Sicht von Magyar Telekom, die allerdings wenig Auswirkungen gezeigt hat. Das ist eine gute Gelegenheit um die Position in der nächsten Woche etwas aufzustocken.

Fortum – Windfall Tax und Risiken regulierter Unternehmen

Eigentlich hat unser Depotwert Fortum alles richtig gemacht: Sie produzieren Strom hauptsächlich aus kernkraftwerken und Wasserkraft, kaum CO2 Ausstoss und sollten damit ein klarer Gewinner steigender Strompreise sein, denn die Konkurrenz muss ja demnächst für CO2 Belastung mächtig zahlen.

Nix da sagt die Finnische Regierung und implementiert flux eine “Windfall Tax”.

Fortum selber ist darüber nicht gerade erfreut.

Es wird darauf hingewiesen, dass es schon inkonsequent ist, zum einen CO2 Emissionen zu besteuern, dann aber auch gleich eine Sondersteuer für CO2 freie Energiegewinnung zu implementieren:

Emissions trading is the EU’s primary means for combating climate change: it is designed to increase the cost of fossil-fuel powered generation and to benefit CO2-free generation. After 2012, power generation will not receive any free emissions allowances and all allowances will be auctioned. From this, the Finnish State is estimated collect EUR 225–600 million annually depending on the price of the allowances. This fact is ignored in the Government´s programme. In Fortum’s opinion, it is important that energy taxation supports commonly agreed energy and climate policy that also the new Finnish Government strongly endorses. The proposed windfall and uranium taxes are direct support to fossil-fuel powered generation and therefore in obvious contradiction with climate goals.

Fairerweise muss man sagen, dass eine Sondersteuer schon mal 2009/2010 diskutiert wurde und dann erstmal auf Eis gelegt wurde.

Der Fortum Kurs sah in den letzten Tagen ähnlich wie Asian Bamboo aus:

Es stellt sich die Frage, ist der Kursrückgang gerechtfertigt ?

Rechnet man mal grob mit 120 Mio. Gesamtbelastung p.a. bei Fortum wären das bei 10% Kapitalkosten ungefähr 1,2 Mrd. EUR Barwert. Bei 888 Mio Aktien entsprechen die mindesten 3-4 EUR Kursrückgang aber einem Verlust der Marketcap von um die 3 Mrd. EUR. Man könnte also von einer Überreaktion sprechen.

Generell zeigt dass aber, dass in Zeiten knappen Kassen regulierte Industrien ein beliebtes Ziel für Sondersteuern sind, so z.B. auch bei unserem Wert Magyar Telekom, wo wir die Sondersteuer allerdings zum günstigen Einstieg genutzt haben.

So etwas könnte natürlich noch in weiteren Ländern bevorstehen, gefährdet wären Versorger und TelCos z.B. in den PIIGS Staaten.

Fazit: Beim Investieren in regulierte Industrien sollte man das Risiko des Staatseingriffes nicht ausser acht lassen, momentan gilt das v.a. für Versorger und zum Teil auch für TelCos. Allerdings können Kursbewegungen aufgrund solcher Eingriffe durchaus interessante Einstiegspunkte für längerfristig orientierte Valueinvestoren darstellen.

Disclosure: Verfasser hält selber Aktien von Fortum

Neue “Aktuelles Portfolio” Seite

Mal eine “redaktionelle” Meldung: Ab heute gibt es eine neue Version der “Aktuelles Portfolio” Seite.

Statt der veralteten Scribd Datei gibt es jetzt immer einen Link auf das letzte Excel File und die Beiträge nach Werten geordnet. Das hilft uns auch selber die Beiträge zu finden ;-)

Anbei hier nochmal der aktuelle Stand:

Aktuelles Portfolio

Portfolio KW 20.

Beiträge zu den Einzelwerten:

Long Core Value

Apogee: Erstanalyse
AS Creation: Erstanalyse und Update GB 2010
Benetton: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Bijou Brigitte: Erstanalyse
Buzzi Unichem: Erstanalyse
Einhell: Kurzanalyse
ENI: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
EVN: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Fortum Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Frosta: Erstanalyse und Update GB 2010
Hornbach: Erstanalyse Teil 1 und Teil 2
KSB Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Magyar Telecom: Erstanalyse, Update 1, Update 2und ein Kommentar zur Dividendenbesteuerung
Medtronic: Erstanalyse
Noble Drilling: Kurzerwähnung
OMV: Erstanalyse
Nestle: Erwähnung als Pairtrade mit Green Mountain
Pargesa: Erstanalyse
Sto Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Tonnelerie: Erstanalyse und Kommentar
Total Produce Erstanalyse, Update 1 , Update 2 und Update GB 2010
Tsakos Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Vetropack: Eingangsanalyse
Westag Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
WMF Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting

Long Opportunity

AIRE KGAA: Erstanalyse, Analyse GB 2010, 10% Meldung Grevenkamp und Q1 Bericht 2011.
Axa Immoselect: Erstanalyse, Informationspolitik, Monatsbericht März 2011 sowie noch hier und hier zu aktuellen Infos.
CS Euroreal: Kurzerwähung im Startportfolio und Update
DEGI International: Erstanalyse, Q1 Update, Bottom up Analyse und aktueller Objektverkauf
Draeger Genußschein: Erstanalyse, Gedanken zur Bewertung, Long/Sort mit Vorzügen, Balaton Kaufangebot, HV und Ausgleichszahlung und nochmal Ausgleichszahlung
HT1 Funding: Ersterwähnung im Eingangsposting, Update und Auswirkungen CoBa Kapitalerhöhung

Short Opportunity

Asian Bamboo: Erstanalyse und aufgrund der Vielzahl der Beiträge hier nur GB 2010 Analyse Teil 1 fehlerhafte EPS, Teil 2 Liquiditätslage, Teil 3 Biologische Assets, Teil 4 Operativer Cashflow Shenanigan, Frageliste an IR,
Interessante Details Einzelabschluss , Q1 Zahlen, das Baumwolle Märchen, Sperrholzplatten und noch ein kleiner Erfolg.
Green Mountain: Erstanalyse, “Aua” Update
Kabel Deutschland: Erstanalyse, Gedanken zum WACC, Updates Teil 1, Teil 2 und Teil 3
Netflix: Erstanalyse sowie Updates Teil 1 und Teil 2

Magyar Telekom – Quellensteuer und HUF Probleme als Privatanleger

Wir hatten ja Magyar als einen interessanten Dividendenwert vorgestellt.

Jetzt als die Dividende tatsächlich auf dem privaten Depotkonto (DAB Bank) eintrudelte, gab es ein gute und eine schlechte Nachricht:

Die gute zuerst: Der Großteil der ungarischen Quellensteuer wurde automatisch auf die Deutsche Quellensteuer angerechnet (15% von 16%), d.h. eine “Doppelzahlung” erfolgt nur für 1% der Dividendensumme was man gut verschmerken kann.

Dann aber die schlechte Nachricht: Als Wechselkurs wurden mir 275,5 HUF/EUR berechnet, das waren ca. 3,5% über dem eigentlichen Marktkurs am 13.05.

Eine erste telefonische Anfrage ergab folgende lapidare Antwort per Email:

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne teilen wir Ihnen Folgendes mit:

Der Devisenkurs für den Umtausch der Ungarischen Florint für die Dividende Magyar Telek.T.N., WKN A0B8TQ, wurde am 13.05.2011 um 07:00 Uhr ermittelt. Unter Berücksichtigung der Geld-Brief-Spanne ist er abgerechnete Kurs von 1 EUR = 275,50 HUF korrekt.

Mein Anwort lautete dann wie folgt:

Zunächst Danke für Ihre Antwort. Leider ist Ihre Antwort inhaltlich völlig unbefriedigend und inhaltlich falsch.
Der entsprechend Markt Geld/Briefkurs am 13.05.2011 um 7:00 Uhr betrug 266.18/266.62 HUF/EUR (siehe angehängter Bloomberg Screenshot).
Die von Ihnen verrechneten 275.5 HUF/EUR liegen um 3.3% über dem Referenzsatz, was nicht tolerierbar ist. Das wäre sogar für ein Sortengeschäft schon zuviel.
Ich würde Sie hiermit nochmals bitten im gegenseitigen Einvernehmen einen REALISTISCHEN Umrechnungskurs (z.B. 270 HUF/EUR) zu verwenden bevor ich diesen Vorgang weiter eskalieren werde.

Ein paar Stunden später dann die Antwort:

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne teilen wir Ihnen Folgendes mit:

Der Devisenhandel wurde von uns um 07:00 Uhr angestoßen, die Abrechnung kam im System um 08:40 Uhr. Somit können hier noch Schwankungen während des Devisenlaufs auftreten.

Um Ihnen jedoch entgegen zu kommen, werden wir aus Kulanz die Dividende stornieren und mit einem Devisenkurs von EUR 270,00 HUF noch abrechnen.

Eine ziemlich lahme Ausrede für den Versuch, einen Kunden über überhöhte Devisenabrechnungen über den Tisch zu ziehen. Es zeigt aber recht deutlich, dass man bei Ausländischen Papieren bei den Brokern nicht genügend aufpassen kann und sich entsprechend “aufmucken” muss um zu seinem Recht zu kommen.