Kurzes Update Magyar Telekom

Ich hatte ja schon mehrfach über Magyar Telecom berichtet. Neben der ohnehin niedrigen Bewertung gibt es in dem Fall m.E. ja eine Art “positives Regulatorisches Risiko” in Bezug auf die Sondersteuer.

Es scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Die EU hat die Steuer offiziell als illegal beichnet.

Die Ungarische Regierung hat sich gleich gemeldet, das ihr das völlig egal sei, aber die Chance das zumindest kurzfristig die Steuern gesenkt werden stehen nicht schlecht.

Für einen kleinen Hüpfer beim Kurs hat es heute gereicht.

Halbjahresergebnisse AS Creation, Frosta und Magyar Telekom

In den letzten Tagen gab es bei einigen der Portfoliowerte Halbjahresergebnisse. Da das Portfolio langfristig ausgerichtet ist, messe ich einzelnen Quartalen keine allzu große Bedeutung zu. Dennoch solte man überprüfen, ob es Nachrichten gibt die irgendwie den Investment Case verändern.

Frosta:
Frosta hat den Halbjahresbericht veröffentlicht. Das Ergebnis pro Aktie ist im ersten Halbjahr mit ca. 47 Cent pro Aktie deutlich schwächer als im Vorjahr, wo noch 0,87 EUR ausgewiesen wurde. Allerdings war das zu erwarten, weil Frosta auch in der Vergangenheit erhöhte Kosten im Einkauf nur mit Verzögerung weitergeben konnte. Der Operative Cashflow und Free Cashflow pro Aktie hat sich deutlich positiv etwickelt, der Free Cashflow von ungefähr 0,46 EUR pro Aktie auf 0,63 EUR. Aktuell also kein Handlungsbedarf.

AS Creation
As Creation hat trotz deutlichem Umsatzzuwachs ein auf den ersten Blick etwas enttäuschendes Halbjahresergebnis von 1,63 EUR nach 1,74 EUR im Vorjahr gemeldet. Cashflow mässig belastet die Investition in Russland und ein Lageraufbau, man meldet auch, dass man die Preise nicht genügend erhöht hat. Aber auch hier gilt, das es m.E. keinen fundamentalen Handlungsbedarf gibt.

Magyar Telekom
Magyar meldet 3% niedrigere Umsätze als im ersten Halbjahr. D.h. das ist natürlich eher am unteren Rande unserer Szenarien. Das Ergebnis pro Aktie liegt deutlich neidriger als im Vorjahr, Grund sind einige Sondereffekte, inkl. der Ungarischen Sondersteuer. Besonders interessant ist aber dieser Passus aus dem Halbjahresbericht:

Free cash flow (operating cash flow and investing cash flow adjusted for proceeds from / payments for other financial assets) increased by HUF 10.4 bn in the first half of 2011 to HUF 63.8 bn from HUF 53.4 bn in the same period of 2010. Improvement in working capital led to a HUF 3.1 bn increase in operating cash flow. Lower CAPEX spending and higher proceeds from real estate sales also supported the higher free cash flow.

Magyar scheint anscheinend die CAPEX dem Umsatz anpassen zu können, ohne Marktanteile zu verlieren. Auch hier aus meiner Sicht eigentlich eine positive Entwicklung und kein Handlungsbedarf.

Fazit: Sowohl Frosta, wie auch AS Creation und Magyar Telekom zeigen (allerdings erst auf den zweiten Blick), das die jeweiligen Investmentcases intakt sind.

Magyar Telekom – Sondersteuer Ungarn niedriger ab 2013

Anfang der Woche hat der Parteichef der Regierungspartei ein Interview gegeben.

Interessant aus Sicht von Magyar Telekom ist der Satz hier:

On the special industry taxes, which were imposed last year and expire at the end of 2012:

“The extraordinary tax in this form will be discontinued, but the tax burden can’t end there. It does mean a reduction in the tax burden compared with the current extraordinary tax.

“The affected industries will continue to have a tax burden, but this shouldn’t exceed the European level. Tesco will have to proportionally pay as much tax as in other European countries or let’s say in the U.K.

Das sind eigenlich keine schlechten Nachrichten. Der Effekt aus der Sondersteuer war ja wie schon angesprochen ca. 27 HUF pro Jahr und Aktie. Je nachdem wo der finale Steuersatz dann landen wird, könnte dann die Divdende ab 2014 wieder deutlich steigen.

Der Kurs hat darauf eigentlich noch nicht reagiert, wie man am Chart gut sieht:

Vermutlich ist das für viele Analysten und Anleger uninteressant, weil die Dividende ja erst in 2 oder 3 Jahren steigen.

Interessanterweise ist der Forinth nach wie vor recht stark gegenüber dem Euro wie man an dem Chart sieht:

Fazit: Eigentlich eine recht gute Entwicklung aus Sicht von Magyar Telekom, die allerdings wenig Auswirkungen gezeigt hat. Das ist eine gute Gelegenheit um die Position in der nächsten Woche etwas aufzustocken.