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Why buy and hold is great – if you are already an investment genius

When I did my 2014 review a few days ago I observed the following:

Interesting for me is the fact that 4 of the 5 top losers were new positions whereas only 2 of the 5 best stocks (Koc, Citizens) were bought in 2014.

This leads of course to the question if any of what I have done here over the past 4 years has added any value. The good thing is: It is relatively easy to test the hypothesis. I just took the old starting portfolio and calculated roughly what the return would have been with a simple buy and hold. Let’s have a look at the numbers:

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Portfoliotransaktion 16.08.2011

Wie gestern angekündigt, folgende Transaktionen:

1. Verkauf Benetton zum VWAP von 4,619 EUR, macht inkl. Dividende eine Performance von -2,62%

2. Verkauf Pargesa zum VWAP von 63.92 CHF bzw. bei einem Kurs gestern von 1.14645 CHF /EUR ein Kurs von 55,75 EUR, macht einen Verlust von -6,07% inkl. Dividende

3. Gleichzeitig Reduzierung des CHF Hedges zum gestrigen Kurs um 275 Tsd CHF auf 525 Tsd. Franken. Gegenüber dem Einstand von 1.1504 gab es hier einen kleinen Verlust von -0,34%

4. Verkauf Noble für 31,64 USD bzw. 21.96 EUR (Kurs USD/EUR 1.4407), macht einen Verlust von -29,0 % inkl. Dividende

5. Verkauf Medtronic zu 32.21 USD bzw. 22.36 EUR (USD/EUR 1.4407), macht einen Verlust von -18,93% inkl. Dividende

Zwischenfazit: Der USA Ausflug war nicht so besonders erfolgreich, auch bei Tsakos gabs ja noch ordentlich auf die Mütze. ca. 7% des Verlustes ist auf die Wechselkursentwicklung zurückzuführen. Dennoch ein Beweis meiner These, dass es in USA eher schwieriger als einfach ist, wirklich unterbewertete Unternehmen zu finden, dafür ist einfach der Markt zu effizient.

Auf der Kaufliste stehen ja IVG Wandler und HT1.

Beim IVG Wandler hat der Umsatz gestern leider nicht gereicht um ein Stück zu kaufen, beim HT1 gab es zumindest ein wenig Umsatz, da mache ich dann am Freitag die Wochenabrechnung.

Cashquote ist damit momentan bei 20,6%.

Portfoliotransaktion – Fortsetzung

Weiter gehts mit der Portfoliobereinigung:

Verkauft werden per heute:
– Pargesa (inkl Reduzierung des CHF Hedges)
– Benetton
– Noble
– Medtronic

Mit allen drei Werten fühle ich mich nicht mehr allzuwohl auch wenn sich Pargesa und Benetton ganz gut gehalten hatten. Danach sind es immer noch 27 “longs” und 4 Shorts, m.E. immer noch zu viel. Zielgröße sind nach wie vor max 25 Titel (Long + Short).

Weiterhin läuft der Abbau der DEGI International Position, aufgrund des geringen Volumens sind noch nicht alle Stücke rausgegangen.

Auf der Kaufliste steht

– Aufstockung IVG Wandler auf volle Position (5% Anteil)
– HT1 Anleihe auf volle Position

Performance Juli 2011 & Aktuelles Portfolio

Nachdem das Portfolio zum Halbjahr noch 4,89% hinter der Benchmark klag, hat sich im Juli der Abstand zur Benchmark deutlich verkürzt.

Während Dax (-2,95%), MDAX (-4,07%) und Eurostoxx 50 (-6,15%) sehr deutlich abgeben musten im Juli, hat sich die defensive Aufstellung einigermassen bewährt und das Portfolio hat “nur” -2,23% abgegeben auf -0.97% YTD vs. +1.44 % YTD für die Benchmark. Dadurch reduziert sich die Unterperformance auf -2,41% YTD.

Das Portfolio sieht aktuell wie folgt aus:

Bezeichnung G / V in % Anteil
Hornbach Baumarkt 14.62% 6.10%
Fortum OYJ -8.76% 5.46%
Magyar Telekom 2.50% 5.25%
AS Creation Tapeten 1.82% 4.65%
Apogee Enterprises -20.57% 4.48%
Westag & Getalit VZ 5.88% 4.28%
BUZZI UNICEM SPA-RSP -17.98% 3.93%
EVN -4.34% 3.52%
Walmart -2.24% 3.48%
WMF VZ 10.33% 3.47%
Tonnellerie Frere Paris 8.55% 3.42%
Noble -17.26% 3.37%
Bijou Brigitte -25.99% 3.24%
KSB -13.88% 3.13%
Pargesa 4.15% 3.06%
Vetropack 4.02% 2.98%
Stoxx: Utilities -8.38% 2.84%
Total Produce -2.09% 2.76%
Medtronic -9.35% 2.68%
Frosta -3.55% 2.68%
OMV AG -7.84% 2.67%
Sto AG VZ 24.88% 2.65%
Nestle 15.71% 2.25%
Benetton Group 1.64% 1.97%
Einhell VZ -11.83% 1.85%
     
Drägerwerk Genüsse D 22.03% 8.14%
CS Euroreal -0.06% 5.75%
AIRE 17.68% 3.61%
Degi International 1.17% 3.04%
HT1 Funding 19.77% 2.27%
AXA Immoinvest -8.92% 2.24%
     
Short: Kabel Deutschland -10.65% -1.14%
Short: Netflix -27.96% -1.49%
Short: Green Mountain -41.73% -3.43%
Short: Dräger VZ -22.73% -7.57%
     
Terminverkauf CHF EUR -1.67% -0.14%

Dazu kommt noch eine Cashquote von 2,55%.

Der letzte Zugang waren 155.756 Stück Magyar Telekom am Freitag zu genau 2,00 EUR pro Stück.

Nach wie vor steht das Ziel im Vordergrund, die Anzahl der Werte weiter zu reduzieren. Zeill wären so 25 Long und 5 Short. Auf der “Überprüfungsliste” stehen v.a.

– Noble
– Medtronic
– Benetton
– Einhell
– KSB

MMI

EDIT: Im ersten Entwurf leider die AXA Immoselect Schüttung von 1,85 EUR pro Anteil vergessen.

Performance 1HJ 2011 – Einzelwerte

Nach den allgemeinen Anmerkungen zur H1 Performance (hier und hier) noch kurze Anmerkungen zu den Einzelwerten:

“Value Titel”
Apogee Enterprises
Leider belastet durch die extrem schwache Baukonjunktur in USA. Nach wie vor solide finanziert, allerdings stark negativer Cashflow. Wenn in USA die Baukonjunktur nicht besser wird und der Cash ausgeht könnte es eng werden. Evtl. überlegen, ob man hier mit verschmerzbaren Verlust die Reisslinie zieht, v.a. wenn der Dollar wie gerade eben stärker wird.

AS Creation Tapeten
Kurs flat wie ein Ziegelstein. Royce hat etwas reduziert, allerdings momentan kein Handlungsbedarf. Evtl. kommt ja mal eine Nachhol Rally um den Rückstand zu den anderen baunahen Titeln aufzuholen.

Benetton Group
Hat sich bis zur Italienkrise eigentlich gut entwickelt. Allerdings aus meiner Sicht kein “Strong Conviction Wert”, eher modellgetrieben.

Bijou Brigitte
Unser schlechtester Wert, aber mittlerweile nach fast allen Valuekennzahlen deutlich unterbewertet.

BUZZI UNICEM SPA-RSP
Ähnlich wie Benetton Leidtragender der Italienkrise. Trotzdem ist die Bewertung ein Witz, insbesondere wenn man sich die Tochter Dyckerhoff anschaut.

Einhell VZ
Optisch günstig, allerdings hat der CEO einen anscheinend recht weitreichenden Strategiewechsel angekündigt. Auch kein “High Conviction” titel mehr.

ENI
Hier ist die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Lybien Krise nicht aufgegangen, jetzt auch mit Italien Malus.

EVN
Für einen Versorger sehr ordentliche Kursentwicklung. Schönes defensives investment.

Fortum OYJ
Wie schon berichtet Belastung durch Finnische Sondersteuer. Dennoch nach wie vor ein Core Investment auf mittlere Frist.

Frosta
Erwartet unspektakulär. Liegen lassen und ruhig schlafen, auch wenn kurzfristig die Margen evtl. etwas unter Druck kommen.

Hornbach Baumarkt
Haben wir viel drüber geschrieben. Core Holding, schöne Geschäftsentwicklung

KSB
YTD erstaunlich schwach. Solider langfrist Wert, allerdings mit recht großem BRIC Exposure direkt/indirekt.

Magyar Telekom
Solide Dividende, nicht viel Neues

Medtronic
Aquiriert fleissig weiter, d.h. der schöne Free Cash Flow kommt hauptsächlich den Aktionären der Targets zu Gute. Teilweise schlechte Presse wegen fehlerhafter Geräte etc. Für mich relativ “low conviction”.

Nestle
Grundsolide, profitiert kursmässig auch vom starken Franken. Aktie sieht OK bewertet aus, allerdings ist m.E. der Franken weit überbewertet. Evtl. Franken Hedge sinnvoll.

Noble
Verfolge ich ehrlich gesagt nur passiv, low conviction.

OMV AG
Solide, unspektakulär trotz Kapitalerhöhung

Pargesa
Solide, unspektkulär

Sto AG VZ
Geschäft boomt nach wie vor, aber nicht mehr ganz billig

Stoxx: Utilities
Was billig ist, wird meist noch billiger, alte Value Regel.

Tesco
Muss man nochmal prüfen, ob man Tesco wirklich haben muss.

Tonnellerie Frere Paris
grundsolide, relativ börsenunabhängig.

Total Produce
Halbjahresbericht vmtl. im August, Kurs deutlich geschwächelt.

Tsakos Energy Nav.
Tanker Geschäft scheint nach wie vor nicht gut zu laufen, negative Kommentare auch vom Konkurrenten Frontline. Muss man sich nochmal genau anschauen

Vetropack
Problem ähnlich wie bei Nestle: Sol man jetzt den überbewerteten Franken hedgen ?

Walmart
Siehe Tesco

Westag & Getalit VZ
Endlich angesprungen. Solide, günstig, langweilig.

WMF VZ
Kurs leider ertsmal am ATH von 2007 abgeprallt.

Opportunity

AIRE
Wie schon geschrieben sehr ermutigener Newsflow, jetzt muss nur noch “vollstreckt” werden.

AXA Immoinvest
Am schlechtesten performender OI, fundamental aber OK.

CS Euroreal
Macht hoffentlich bald auf 😉

Degi International
Schafft es langsam, sich vom deutlich schlechteren DEGI Europa abzukoppeln.

Drägerwerk Genüsse D
Das ist mein “highest conviction Trade. Die Unterbewertung der GS vs. den Vz kann langsfristig nicht bestehen belieben. Dazu sher schöner Carry.

HT1 Funding
Aktuelle Schwäche, fundamental gut abgesichert

Short: Dräger VZ
Siehe GS

Short: Green Mountain
Short Momentum…

Short: Kabel Deutschland
Siehe Green Mountain

Short: Netflix
The sky is the limit.

Fazit: Für das 2te Halbjahr sind einige Werte auf der “Bewährungsliste”, insbes. alle US Werte (Apogee, Medtronic, Wal Mart, Tsakkos, Noble), ebenso wie Benetton, ENI, TESCO und Einhell. Ziel ist es, bis zum Jahresende auf 20-25 Core Value Werte abzuspecken.

Neue “Aktuelles Portfolio” Seite

Mal eine “redaktionelle” Meldung: Ab heute gibt es eine neue Version der “Aktuelles Portfolio” Seite.

Statt der veralteten Scribd Datei gibt es jetzt immer einen Link auf das letzte Excel File und die Beiträge nach Werten geordnet. Das hilft uns auch selber die Beiträge zu finden 😉

Anbei hier nochmal der aktuelle Stand:

Aktuelles Portfolio

Portfolio KW 20.

Beiträge zu den Einzelwerten:

Long Core Value

Apogee: Erstanalyse
AS Creation: Erstanalyse und Update GB 2010
Benetton: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Bijou Brigitte: Erstanalyse
Buzzi Unichem: Erstanalyse
Einhell: Kurzanalyse
ENI: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
EVN: Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Fortum Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Frosta: Erstanalyse und Update GB 2010
Hornbach: Erstanalyse Teil 1 und Teil 2
KSB Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Magyar Telecom: Erstanalyse, Update 1, Update 2und ein Kommentar zur Dividendenbesteuerung
Medtronic: Erstanalyse
Noble Drilling: Kurzerwähnung
OMV: Erstanalyse
Nestle: Erwähnung als Pairtrade mit Green Mountain
Pargesa: Erstanalyse
Sto Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Tonnelerie: Erstanalyse und Kommentar
Total Produce Erstanalyse, Update 1 , Update 2 und Update GB 2010
Tsakos Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
Vetropack: Eingangsanalyse
Westag Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting
WMF Kurzbeschreibung in unserem Eingangsposting

Long Opportunity

AIRE KGAA: Erstanalyse, Analyse GB 2010, 10% Meldung Grevenkamp und Q1 Bericht 2011.
Axa Immoselect: Erstanalyse, Informationspolitik, Monatsbericht März 2011 sowie noch hier und hier zu aktuellen Infos.
CS Euroreal: Kurzerwähung im Startportfolio und Update
DEGI International: Erstanalyse, Q1 Update, Bottom up Analyse und aktueller Objektverkauf
Draeger Genußschein: Erstanalyse, Gedanken zur Bewertung, Long/Sort mit Vorzügen, Balaton Kaufangebot, HV und Ausgleichszahlung und nochmal Ausgleichszahlung
HT1 Funding: Ersterwähnung im Eingangsposting, Update und Auswirkungen CoBa Kapitalerhöhung

Short Opportunity

Asian Bamboo: Erstanalyse und aufgrund der Vielzahl der Beiträge hier nur GB 2010 Analyse Teil 1 fehlerhafte EPS, Teil 2 Liquiditätslage, Teil 3 Biologische Assets, Teil 4 Operativer Cashflow Shenanigan, Frageliste an IR,
Interessante Details Einzelabschluss , Q1 Zahlen, das Baumwolle Märchen, Sperrholzplatten und noch ein kleiner Erfolg.
Green Mountain: Erstanalyse, “Aua” Update
Kabel Deutschland: Erstanalyse, Gedanken zum WACC, Updates Teil 1, Teil 2 und Teil 3
Netflix: Erstanalyse sowie Updates Teil 1 und Teil 2

Opportunity: Ameron (AMN)

Anbei wollen wir auch Ideen einstellen, die dann nicht den Weg in das Portfolio gefunden haben. Manachmal sind auch solche Unternehmen für eine spätere Begutachtung nochmal gut. Je tiefer man in ein Unternehmen einsteigt, desto mehr interessante Sachen findet man – und wenn man diese Gedanken auch noch im Blog aufschreiben kann hilft das beim eigenen Investmentprozess. Denn nur wenn man seine Kerngedanken aufschreibt und später überprüft, kann man wirklich erkennen, ob sich die These bewahrheitet oder nicht. Das ist einer der Gründe warum wir dieses Blog führen!

In den vergangenen Tagen haben wir uns mit Ameron beschäftigt. Ameron ist eines der wenigen Unternehmen, die aktuell noch im Graham-Teil des “Guru-Screeners” der Nasdaq zu finden sind. (Der Graham-Screener ist für US-Aktien wirklich genial! In 2007 waren ebenfalls wie heute nur wenige Aktien in der Kategorie “Graham – Strong” aufgeführt. (Aktuell sind 7 Unternehmen am US-Markt – darunter Ensco (nach der Fusion wohl nicht mehr), Benetton ADR und Sanofi Aventis ADR) Im Markttief 2009 konnten im Screener weit über 50 Werte gefunden werden. 12/2009 waren es schon nur noch 15 Werte. )

Ameron ist ein Konglomerat, dass seine Geschäfte in verschiedenen Sparten tätigt.
Vor allem ist man in Pipelines aus Glasfasern, Wasserrohren, Stahlrohren für Windkraftanlagen unterwegs.

(Alle Bilder aus dem Geschäftsbericht finden sich hier). Dazu kommen ein Joint Venture an einem Stahlwerk und ein Zementwerk auf Hawaii. Bei der Betrachtung des Umsatzes muss man bedenken, dass 2006 ein Geschäftsbereicht mit rund 200 Mio Umsatz verkauft wurde. Das Cash der Transaktion wird seitdem “mitgeschleppt”.

Anders sehen hingegen die Gewinne aus, die in den vergangenen Jahren ordentlich gesteigert wurden.

Das Unternehmen war während der letzten 10 Jahre immer profitabel!

Der Umsatz (% Gesamtumsatz) [ROA in %] teilt sich in wie folgt auf:

2010:
Fiberglass Composite Pipe: 244 Mio (48%) [18,5 %]
Water Transmission: 138 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 121 Mio (24%) [10,8%]

2009:
Fiberglass Composite Pipe: 225 Mio (48%) [21,6%]
Water Transmission: 177 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 144 Mio (24%) [10,8%]

2008:
Fiberglass Composite Pipe: 274 Mio [29,4%]
Water Transmission: 215 Mio [neg.]
Infrastructure Products: 179 Mio (24%) [13,9%]

hingegen war es vor 2005 völlig anders!

2002:
Fiberglass Composite Pipe: 88 Mio (16%) [7,2%]
Water Transmission: 145 Mio (27%) [23%]

Fällt hier was auf?!?

Klar in den vergangenen Jahren war das Glasfaser-Pipeline bauen absolut profitabel, während mit Wasser praktisch nichts verdient werden konnte.

Die Kennzahlen bei einem Kurs von 71 USD sind wie folgt:

Market Cap: ~660 Mio USD.
KGV2010: 13,7
KGV3: ~10
KGV10: 15,7

KUV: 1,19
KBV: 1,30
Goodwill: keiner

KCV: ~6,5
ROCE: 10,25%
EV/Ebit: 11,50%
EV/Ebit3: 9,40%

2010: 3 USD Sonder Cash Dividende.
Sonst eher <2% (Owner Earnings = Dividende+Buybacks-Kapitalerhöhungen) 10y: ~1,5%p.a.
Jetzt ist ein klassisches Industrieunternehmen mit diesen Werten nicht unbedingt "super Spannend" oder besonders aussichtsreich. Nach einem von uns eingesetzen Screening-Modell liegen die Stärken von Ameron insbesondere in der finanziellen Position (Keine Schulden – ordentlicher Cashflow) Die Schwächen liegen in der insgesamt mittelmäßigen EK-Rentabilität des Gesamtgeschäfts (Cash wird schon länger rumgeschleppt und nicht produktiv investiert), stark schwankenden Margen und mangelnder Kapitalverwendung (Für den Cashberg wenig Ausschüttung, keine Aktienrückkäufe und ein wenig Verwässerung). Das Screeningmodell sieht einen ersten Anhaltspunkt für einen fairen Wert bei rund 90 USD oder rund 26% Upside. Alles in allem auf den ersten (tieferen Blick) nicht genug Sicherheitsmarge um sich an dieser Firma zu beteiligen.

Jetzt kommt aber hinzu, dass ein Hedgefonds (Barrington Group) in einem offenen Brief an die Ameron Aktionäre schwere Vorwürfe gegen das Ameron Management vorlegt und auf der Hauptversammlung einen Platz im Board erreichen will. (“Proxy Fight”) Der Brief ist durchaus lesenswert und listet folgende Punkte auf:

Ameron sollte sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren.
4 Geschäftsbereiche die teilweise nichts miteinander zu tun haben sind zuviel!

Sie fordern eine Desinvestition des Stahlwerks und der Hawaii-Division

Die Kosten sind erheblich höher als im Konkurrenzvergleich (Kosten/Umsatz 6% vs. 3% bei anderen Unternehmen in der Größe)

Over the past six years alone, Ameron has paid its top five executives over $77 million in total compensation. (Bei einer Market Cap von 660 Mio USD)
The cumulative compensation paid to you as CEO of Ameron from 2004 through 2008 is approximately 9% of the Company’s current enterprise value. In contrast, the average cumulative compensation paid to the chief executives of the Peer Group over the same period is approximately 1% of the Peer Group’s average enterprise value.(4)

Riskmetriks (eine sehr bekannte und gute Analysefirma) gibt ein D für Corporate Governance

In Summe hört sich die ganze Idee durchaus sinnvoll an, insbesondere dann wenn man bedenkt wieviel Geld der Vorstand erhalten hat und wie unsinvoll mit dem Cash umgegangen wird. Ameron hat gleich im Gegenzug einen Brief an die Aktionäre veröffentlich, der es seinerseits ganz schön dolle in sich hat. “Letter to Shareholders“.

Die Punkte gehen auch hier ganz schön ins Eingemachte:

Der Fonds sei unerfolgreich und müsse seit 2008 erhebliche Mittelablüsse hinnehmen. Mittlerweile sei der Fonds sogar zu klein um bei der SEC Filings einzureichen (~100 Mio USD).

Die Investemtns des Fonds hinkten dramatisch dem jeweiligen Markt hinterher.

Die Desinvestition des Stahlwerks sei schon vor dem Letter des Hedgefonds eingeleitet worden. Durch die öffentliche Aufforderung könnte es Probleme bei der Preisfindung geben: Some of Barington’s public recommendations, particularly the recommendation to sell or acquire businesses, could adversely impact our ability to achieve appropriate valuations. As an example, Barington’s public agitation to sell TAMCO (formerly the Company’s 50%-owned steel mini-mill) months after we had initiated a sale process, could have negatively impacted the value we received without careful management of the process by the Company.

Der Fonds wäre teilweise in Gerichtsprozessen wg. Betrugs und Untreue zu Zahlungen verklagt worden. Mitarbeiter des Fonds würden scharenweise wg. schlechter Behandlung durch den Fondsmanager kündigen.

In Summe könnte es daher mit hoher Wahrscheinlicheit gut sein, dass der “Wirbel” um die Gesellschaft und sein Management tatsächlich einige Bewegung in das Unternehmung bringt und möglicherweise auch kurz-/mittelfristige Maßnahmen ergriffen werden um den Wert des Unternehmen zu steigern. Der potentielle Wert könnte durch das Proxy Battle also durchaus früher erreicht werden (“Katalysator”).

Dennoch: Wie Warren Buffett es immer zu sagen pflegt – Man soll sich Investments aussuchen bei denen man über nicht über einen Meter hochspringen muss, sondern solche über die man gemütlich “drübersteigen” kann. Ameron gehört sicherlich nicht zu dieser Kategorie. Von daher fällt die Firma für uns raus – und wird höchstens weiter beobachtet.

Interessantes am Rande: Der Powershares ETF “Water Ressources” ist einer der größten Anteilseigner bei Ameron. Mit einem Fondsanteil von ~4% besitzt der Fonds rund 50 Mio USD bzw. 7,5% von Ameron. Dafür, dass es ein “passives” Investment ist, dass eigentlich keine aktive Stimmrechtsausübung ausübt schon echt heftig! Der Hedgefonds als aktiver Investor hat weniger und macht mehr Trouble! Aus unserer sicht sind die passiven Investoren per ETF auch dafür verantwortlich, dass es auch in Zukunft gute Chancen per “Stock Digging” geben wird.

Risikomanagement KISS

Ein wichter Aspekt guten investierens ist die systematische Befolgung eines Investmentansatzes. Wie hat es der gute Ben Graham in Worte gefasst: “Investieren ist dann am intelligentesten wenn es geschäftsmäßig (systematisch) betrieben wird.” Anbei möchten wir Euch die Grundzüge unseres Risikomanagementsystems vorstellen, dass uns für unsere Zwecke ausreichend erscheint. Letztlich ist das Risikomanagementsystem “simpel” und soll uns einen Überblick über die bestehenden Positionen geben und uns Empfehlungen auf Gewichtungen innerhalb des Depots geben.

Warum sollte man eine Aktie mit 3, 4 oder 5% im Depot gewichten?

Das Modell ist so aufgebaut, dass hohe erwartete Renditen übergewichtet werden und niedrig erwartete Renditen untergewichtet werden. Nehmen wir beispielsweise zwei Aktien von Unternehmen die unterschiedliche Renditeerwartungen haben:

Aktien Rendite p.a.
Unternehmen A 5%
Unternehmen B 10%

Bei einem gleichgewichteten Depot wäre die Renditeerwartung 7,5% p.a.

Da wir uns nicht ausschließlich auf Unternehmen A verlassen wollen, sondern schon eine Mischung aus A und B im Depot erreichen wollen, arbeitet unser KISS-System so, dass Aktie A höher gewichtet wird und Aktie B niedriger gewichtet wird. Da Unternehmen A eine 30% höhere Rendite bietet als der Durchschnitt des gleichgewichteten Portfolios wird der Anteil von A auch 30% höher gewichtet als bei der Gleichgewichtung. Unser Risikomanagementsystem würde also folgende Gewichtung vornehmen:

Anteil Aktien Rendite p.a.
33% Unternehmen A 5%
66% Unternehmen B 10%
     
    8.2500%

Nehmen wir eine dritte Aktie in das Portfolio auf, die eine Renditeerwartung von 15% p.a. bietet, sähe die Gewichtung wie folgt aus:

Anteil Aktien Rendite p.a.
16% Unternehmen A 5%
33% Unternehmen B 10%
50% Unternehmen C 15%
     
    11.60%

Bei einem gleichgewichteten Porfolio mit drei Aktien läge die Rendite bei 10% p.a. Da Unternehmen B genau diese 10% Rendite bietet, wird ihm der gleichgewichtete Anteil von 33% zugestanden. Unternehmen A wird zugunsten Unternehmen C untergewichet.

Dieses Art des Gewichtungsmanagements bietet einige Vorteile, hat jedoch auch implizite Schwächen. Der Vorteil des Risikomanagements liegt in einer Systematisierung der Gewichtungen. Auf Grund der Berechnung über p.a. Renditen können auch Bonds, Dividendenstarke Aktien ohne Kursphantasie oder andere Instrumente in die Gewichtung mit einbezogen werden. Die größte Schwäche des Systems liegt natürlich in seinem Input. Der Fair Value – und die Wahrscheinlichkeit mit dem der Fair Value eintritt sind der Dreh- und Angelpunkt des Inputs. Schätzt man die erwartete Rendite falsch werden auch die Gewichtungen (ex post) falsch sein. Uns ist klar, dass ALLE Renditeangaben die wir über einen Fair Value herleiten zwingend falsch sein müssen. Wenn man eine Renditeangabe von X% p.a. auf Sicht von X Jahren angibt, wird die Aktie in X Jahren mit fast 100%iger Sicherheit nicht genau diese Rendite erbracht haben. Von daher sind die Renditeangaben nur als ein sehr grober Indikator zu verstehen und dienen einer Systematisierung des Gewichtungsprozesses.

Beispielhaft möchten wir anhand konkreter Portfoliounternehmen einen Einblick in unsere erwarteten Renditen und die Depotgewichtungen geben:

Bsp. HT1 Funding: Die Anleihe bietet einen Kupon von 5,3% und könnte (wenn die Coba Ihre Dividende wieder aufnimmt) in 2017 zu 100% zurückkommen. Bei einem Kurs von 78% ergibt sich eine p.a. Rendite von rund 10%. Natürlich könnte die Rendite höher ausfallen, wenn der Bond weiter so läuft wie bisher – oder niedriger wenn nicht aufgefüllt wird.

Die Drägerwerk Genüsse haben (aus unserer Sicht) einen FV von irgendwas zwischen 130 und 150 Euro pro Schein zzgl. der 10 Fachen Vorzugsdividende. Geht man davon aus, dass der Schein den Wert von 150€ in drei Jahren erreicht und in der Zwischenzeit eine durchschnittliche Dividende von 11 Euro zahlt (3x Dividende + Verwässerung) kommt man auf eine p.a. Rendite von 10,5% p.a.

Für AS Creation Tapeten haben wir einen Fair Value von ~38 Euro angegeben. Die Dividende ist je nach Fall unterschiedlich, wird aber mit durchschnittlich 1,75€ (1,50 steigend über 2€) pro Jahr festgelegt. Gehen wir davon aus, dass der FV in 3 Jahren erreicht wird, liegt die p.a. Rendite bei 14,67% p.a.

Für die ETF’s, die unsere Benchmark abbilden haben wir die obere Spanne der aus dem KGV 10 zu erwartenden Rendite von rund 5% p.a. für die nächsten 10 Jahre angegeben.

Steigt eines der Wertpapiere im Kurs sinkt natürlich die erwartete Rendite. Steigt ein Papier auf oder über den Fair Value sinkt die Rendite und wird über FV+Dividende sogar negativ. Es wird folglich niedriger gewichtet. Fällt ein Unternehmen im Kurs wird die Rendite höher.
Aktuell sieht das KISS-Risikomangement folgende Werte für unser Depot vor:

Wir werden uns also noch Gedanken um die ETF-Gewichtung, um Vetropack und um die Gewichtung von einigen anderen Werten machen müssen.

Ist-Anteil Soll-Anteil
 
ETF 18.97% 1.07%
Vetropack 6.54% 2.96%
Buzzi 6.43% 7.11%
Noble 5.55% 4.41%
EVN 4.72% 4.61%
KSB 4.51% 2.36%
Bijou 4.22% 4.06%
Medtronic 4.10% 2.88%
HT1 Funding 3.44% 2.10%
Tonnellerie 3.29% 3.25%
WMF 3.25% 3.72%
Hornbach 3.18% 3.34%
Westag&Getalit 3.17% 5.60%
Sto VZ 3.14% 2.54%
Stoxx Utilities 3.12% 3.95%
TapetenAG 2.93% 4.25%
DEGI 2.92% 2.40%
OMV 2.87% 2.82%
Fortum 2.86% 4.31%
Tsakos 2.61% 5.89%
AXA 2.40% 2.47%
Frosta 2.26% 2.74%
Dräger Genuss 2.12% 2.13%
Magyar 2.10% 3.36%
ENI 2.07% 4.53%
Einhell 2.04% 1.82%
Benetton 1.85% 2.90%
AIRE 1.44% 4.60%
Apogee 1.25% 2.88%

Die durchschnittlich zu erwartende Vorsteuer Rendite aus dem Portfolio inkl. Dividenden liegt (je nach FV’s) bei rund 15 bis 17,5% p.a. Es sei an dieser Stelle nocheinmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Fair Value und die daraus abgeleitete Rendite mit Sicherheit so nicht eintreffen werden. Die Methodik kann lediglich einen Anhaltspunkt darauf geben, dass das Gesamtportfolio gegenüber dem breiten Markt aus unserer Sicht eine Mehrrendite bietet. (Sonst würden wir ja die breiter gestreuten ETF’s kaufen).

Transaktionen 07.01.2011

VWAP VWAP VOLUME 15% Anzahl Aktien max. Volumen
AS CREATION TAPETEN 28.7 1080 162 4,649.40 €
VETROPACK HOLDING AG-BR 1835.63 155 23.25 42,678.40 €
KSB AG-VORZUG 619.78 1510 226.5 140,380.17 €
FROSTA AG 19.54 1366 204.9 4,003.75 €
WESTAG & GETALIT -VORZ AKT 18.25 858 128.7 2,348.78 €
HORNBACH BAUMARKT AG 49.57 141 21.15 1,048.41 €
STO AG-PREFERRED 94.33 807 121.05 11,418.65 €
TONNELLERIE FRANCOIS FRERES 27.95 1835 275.25 7,693.24 €
EINHELL GERMANY AG-VORZUG 43.04 800 120 5,164.80 €
WMF- WUERTTEMBERG METAL- PRF 25 6214 932.1 23,302.50 €
BENETTON GROUP SPA 5 203076 30461.4 152,307.00 €
EMAK SPA 4.38 1060 159 696.42 €
         
DEGI INTERNATIONAL 28.17 6529 979.35 27,588.29 €
AIRE GMBH & CO KGAA 9.11 36587 5488.05 49,996.14 €
IVG FINANCE BV 0 0 0 0.00 €
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