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Game Over Bei Sino Forest – Gedanken zu Shortselling & Auswirkungen auf Value Investoren

Letzte Woche hatte die Kanadische Börsenaufsicht quasi “den Stecker gezogen” bei Sino Forest.

Ich hatte ja diverse Male darüber berichtet. Was den Fall besonders interessant macht ist die Tatsache, dass wirklich bekannte Investoren sich hier die Finger verbrannt haben.

John Paulson, bei dem es dieses Jahr eh nicht gut läuft ist ja immerhin direkt nach dem Muddy Waters Bericht ausgestiegen.

Daraufhin meinte z.B. die große Fondsgesellschaft Wellington und ein Australischer Milliardär namens Chandler, dass sie schlauer sind und hatten trotz der recht begründeten Vorfälle erst richtig aufgestockt.

Interessant auch die bei Zerohedge veröffentlichte Liste der Analysten Ratings, wo doch auch einige namhafte Analysten noch sehr positiv gestimmt waren:

Kommen wir nun zu den Shortsellern. Den Stein ins Rollen gebracht hat ja Carson Block von Muddy Waters mit einem Bericht vom 2. Juni.

Bis dahin gab es keine Anzeichen. Die “Beteiligten” bei Sino Forest sind alles Top Adressen. Wirtschaftsprüfer ist Ernst & Young, einer der Big 4, die Gesellschaft hatte ein Rating von S&P und Pöyry, eine namhafte international Agrar-Beratung hat die (Phantom-) Wälder bewertet und ein Aufsichtsrat ist immerhin auch Aufsichtsratchef bei Glencore.

Wenn das Ganze mal vorbei ist, werden alle Beteiligten wohl sagen, dass sie nichts dafür konnten und vom Management von Sino Forest betrogen worden sind. Vielleicht ist das auch so. Allerdings haben alle eines gemeinsam: Solange der Betrug lief, haben alle kassiert. Die Prüfer, die Berater, die Investmentbanker und auch der Aufsichtsrat. Solange die Gebühren fliessen, hat auch keiner ein Interesse unangenehme Fragen zu stellen.

Echte Konsequenzen hat das auch in den wenigsten Fällen. Bei den Chinesischen Firmen ist noch die Besonderheit, dass der lokale CEO in China nichts befürchten muss, für einen Betrug im Ausland wird meines Wissens in China niemand belangt.

Interessant ist es auch, wenn man mal die Motivation der Anleger nachvollzieht. Jemand der die Aktie gekauft hat, will ganz sicher auch nichts von Betrug wissen, sondern am liebsten seine Aktie mit einem dicken Gewinn an einen anderen (Nichstahnenden) weiter verkaufen.

Der einzige, der wirklich Interesse an der Aufdeckung eines Betrugs hat, ist nur der Shortseller. Er allein profitiert, wenn er einen Betrug aufdeckt und seine leer verkauften Aktien billig zurückkauft.

Für viele ist das “verwerflich”, weil er ja so quasi am “Leid der Betrogenen” verdient. Auf den ersten Blick stimmt das ja, aber auf den 2ten Blick sollte man sich vielleicht fragen:

– verhindert er denn nicht, dass noch weitere Leute betrogen werden ?
– was ist mit denen, die vorher die Aktie gepushed haben und ahnungslose Anleger durch Kaufempfehlungen zum Kauf verleitet haben ?
– sind da nicht auch viele Anleger, die bewusst zocken obwohl sie etwas vermuten ? Ist man schuldig wenn man weiss das es Betrug ist und seine aktien noch schnell an einen weiter verkauft der das nicht weiss ?

Shortseller sind immer die einfachsten Ziele wenn die Aktien fallen. Ganz besonders Bank CEOs sind ganz schnell bei der Hand, den bösen “Shorties” die Schuld zu geben. Von der Politik wird das auch immer dankend aufgenommen, Hauptsache man hat einen Schuldigen. Relaitv typisch auch die Forderung des Deutschen Wirtschaftsministers Rösler, der anscheinend innerhalb weniger Wochen vom Gesundheitsexperten zum Finanzmarktspezialisten mutiert ist.

Stabilität in den Finanzmärkten erzielt man m.E. nicht mit dem Verbot von Short Selling, ganz im Gegenteil. Das Problem sind ja die vorhergehenden Blasen. Wie wir am Fall von Sino Forest sehen, sind die Interessenlagen so gestrickt, dass trotz aller Kontrollen nur ein Shortseller eine echte Motivation hat, eine Überbewertung oder einen Betrug aufzudecken.

Zwischenfazit: Selbstverständlich sind auch Shortseller keine “edlen Ritter”, sie sind aber m.E. einfach nur Kapitalmarktteilnehmer wie viele andere, mit einer sehr sehr wichtigen Funktion. Ein Verbot von Short Selling würde vermutlich eher das Gegenteil von Stabilität bringen, weil sich dann der Blasenbildung kaum jemand entgegen setzen würde.

Für den Privatinvestor gilt meiner Meinung nach Folgendes:

– man darf sich keinesfalls auf bekannte Namen verlassen, egal ob auf Investorenseite, Analyse, Rating oder Wirtschaftsprüfer
– wenn etwas zu gut ist um wahr zu sein (3er KGV, riesiges Wachstum, Berge von Cash etc.) ist es meistens nicht wahr
– wenn man etwas nicht versteht und es nicht wirklich erklärt werden kann, ist die Gefahr groß, dass es nicht wahr ist
– schon leiseste Anzeichen von Unsauberkeiten im Accounting können jede “Margin of Safety” in einem Investment zu nichte mache
– als Value Investor kann man die Analysen von bekannten Short Sellern nutzen, um zu erkennen ob es prinzipielle Probleme in einem Unternehmen, Sektor oder Land gibt, die eine Margin of Safety gefährden.
– als Konsequenz sind für mich z.B. China Werte mit Auslandslisting grundsätzlich uninvestierbar, ganz egal wie billig die Werte optisch sein mögen

Fazit: Short Seller haben meines Erachtens eine sehr wichtige Funktion. Als Valueinvestor kann man deren Analysen gut verwenden um die “Margin of Safety” in den eigenen Investments kritisch zu hinterfragen

Sino Forest Update & Asian Bamboo Glaubwürdigkeit wieder herstellbar ?

Sino Forest:
Nachdem John Paulson ja ohne Rücksicht auf Verluste seine Position geschlossen hatte, gab es am Tag darauf eine offensichtlich gefakte Meldung, dass Muddy Waters Gründer Carson Block angeblich von der SEC wegen Kursmanipulation angeklagt wurde.

Auf Bloomberg gibt es noch einen ganz interessanten Artikel zu einem US Value Investor, der ebenfalls stark in Sino Forest investiert war..

Christopher Davis, a value investor who researches stocks and holds them for long periods, owned 13 percent of the Chinese tree-plantation owner as of April 29 through his Tucson, Arizona-based Davis Selected Advisers LP. The value of that stake has since dropped 92 percent, or more than $600 million, as Muddy Waters LLC, an investment firm run by Carson Block, said Sino-Forest overstated its timber holdings.

Bei Asian Bamboo haben wir wohl unseren virtuellen Short zu früh aufgelöst. Die Aktie fällt weiter wie ein Stein.

Dagegen hilft auch eine Erhöhung des Rückkaufprogramms auf 300K Aktien nicht und auch die eher Homöopatischen Rückkäufe des CEOs.

Es kommt immer wieder die Frage auf, was Asian Bamboo tun könnte, um Anleger von der Werthaltigkeit des Geschäftes zu überzeugen. Aus unserer Sicht könnten z.B. folgende Punkte dazu beitragen:

+ der CEO reinvestiert einen signifikaten Teil seiner Verkaufserlöse aus den letzten Jahren in die Aktie. In 2010 hat er ja mal schöne 31 Mio EUR ausgecasht, da könnte er doch locker mal 10-20 Mio wieder reinvestieren. Das könnte wirklich Vertrauen schaffen. Die 1000 Stück Meldungen dagegen sind einfach nur lachhaft.

+ es gibt “full disclosure” über die offenen Punkte (siehe unsere Frageliste)

+ zusätzlich wäre insbesondere Einblick in die Pachtverträge hilfreich und offizielle, nachprüfbare Bestätigungen über den Plantagenbesitz notwendig. Das Beispiel Sino Forest hat gezeigt, dass lustige Ausflüge mit Analysten und bunte Bilder im Geschäftsbericht nicht ausreichen, weil an einem Baum (oder Bambus) ja kein Eigentümerschild klebt.

Fazit: Asian Bamboo wird es weiter schwer haben. Ohne nachprüfbare Fakten zum Besitz der Plantagen und den offenen Bewertungsproblemen wird das Papier wahrscheinlich zum “Zockerwert” degenerieren. Da hilft auch das gebetsmühlenartige wiederholen der Prognosen nicht viel. Jetzt wären handfeste Beweise oder “Taten” gefragt.

Immer wieder China – Sino Forest, Powerland, Harbin Electric& gefälschte Hühner

Weil es neben Griechenland auch weitere spannende Themen gibt, ein kurzer “Round up” zu den allseits beliebten “Red Chips”:

Sino Forest
Auf den Zeitungsartikel hatten wir ja schon verwiesen. Jetzt verlassen die “Ratten” das sinkende Schiff: Broker Dundee Securities stellt die Coverage ein, nachdem man noch vor 2 Wochen behauptet hatte:

“We are going to provide you with some information on why Muddy Waters research is a pile of crap”

Die Kanadische Zeitung hat gleich nochmal nachgelegt.

The curious transactions totalling $6-million and inked on March 7 between a Sino-Forest subsidiary with an empty office and a seller with no address highlight the bigger questions surrounding Sino-Forest’s dealings in southern China.

UPDATE:John Paulson, der größte Aktionär von Sino Forest hat alle Aktien verkauft. Der letzte macht wohl dann das Licht aus.

Powerland
Powerland ist je einer der “Deutsch Chinesen” und im April 2011 an die Börse gegangen. Nun hat eine Firma namens “Claimpicker Research” ein Analyse im “Muddy Waters” Stil veröffentlicht.

Im Research wird auf die Differenzen zwischen Chinesischer Bilanz und Deutscher Bilanz eingeganen, das scheint in der Tat aber bei jeder Chinesischen Firma ein heisses Eisen zu sein. Interessant ist der Teil bzgl. der Einbringung als Sacheinlage in die Deutsche AG, das zeigt zumindest einen gewissen Bilanz Sachverstand bei den Erstellern der Studie.

Etwas “dubios” ist die Claimpicker Seite selber, in einem FAZ Artikel steht dazu Folgendes:

Bis zum Oktober 2010 hieß die Claimpicker AG noch ooout.com Portal AG. Unter diesem Namen hatte das Unternehmen unter anderem zum größten sozialen Netzwerk für College-Studenten aufsteigen und die wichtigste Anlaufstelle bei der Jobsuche für Graduierte werden wollen. Zudem wollte man zur größten E-Commerce-Seite für chinesische Studenten im Bereich Elektronikartikel werden.

Nach einem Wechsel des Großaktionärs, in dessen Rahmen das Unternehmen „erhebliche gesellschaftsrechtliche Mängel“ einräumte und versprach, die Informationslage zu verbessern, erfolgte die Umbenennung zu Claimpicker und der Wechsel des Geschäftsmodells. Auf seinen Internet-Seiten rät das im Schweizer Kanton Zug ansässige Unternehmen Aktionären der Powerland AG, das Bestehen etwaiger Ansprüche aus dem Prospekthaftungsrecht von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen und empfiehlt dabei die bekannte Münchener Kanzlei CLLB.

Powerland selber hat natürlich alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Harbin Electric

Citron Research hatte einen Updated der Vorwürfe veröffentlicht, den Harbin postwendend mit einer erneuten Ankündigung eines Management Buyouts zu 24 USD gekontert hat. Das hattem an allerdings auch schon mal im Oktober 2010 getan. Immerhin konnte man jetzt den Kurs nochmal um 60% nach oben bringen.

Bleibt die Frage, warum ein CEO die eigene Firma zum mehr als dem Dreifachen des letzten Preises übernehmen will. Das hätte er durch gezielte Käufe auch billiger haben können. Vielleicht hat es damit zu tun, dass er vielleicht doch lieber eigentlich verkaufen will aber das ist nur eine persönliche Meinung.

Zum Abschluss noch die gefälschten Hühner:

Introducing Yuhe International:

…a supplier of day-old chickens raised for meat production, or broilers in China. Our day-old broilers are sold, through third party distributors or directly, to broiler farms and integrated chicken companies, which engage in the breeding, hatching, farming, and food processing of broilers, for the purpose of raising them to market-weight broilers.

Lt.. einer neuen Short Boutique sind angeblich die Farmen gefaked:

Our most important findings:
* We have reason to believe that YUII has misrepresented the details surrounding its acquisition of 13 breeder farms. More specifically, we believe we have compelling evidence that YUII never reached or executed an agreement with the owner of the Dajiang farms, as stated in December 2009,.

Mann mann mann, wo soll das noch hinführen, wenn die selbst die Hühner fälschen 😉

Sino Forest – Der Krimi geht weiter

Heute gab es Quartalszahlen von Sino Forest und einen “Analyst Call”.

Nach der Veröffentlichung der Zahlen und dem Kommentar des CEOs ging es dann kurzzeitig mit dem Kurs nach oben. Während der Q&A Session ging es aber schon nach unten, bei FT Alphaville gibt es sogar eine Art Live Kommentar dazu.

Dazu kam dann zeitnah auch Muddy Waters nochmal mit einem “Nachschlag” raus.

Die Lage bleibt nach wie vor undurchsichtig, dass Unternehmen selbst sagt, dass die interne Untersuchung mindestens 2-3 Monate dauern wird.

Dass das Ergebnis schlechter als erwartet ausgefallen ist und ein Verlust ausgewiesen wurde, ist da fast schon Nebensache.

So wirklich verstehe ich das Geschäftsmodell ohnehin nicht, anscheinend werden hauptsächlich nur Waldflächen “durchgehandelt”, wobei man nach wie vor nicht weiss wer die Käufer sind.

Fazit: Es wird bei Sino sicher noch einige Zeit dauern bis “Licht ins Dunkel” kommen wird. Man fragt sich aber schon, warum das Management so schleppend auf die Vorwürfe antwortet, insesondere der Verweis dass man sonst “Betriebsgeheimnisse” preisgibt hört sich nicht ganz überzeugend an.

Muddy Waters zu “Sino Forest” – Parallelen und Unterschiede zu Asian Bamboo

Die US Shortseller Boutique “Muddy Waters” kam gestern mit einer niederschmetternden Analyse zu Sino Forest raus. An der Heimtabörse in Kanada ist der Titel mittlerweile vom Handel ausgesetzt, in USA wird weiter gehandelt, der Kurs ist von gut 20 USD in 2 Tagen auf 4,50 USD gefallen.

Dies ist ja schon der zweite China Wald Plantagenwert den es “zerbröselt” hat, über China Forestry hatten wir ja schon mal kurz berichtet.

Zurück zum Muddy Waters Report. Das Geschäftsmodell von Sino Forest sieht im Prinzip vor, Ernterechte für Waldgebiete zu kaufen und die Stämme mit hohen Margen (55%) weiterzuverkaufen. Lt. dem Muddy Waters Bericht ist aber ein Großteil dieser Transaktionen mehr oder weniger fiktiv.

Sino Forest selber war zum Erscheinen des Reports gestern eine USD 4 MRd. Market Cap Firma, also kein kleiner Fisch sondern ein ziemlicher Brummer.

WP Gesellschaft ist mit Ernst & Young eine der Top 4 gloablen WP Firmen, größter Investor mit 14% Anteil ist Hedgefonds Legende John Paulson und um den ganzen einen perfekten Anschein von Legalität zu geben, hat man die Waldbestände sogar von einer renomierten externen Gesllschaft, Jaakko Pöyry bewerten lassen.

Bevor wir nun zu den Parallenen bzw. Unterschiede zu Asian Bamboo kommen, eine wichtige Anmerkung: Wir haben keinerlei Hinweise o.ä., dass es bei Asian Bamboo irgendwelche Manipulationen in der Art gibt, die Muddy Waters bei Sino Forest glaubt gefunden zu haben, wir beziehen uns nur auf tatsächlich veröffentlichte Zahlen und Berichte.

Kommen wir nun zu den Parallelen mit Asian Bamboo.

Parallele Nummer 1: Wachstum durch ständigen auf von Plantagen bei konstant negativem free Cashflow
Schaut man sich bei Sino die Homepage an, sehen die Grafiken relativ ähnlich aus wie bei Asian Bamboo, z.B. hier oder auf Seite 4 dieser Präsentation. Auc h bei Sino wurden ständig Flächen dazu gepachtet (Kaufen geht ja in China nicht) was entsprechende Kapitalbedarf produziert hat.

Damit kommen wir aber auch zu Unterschied Nummer 1: Sino hat seine Waldgebiete ständig hin und her gehandelt. Anbei ein Zitat aus dem MW Report

Certainly such dynamic trading complicates inspection and verification activities as it is tantamount to a giant shell game. With a maximum of only 53% of existing 2008 forest being carried over into 2009,57 it is easy to disclaim any specific accusation of lack of forest rights ownership in any given plot or region.

Immerhin scheint das ja bei Asian Bamboo nicht der Fall zu sein, zumindest kann ich mich an keine Verkäufe von Plantagen erinnern, allerdings gibt es auch kein externes Bewertungsgutachten der Bambusbestände.

Aus der schon genannten Präsentation ergibt sich eine weitere Parallele: Sowohl bei Sino wie auch Asian Bamboo ist die Hautrechtfertigung des “Erfolges” der Staatliche Plan zur “Profesionalisierung” der Landwirtschaft.

Auch bei Asian Bamboo wird ja immer der Erfolg mit der Nähe zu den Staatlichen Programmen gerechtfertigt. Dem sogenanannten “Guanxi” haben wir ja schon 2 Beiträge gewidmet (hier und hier), wobei sich bislang diese vermeintlichen “Moats” aber immer (siehe angebliches Monopol bei CCME) in heisse (Chinesische) Luft aufgelöst haben.

Eine weitere Parallele sind die im MW Report angemerkten “undurchsichtigen” Deals mit Joint Ventures. Auch bei Asian Bamboo hatten wir ja angemerkt, dass in Q1 2011 plötzlich der Umsatz aus dem Sperholzplatten JV “verschwunden” ist und auch der Bau der Faseranlage durch ein “befreundetes” Unternehmen wäre nach westlichen Maßstäben zumindest ungewöhnlich.

Am Schluß vom MW reprot wird die Situation von Sino gut zusammengefasst:

TRE raises cash from the financial markets, purportedly buys forestry assets, which are then valued at a significantly higher level by Poyry (which takes TRE’s word on the size and scope of the acquisition at face value), leading to a higher reported net asset value which acts as the support or collateral for an even larger capital raise.

und:

TRE has never returned any capital to shareholders despite so many financings. Because of the nature of the company, TRE must continue to spend in order to survive. Without an acquisition pipeline, TRE cannot justify raising capital from new investors. Without new investors, it cannot repay old investors, and would fall apart.

Das dürfte eigentlich der “springende Punkt” sein. Auch Asian Bamboo ist auf den Kauf weiterer Plantagen angewiesen um das versprochene Wachstum liefern zu können. Ohne externes Kapital dürfte das allerdings nur schwer oder langsamer zu machen sein als geplant. Bei langsameren Wachstum sinkt der Aktienkurs und man kann weniger Kapital auftreiben usw. und so fort.

Fazit: Der Fall Sino Forest zeigt, dass selbst ein Top 4 Wirtschaftsprüfer, die Beteiligung eines legendären Hedgefondsmanagers, erfahren Nicht Chinesen im AR und eine eine unabhängige Bewertungsfirma keine Garantie für eine solides Wirtschaften einer Chinesischen Firma sind. Asian Bamboo muss um solche Zweifel zu zerstreuen viel transaparenter werden um zukünftig noch neues Kapital zu bekommen. Nur Charts mit Wachstum der Plantagenflächen zu zeigen, wird nach diesem Fall nicht mehr reichen.

Edit: Es gibt mittlerweile schon eine offizielle Reaktion von Sino Forest, u.a. hier bei FT Alphaville. Ausser dem Vorwurf, dass es sich bei Muddy Waters um einen bösen Short Seller handelt und dass man das Holz angeblich “stehend” verkauft gibt es aber nichts substantiell Neues.

Book review: “The Art of the Deal” – Donald J. Trump (with Tony Schwartz)

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´So far, my blog has been 99,9% “Trump Free”. As a German, I haven’t really followed what Trump did and said over the last decades so I think I am not able to form a qualified opinion about him or what he will do as POTUS.

I think it is also waste time to watch TV shows where German politicians debate what Trump will do or not because most of them don’t have a lot of background knowledge either. As with stock analysis, I am a big fan of “Primary resources” and so I decided that I should at least read one book co-authored by “his Trumpness” himself. There are many Donald Trump books out there but the first one from 1987 is “the Art of the deal”. I thought that maybe the first one is also the most authentic one.

The book starts with the description of a typical week of Donald Trump in early 1987. Clearly this is meant as a name dropping exercise to impress the readers about the then not so famous Mr. Trump. Indeed the list is quite long and interesting.

Read more

Some links

No quick fixes for American Express ? And a good post from Punchcard blog on Amex and competition.

Interested in Australian stocks ? Try the Forager Fund blog and the fund reports.

Good post on Italian stocks (Finmeccanica, Piaggio, CIR)

Damodaran on negative interest rates and valuation

The story of “fracking pioneer” Aubrey McClendon

Muddy Waters has updated its Casino short thesis (h/t Valuewalk)

Book review: “The Shipping Man” – Matt McCleery

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This is a book reader “JJ” recommended to me somewhere in the comments. Its a very unique book as it says “A novel” on the cover but in effect is the best book I have read about the shipping industry.

The story is about a NY based hedge fund manager who decides that he wants to own a ship. He buys an old ship with his personal money from a strange Greek guy and then gets into the world of shipping. Along the way he loses his hedge fund, encounters many problems and sells his ship with a lot of luck at a profit.

By pure coincidence he ends up as the CEO of a Norwegian Oil Tanker company and tries to raise senior debt funding at Wall Street.

The book seems to be at least partially autobiographic. What I really liked about the book is that despite telling a funny and readable story, the author also manages to include many great insights on the shipping industry specifically and financing, cost of capital and other financial aspects of Wall Street along the way. 

One of the key messages is that financing ships economically sucks because a lot of the players think quite uneconomically. They want to have the biggest ships or the biggest fleet and always manage to lure in many gullible investors on the way. The whole industry seems to be like a big casino where some insiders always get their cut and all the oher “players” lose in the long term by design.

Actually I do think that the same principle applies for any other very capital intensive businesses.

Anyway, I can highly recommend this book. It is a good read and interesting for anyone who has ever thought about investing into something related to shipping.

At least for me, I am now completely “healed” from even looking into shipping companies or Off-shore drilling etc.

 

Some links

Muddy Waters is short Casino and thinks parent Rallye is worth zero. Good that I filtered Rallye out quickly. Last year, Rallye was still presented as a “value investment” (Never buy a story)

The Brooklyn Investor takes a look at Ametech, a stock held by Lou Simpson

A hard value investing lesson from the Oil & Gas sector

The big Fintech bubble already shows some weakness

John Hempton’s (Bronte) somehow sceptical November report

Finally a video of a lecture from “deep value” guru Peter Cundill (2005)

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Emerging markets: China & Hong Kong stocks

On my trip into the Emerging Markets space, I tend to favour the most “countercyclical” countries and markets. When I was looking for my next “target”, I was thinking: Ok, which country and which sector have the worst reputation right now (of cours after Russia/Ukraine and Turkey) ? The answer was pretty easy: Chinese companies. Consensus seems to be now that China is crashing rather sooner than later, so that might be a natural place to start (slowly) looking for opportunities.

China & Chinese companies

In general, I have been sceptical or “bearish” about China since around 2008/2009. So far, Chine has kept up better and longer than I have expected, at least based on the official growth figures etc.

A quick look a the chart shows that the Hang Seng Index is only at 50% of the peak valuation compared to 2007, so the “official” growth rates did not translate into rising share prices at all:

Mainland Chinese companies are even more “depressed” based on the chart as the mainland based, Shanghai composite index clearly shows:

Valuation wise, the markets look cheap but not dirt cheap:

Hang Seng:
P/E 10,4
P/B 1.4
Dividend Yield 3,47%

Shanghai Comp
P/E 10,2
P/B 1,3
Dividend Yield 2,95%

I have written in the blog a couple of times about Chinese companies listed in Germany which in my opinion are to a very large extent promoted frauds, for instance Powerland (2011) and the Asian Bamboo series. I have also written why I would never invest in Chinese companies , so did anything change ?

Just to be clear: I would still not invest into a German-Chinese company or a US listed Chinese company. Also I would have reservations about China ;Mainland companies, as I don’t think that mainland standards are comparable to anything I have experienced yet.

Why not just ignore China ?

Some people might argue that “staying in the circle of competence” would be the better and safer option. However, if you look at the German Mittelstand for instance, most of the growth comes from business in China and/or Southeast Asia. Ignoring China is in my opinion a big risk for any investor as the impact on almost any company is growing day by day.

Looking directly at Chinese or Asian companies in my opinion will add an important perspective for any investor in order to be able to analyse Asian operations of non-Asian companies as well.

Where to look then in China ?

From my current status of knowledge, I would make one exception to my “Anti China” bias: I do think that “traditional” Hong kong listed companies could qualify as an investment.

As some might remember, Hong kong belonged to the UK until 1997, when the control then was ceded to China. What is interesting in my opinion is the fact, that the legal system in Hong Kong is still British or very close to British. This is a quote form Wikipedia:

The Hong Kong judiciary has had a long reputation for its fairness and was recently rated as the best judicial system in Asia by a North Carolina think tank.[2]

Although Hong Kong had its waves of fraudulent “Mainland” Chinese companies , I do think that “traditional” Hong listed AND Hong Kong registered companies are “investable”. A funny quote from the linked article above shows the issues with Chinese mainland companies:

There is no extradition treaty between Hong Kong and the mainland making it hard to take criminal action for fraud.

So even the Hong Kong regulators cannot get their hand on mainland fraudster, so good luck to German investors in Kinghero, Ming Le sports etc. ……

A good history of Hong Kong company registration and listings can be found here: including the short histories of many of Hong Kong’s most famous companies. So a lot of Hong Kong companies have a long history against one can check how they treated their shareholders etc. which is lacking for many mainland companies.

Despite the British heritage, Hong Kong is clearly an Asian market with a lot of pitfalls, specialties etc. Many companies are run by “Tycoons” or “Tai Pans”, strong patriarchical characters with many links and connections between large Groups, listed and non-listed comapneis etc. To get a “flavour” of some of the more common issues in Asia, one can read for instance this document from 2009 called “Guide on Fighting Abusive Related Party transactions in Asia”. A little Gem out of this report: There are no insider trading charges in Indonesia…..

What I do like about major Hong Kong companies is the relatively high standard of reporting. I looked at some annual reports and many of them were very well written and informative.

Hong Kong specialities

Traditionally, the big Hong Kong conglomerates are mostly active in some kind of transportation, real estate or both and have branched out into many other areas.

The Hang Seng index company is actually calculating a special index for “Non China” Hang Seng companies called the Hang Seng HK35 index. The constituents are the following stocks which I think are a good start to analyze further:

>

Code Constituent Name
1 Cheung Kong
2 CLP Hldgs
3 HK & China Gas
4 Wharf (Hldgs)
5 HSBC Hldgs
6 Power Assets
11 Hang Seng Bank
12 Henderson Land
13 Hutchison
14 Hysan Dev
16 SHK Prop
17 New World Dev
19 Swire Pacific ‘A’
20 Wheelock
23 Bank of E Asia
27 Galaxy Ent
66 MTR Corporation
83 Sino Land
101 Hang Lung Prop
142 First Pacific
93 Cathay Pac Air
303 VTech Hldgs
330 Esprit Hldgs
388 HKEx
494 Li & Fung
522 ASM Pacific
551 Yue Yuen Ind
880 SJM Hldgs
1038 CKI Hldgs
1128 Wynn Macau
1299 AIA
1928 Sands China
1972 Swire Properties
2282 MGM China
2388 BOC Hong Kong

As many companies invest to a certain extent in real estate, one should now that most HK companies revalue their proporties through the P&L. So low P/Es are often a result of large property valuation gains which might not be sustainable. This is the first thing to check with any HK company.

What to look for in general

For further excursions into Hong kong, I will try to concentrate on companies which will (among others) have the following characteristics:

– transparent reporting & good track record with regard to shareholder orientation (e.g. dividends, share buy backs etc.)
– conglomerates with the majority of listed subsidiaries (sum of parts)
– no pure real estate companies
– significantly cheaper valuation than comparable US/European companies or clear discount to sum of part
– it would not hurt if some well known value investors would be among the shareholders

Two reading tips:

At the end of this first Hong Kong post, 2 reading recommendations. The first is from Mark Moebius and called “Passport for profits”:

This is basically the extended version of the “Little book of Emerging markets” which I reviewed a few weeks ago. Mobius started his career in Hong Kong and has some interesting Hong Kong stories in the book.

A second, more unconventional tip is the novel “Noble House” from James Clavell:

This massive 1.200 pages book written in the 1960ies covers the story of a CEO or “Tai Pan” of a big Hong Kong Trading house and his fight against another big trading house. The author lived in Hong Kong for a couple of years and the story seems to be based on two “real life” Asian companies, Jardine Matheson (now headquartered in Singapore) and Swire. Along a spy story, various murders etc., the book contains detailed descriptions of bank runs, bear raids, insider stock trading, non existent trading rules etc. Although the names were changed, many of the events in the book actually happened, for instance a bank run in 1965.

A good long read for a summer (beach) vacation.

To be continued…..

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