Total Produce – Präsentation HV und Ausblick 2011

Auf der Homepage von Total Produce gibt es die Präsentation zur HV, auf der die 2010er Zahlen “leicht verdaulich” präsentiert werden.

Viel Neues gabe es im Vergleich zu unserer Erstvorstellung nicht.

Interessant ist eigentlich nur der Ausblick auf 2011, der auch nochmal extra veröffentlicht wurde.

Man rechnet mit 6,5 – 7,5 Cent pro Aktie “adjustiertem Ergebnis”. Das adjustierte Ergebnis in 2010 war ja 6,84 Cent pro Aktie vs. GAAP Earnings von 5,25 Cent.

Ganz interessant ist, sich mal die entsprechende Meldung vom Vorjahr anzuschauen.

Damlas hatte man 5,5 bis 6,5 Cent pro Aktie in Aussicht gestellt. D.h. also der Ausblick das Managements war letztes Jahr relativ konservativ und man konnte deutlich über der oberen Spanne realisieren. Wäre das dieses Jahr auch er Fall, wäre die Aktie wirklich sehr sehr billig.

2 comments

  • Hallo mmi,

    eine Bilanzrelation, die ich mir bei Unternehmen gerne ansehe, ist das Verhältnis Accounts receivables vs. Accounts payables (auch die Veränderungen im Zeitablauf können ganz interessant sein). Es gibt eine Information darüber, wie die Marktmacht eines Unternehmen gegenüber Kunden und Lieferanten ist. Gerade im Lebensmittelbereich sind die Lieferanten des LEH aufgrund der Marktmacht des Handels mit langen Zahlungsfristen etc. belastet. Sie finanzieren damit das Lager des Handels. Viele Lieferanten helfen sich durch Factoring oder ABS-Programme, siehe FRoSTA aber auch viele nicht börsennotierte Unternehmen vergleichbarer Größe. Bei Total Products ist dieses Verhältnis nahezu ausgeglichen, Hinweise für Factoring habe ich nicht gefunden. Sie scheinen die Marktmacht gegenüber ihren Lieferanten zu haben und können den Finanzierungsdruck weitergeben. Sehr angenehm!

    • Hallo Best_choice,

      ja, das ist mir auch schon positiv aufgefallen. In den Jahren seit dem Spinn off konnten die Forderungen immer ziemlich genau mit den Lieferverbindlichkeiten finanziert werrde, lediglich die Vorräte mussten mit kurzfr. Bankkrediten finaziert werden.

      Man scheint also die Lieferanten erst dan zu bezahlen wenn man das Geld von den Kunden hat. Ich vermute mal, der durchschnittliche Lieferant ist ein mittlerer Landwirtschaftlicher Betrieb, der selbst nicht die ganz große Marktmacht hat.

      Die Vorräte sind dank der schnellen Durchlaufzeit bei verderblichen Waren auch nicht so groß, so ungefähr 3-4 “Tagesumsätze im Durchschnitt.

      Das spricht dafür, dass der freie Cashflow nicht durch Working Capital “aufgefressen” wird.

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