AIRE KGaA – Neuer Aktionär

Eben hat die AIRE folgende Meldung herausgegeben:

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG (Aktie)

Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
———————————–

Name: Urs Meile

Staat: Schweiz

Veröffentlichung gem. § 26 Abs. 1 WpHG

Herr Urs Meile, Schweiz, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein

Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. November 2011 die Schwelle von

3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,01336% (127.274 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind ihm 3,01336% (127.274 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1

WpHG zuzurechnen.

Eine schnelle Internetrecherche über Herrn Urs Meile zeigt eine erstaunliche Vielfalt. Nach diesem Link hier ist er anscheinend u.a. an einerm Motorboothersteller, einer Viehzuchtgenossenschaft und einem Medienunternehmen beteiligt, anscheinend hat er auch bei einem Fussballclub, den Young Boys Bern mitgenischt.

Zuletzt hat er sich in der Medizintechnik betätigt.

Früher scheint er CEO bei Charles Vögele gewesen zu sein.

Damit dürften die Hauptversammlungen auch zuküftig interessant bleiben.

10 comments

  • Im selben Absatz auf jener Seite heißt es auch, dass man “angesichts der derzeit verfügbaren Ressourcen in absehbarer Zeit nicht in der Lage” sein wird, Investitionen außerhalb bestehender Fonds zu tätigen, und dies, obwohl “die Ausschüttungen aus gezielten Veräußerungen die Kapitalabrufe mehr als aufwiegen” sollen, d. h. diese Überschüsse werden genutzt für die erwähnten Verpflichtungen.

    Einerseits wird sich in der Tat klar zur Verwendung der Rückflüsse geäußert, andererseits heißt es drei Seiten zuvor: “Aufgrund der Entscheidung, bis auf weiteres(!) neue Investitionen auszusetzen …”
    Daneben: “Des Weiteren hat sich der Konzern verpflichtet, zum Jahresende in sieben Investmentpools oder Fonds in den kommenden Jahren weitere Beträge zu investieren …”
    Was denn nun? Zum Jahresende oder in den kommenden Jahren? Hoffentlich blickt das Management durch.

    Das unter “Aussichten” Geschriebene klingt jedoch im Grunde nicht unrealistisch. Der eine oder andere Insiderkauf wäre sicher auch hier vertrauensbildend. Bei der BaFin wurde diesbezüglich wohl nichts gemeldet; Verkäufe allerdings ebenso wenig.

    • Welju,

      klar,die Lage ist alles andere als sicher. Wer sich bei AIRE schnelle 100% durch Auszahlung des NAVs im nächsten Jahr erhofft dürfte enttäuscht werden. Wer aber ein wenig Geduld hat,könnte hier auf Sicht von 2-3Jahren nicht schlecht abschneiden.

      mmi

  • Die deutliche Diskrepanz von Perioden- zu Gesamtergebnis …

    Einerseits in der G+V eine “Wertminderung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen” von 4,95 Mio. €, andererseits in der Bilanz eine (erfolgsneutrale) Aufstockung der Neubewertungsrücklage um 12,5 auf 14,3 Mio. €.

    • welju,

      ich bin mir nicht ganz sicher auf welchen Bericht Du Dich hier beziehst.Man muss beim Abgleich natürlich darauf achten, dass es einmal den “fortzuführenden” Bereich gibt und einmalden “nicht fortzuführenden”.

      Ich würde AIRE auch nie mit einer Hamborner oder Alstria vergleichen. AIRE ist eine Sondersituation. Hoher Discount, hohes Risiko, keine Frage.

      mmi

      • Hatte mich auf den Gb 2010 bezogen.

        Nun gut, jene Beratungskosten wurden inzwischen halbiert und auch die 6,3% Bruttomieten-Rendite dürften kaum helfen, da diese Mieteinnahmen im Wesentlichen aus dem veräußerten Logistikzentrum stammten (für dessen Käufer offenbar ein Schnäppchen).

        Für Asien und Nordamerika wurden für 2010 lediglich “Zinsen, Div. und sonstige Erträge” gemeldet:
        Asien 0,569 und Nordamerika 0,128. Wird dort nur in Fonds und Ähnliches investiert?
        Dem stehen in Asien Zahlungsverpflichtungen von 51 Mio. € und in Nordamerika von 13,5 Mio. € gegenüber. Fair Value bei 34,4 bzw. 19,5 Mio. €.

        Dass der Periodengewinn wesentlich niedriger ausgewiesen wurde als der Bilanzgewinn, ist an sich kein negatives Zeichen. Umgekehrt wäre es schon bedenklicher. Die Wertminderungen betrafen den fortzuführenden Bereich. Welchem Bereich die höhere bilanzielle Neubewertungsrücklage (abgesehen von Zu- und Abgängen: Währungseffekte +4,4 Mio. €, Wertänderung des Immobilienbestandes 10,5 Mio. €) zu verdanken war, vermochte ich auf die Schnelle nicht zu ermitteln.

        Weshalb sollte man deren betrieblichen Aufwendungen in % des Gesamtvermögens nicht mit denen bei Alstria vergleichen? Zumindest ich würde gerne wissen, wieso diese Kosten hier höher sind. Ein Grund könnte die Art der Projektinvestitionen bei AIRE sein.

        Was eine mögliche Auflösung betrifft, so sprach man in jener Ad-hoc-Meldung von 2008 lediglich davon, “vorläufig keine neuen Investitionen mehr [zu] tätigen” und “bis auf weiteres neuen Investitionen auszusetzen”. (Anm.: Der Fehler mit der Endung wurde aus jener Meldung übernommen.)

        • Hallo Welju,

          die Erzielung einer hohen Mietrendite war nie das Hauptziel der AIRE, vielmehr wollte man durch “innovative An-und Verkaufsstrukturen” Gewinne erzielen,was ja nachweislich nicht gut geklappt hat.

          Die “Zahlungsverpflichtungen” sind Zusagen, noch in Fonds nach zu investieren. Einige dieser Zusagen konnten anscheinend aber reduziert werden, Im Halbjahresbericht: wird z.B.von einer bis 30.09.bestehenden Zahlungsverflichtungen fürden Invesco Asia II Fonds gesprochen,, die sich von über 9 Mio auf unter 5 Mio reduziert hat.

          Im Lagebericht des Jahresberichtes (S.17) wird am Ende klar gesagt,dass zukünftige Rückflüsse nach den üblichen Abzügen als Dividenden o.ä.zurückfliessen sollen.

          Die frage ist natürlich,ob im aktuellen preis diese Unsicherheiten alle berücksichtigt sind.ich bin der Meinung ja, auch wenn man vielleicht noch nicht gleich die riesigen Cash Rückflüsse sehen wird. Eher was für geduldige Anleger.

          mmi

  • Bei den zur “Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen” gab es in den letzten Jahren erhebliche Wertminderungen; daher auch die operativen Verluste. Ist hier wirklich eine Wende zum Positiven absehbar?

    Außerdem lagen die betrieblichen Aufwendungen (davon 45% Beratungskosten) im vorigen Jahr bei 2,2% des Gesamtvermögens. Die vergleichbaren Kosten bei Alstria dagegen unter 0,4%. Weshalb sich eine dt. GmbH meinte sich ausrechnet mit Immobilien in Japan und Nordamerika besonders gut auszukennen, ist mir ohnehin ein Rätsel.
    Eine Auflösung wäre daher vermutlich nicht verkehrt, Aber ausgerechnet in diesen Zeiten die dortigen Immobilien verscherbeln?
    Der Discount zum NAV ist schon erstaunlich (zum Vgl: bei Alstria beträgt dieser aktuell “lediglich” 21% und bei Hamborner 27%). Die deutliche Diskrepanz von Perioden- zu Gesamtergebnis gibt mir allerdings ebenfalls zu denken. Muss dies wirklich so sein?

    Bei der Bruttorendite (Mieteinnahmen) kam ich entsprechend der Bewertung Ende 2010 auf 6,3%, was im Rahmen des derzeit Üblichen liegt.

  • meine sorge wäre halt, dass die dann Unfug mit der Kohle anstellen. Viele Beteiligungsgesellschaften sind ja so entstanden. Operative Geschäft weg, Cash noch in Hülle und Fülle da, und auf einmal können sie in Venture Capital, Private Equity oder Value Investments.

    Interessant finde ich die Sache schon. Wundert mich nur, dass der Kurs auf Bratislava nicht positiv reagiert hat.

    Bin mal gespant was sie am 18.11. bei den Zahlen sagen werden.

  • ne,beschlossene Sache ist das nicht. Es gibt eine Absichtserklärung und die Genehmigung zum Aktienrückkauf.

    Dazu jetzt schon zwei aufmüpfige Aktionäre

  • wie ist es bei AIRE eigentlich: Ist die Auflösung und Auszahlung beschlossene Sache oder kann es sein, dass man plötzlich z.B. zur Beteiligungsgesellschaft wird?

    bis wann plant man denn den kompletten Verkauf?

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