Portfoliotransaktion 16.08.2011

Wie gestern angekündigt, folgende Transaktionen:

1. Verkauf Benetton zum VWAP von 4,619 EUR, macht inkl. Dividende eine Performance von -2,62%

2. Verkauf Pargesa zum VWAP von 63.92 CHF bzw. bei einem Kurs gestern von 1.14645 CHF /EUR ein Kurs von 55,75 EUR, macht einen Verlust von -6,07% inkl. Dividende

3. Gleichzeitig Reduzierung des CHF Hedges zum gestrigen Kurs um 275 Tsd CHF auf 525 Tsd. Franken. Gegenüber dem Einstand von 1.1504 gab es hier einen kleinen Verlust von -0,34%

4. Verkauf Noble für 31,64 USD bzw. 21.96 EUR (Kurs USD/EUR 1.4407), macht einen Verlust von -29,0 % inkl. Dividende

5. Verkauf Medtronic zu 32.21 USD bzw. 22.36 EUR (USD/EUR 1.4407), macht einen Verlust von -18,93% inkl. Dividende

Zwischenfazit: Der USA Ausflug war nicht so besonders erfolgreich, auch bei Tsakos gabs ja noch ordentlich auf die Mütze. ca. 7% des Verlustes ist auf die Wechselkursentwicklung zurückzuführen. Dennoch ein Beweis meiner These, dass es in USA eher schwieriger als einfach ist, wirklich unterbewertete Unternehmen zu finden, dafür ist einfach der Markt zu effizient.

Auf der Kaufliste stehen ja IVG Wandler und HT1.

Beim IVG Wandler hat der Umsatz gestern leider nicht gereicht um ein Stück zu kaufen, beim HT1 gab es zumindest ein wenig Umsatz, da mache ich dann am Freitag die Wochenabrechnung.

Cashquote ist damit momentan bei 20,6%.

6 comments

  • Es würde mich interessieren was dich veranlasst hat, z.b. eine Medtronic zu verkaufen?

    • Hallo Thomtrader,

      3 Hauptgründe:

      – Reduzierung der Titel Anzahl
      – speziell Medtronic: Auf den ersten Blick zwar solider operativer Cashflow, leider relativ wenig Tangible Book. Ausserdem wird ein Großteil des free Cashflos in Akquisitionen verballert die m.E. verdeckte Capex ist. Ausserdem ist mir der Rechercheaufwand zu hoch für so ein Unternehmen (Auswirkungen uS Gesundheitsreform etc.)
      – generelle persönliche Abneigung zu US Aktien

      mmi

  • Halil Bahadirli

    Eines vorneweg. Dies soll keine Kritik sondern eine Anregung sein.

    Ich komme aus der Trader- und nicht der Investorecke. Trotzdem finde ich, dass einige Tradercharakteristika auch für einen Investor sinnvoll sein können und die Performance verbessern können. Transparente, vorher definierte Kriterien für Ein- und Ausstieg helfen, die eigenen Gedankengaenge operationalisierbar zu machen und für kritisches Hinterfragen zugaenglich zu machen. Was immer von Vorteil ist, da das Unbewusste bewusst wird.

    Man könnte z.B. so investieren, wie Baron von Richthofen seine Luftkaempfe führte. Das heisst, man legt erstmal die erfolgskritischen Faktoren für einen positiven Ausgang im Luftkampf fest. Einfach als Gedankenspiel mal folgende Kriterien:

    – Höhe des eigenen Flugzeuges vs. Feindflugzeug
    – Sonne im Rücken vs. Sonne von vorne
    – Tank voll vs. Tank halbvoll oder leer
    – eigene Überzahl an Maschinen vs. Unterzahl gegenüber Feindflugzeugen
    etc.

    Wichtig ist jetzt, einen Luftkampf nur dann einzugehen, wenn alle oder fast alle Kriterien zu eigenen Gunsten sich darstellen lassen und sonst einfach den Luftkampf zu verweigern und zu fliehen. Im Investmentbereich würde ich deshalb meinen, dass man erfolgskritische Faktoren formuliert (z.B. Kurs Cash-Flow Verhaeltniss, KBV, Chart oberhalb eines gleitenden Durchschnitts, Branchenzyklus, Clusterrisiko des Investments im Vergleich zum bisherigen Portfolio, Put-Call Ratio etc.), bepunktet (da nicht jedes Kriterium gleich wichtig ist) und so die maximal mögliche theoretische Punktzahl ermittelt. Danach legt man die Mindestpunktzahl für ein Longinvest oder die Höchstpunktzahl für ein Shortinvest fest und überprüft das Modell rückwirkend an Zeitraeumen mit steigenden DAX, stagnierendem DAX und fallendem DAX.

    Als letztes legt man die Exitszenarien fest bei erfolgreichem und bei unerfolgreichem Investment, wobei ich als Trader immer dazu raten würde, selbst bei voller Punktzahl eines Invests das Invest glattzustellen, wenn ein vorher definierter Stopp durchbrochen wurde, da es immer sein kann, dass man etwas übersehen hat, was der Markt erkennt oder ahnt. Man kann ja festlegen, dass wenn der Aktienkurs X% oberhalb des eigenen Ausstiegs notiert, man wieder hereingeht, solange die Investmentidee weiterhin gültig ist. X% oberhalb bei Longinvests und Y% unterhalb bei Shortinvests deshalb, um nicht in Seitwaertsbewegungen jahrelang gefangen zu bleiben.

    Mir als Trader hat es sehr geholfen, meine Kriterien für den Eingang eines Trades vorher festgelegt zu haben, und da meine Set sehr anspruchsvoll ist, einfach alle Trades sausen zu lassen, die nicht “fast perfekt” sind. Das hat natürlich den Nachteil, dass man sehr, sehr viele Trades sausen laesst, obwohl sie sich am Ende als profitabel herausstellten, hat aber auch den Vorteil, dass meine Trefferquote sich deutlich erhöht hat. Das ist wie in der Statistik mit dem Alpha und dem Beta Fehler. Beides kann man nicht gleichzeitig optimieren. Aber gerade als Privatanleger hat man den Luxus, den Alphafehler besonders klein halten zu können, da man nicht gezwungen ist, immer beim Börsencasino mitzumachen.

    • Hallo Halil,

      danke für die vielen Anregungen, ich wollte in der Tat mal so eine Art “Manual” erstellen. Allerdings sind für mich persönlich viele Deiner Fakoren nicht relevant.

      Gleitende Durchschnitte, Put/Call ratios etc. interessieren mich nicht. Klasssiche Valuekennzahlen wie KBV, KGV etc. sind ein erster Ansatzpunkt.

      Insgesamt darf man sich meines Erachtens gerade als “echter” Valueinvestor nicht sklivisch an ein Modell halten, es hilft aber u.U. eine Vorselektion zu treffen.

      MMI

      P.S. Die aktuell vielen Trades sind ziemlich untypisch, aber da jetzt nur noch mit halber Manpower gearbeitet wird, muss ich einfach die Anzahl der Positionen und die Titel auf meinen “Circle of Competence” reduzieren.

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