WestLB 2011er Genußscheine – kurzes Update Apollo & EU Kommission

Im Eingangsposting zu den WESTLB GS hatte ich ja verschiedene Gründe angeführt, warum ich einen hohen HGB Verlust (und eine damit einhergehende starke Abschriebung des GS) für eher unwahrscheinlich halte.

Insbesondere folgende Vorhersage ist nun mehr oder weniger schon so eingetreten:

3. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Jahr noch größere Verkäufe (im Gespräch war die Westimmo an Apollo und das Mittelstandsgeschäft an Trinkaus) mit entsprechenden Abschreibungen kommen, dürfte in Anbetracht der Lage auch unwahrscheinlich sein. Für einen Notverkauf ist auch kein Grund vorhanden, weil zur Not kann man diese Geschäftsteile in die EAA ausgliedern per 30.06.2012. Vmtl. könnte das dann auch wie beim ersten Mal zum Buchwert geschehen.

Nachdem ich ja schon über das Scheitern des Mittelstandgeschäft berichtet hatte, ist jetzt auch der WestImmo Verkauf erstmal auf Eis gelegt.

Der erhoffte Verkauf der WestLB-Tochter an den Finanzinvestor Apollo ist geplatzt, wie die Landesbank am Donnerstag mitteilte. Damit schwindet die Hoffnung für rund 470 Mitarbeiter der Westimmo, unter einem neuen Eigentümer weiter Geschäft machen zu können. Das Institut landet aller Voraussicht nach in der Abwicklungsbank EAA, die die unverkäuflichen Reste der WestLB übernehmen soll.

Aus GS Sicht hat das den Vorteil, dass es bei der Beteiligungsbewertung natürlich jetzt mehr Spielraum gibt als bei einem Verkauf. Ob man ganz ohne Abwertung auskommt und die Beteiligung zum Buchwert in die EAA schieben kann ist vmtl. unrealistisch.

Gerade eben kam über den Ticker, dass die EU die Zerschlagung und die Beihilfen genehmigt hat.

DüsseldorfDas Ende der einst größten deutschen Landesbank WestLB mit aktuell noch etwa 4300 Arbeitsplätzen ist besiegelt. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag nach jahrelangem Tauziehen die Aufspaltung der nordrhein-westfälischen Landesbank, die in Teilen verkauft oder abgewickelt werden soll.

Laut den Umbauplänen wird die WestLB zum 30. Juni 2012 zerschlagen. Sie wird nach diesem Stichtag keine neuen Bankgeschäfte mehr tätigen. Das teilten Europas oberste Wettbewerbshüter am Dienstag in Brüssel mit. Im Gegenzug genehmigt Brüssel strittige staatliche Beihilfen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro.

Damit ist auch meine damalige Annahme:

7. Meinem Verständnis nach droht auch keine Strafzahlung an die EU mehr, weil man ja die Aufteilung und Abwicklung der Bank versprochen hat.

so eingetroffen.

Insgesamt kann man somit meines Erachtens jetzt das Worst Case Szenario (Rückzahlung nur 50%) aus dem ursprünglichen Case mehr oder weniger aussschliessen. Offen bleibt, ob und in welchem Umsatz “normale” Abschreibungen auf die Beteiligungswerte übrig bleiben.

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