Effiziente Kapitalmärkte – Hornbach & Sixt Aktiensplit Edition

wenn die Theorie sagt, dass Bonusaktien oder Aktiensplits keinerlei Auswirkungen auf den Kurs haben sollten, zeigt die Realität häufig etwas anderes.

Bei den Hornbach Baumarkt Aktien schiesst der Kurs nach dem heute erfolgten Split fast 10% nach oben. Letzter Kurs gestern: 53,70 , heute um die 29 EUR, macht 58 EUR.

Etwas ähnliches konnte man Anfang Juli auch bei Sixt beachten, als die Gratisaktien eingebucht worden sind.

Auch

Wirklich verstehen kann ich diese Kursauschläge nicht, insbesondere warum der Kurs nicht reagiert hat als man den Aktiensplit angekündigt hatte. Das wurde immerhin schon am 24.05. bekannt gegeben.

Man müsste nur überlegen, ob man zukünftig solche Tage mal zum “traden” nutzt, also in die Übertreibung verkauft und nachher billiger zurück kauft.

Praktiker AG – Telefonkonferenz, Übernahmephantasie etc.

Gestern habe ich mir noch den Großteil der Telefonkonferenz zum Halbjahresergebnis angetan.

Mich hatte doch interessiert, warum der Kurs danach so dermassen abgestürzt ist. Die Highlights oder sollte man sagen “Low Lights”:

– es wurde noch keine Rückstellung für die Abfindung des CEOs gebildet

– es wurden auch keinerlei Rückstellungen für die Schliessung von Standorten gebildet

– die “Strategie” bis ein neure CEO kommt ist: Investitionenen runterfahren und weiter Boris Becker Spots zu senden

– in den “Sondereffekten” sind Aufwendungen für Werbung etc. versteckt die eigentlich ins normale Ergebnis gehören (Soviel zum Thema EBITA ist überall positiv)

– Die Monate Juni und Juli sind extrem schlecht gelaufen

– Die Lager sind voll, man muss dringend abverkaufen hat aber keine Abwertungen auf Lagerbestände vorgenommen

– auch bei Max Bahr scheint die Lage alles andere als toll zu sein, bei 2 Standorten mussten 7 Mio abgeschrieben werden weil die Mieten zu hoch sind (sale and lease back)

– man peilt 200 Mio Liquidität für Q3 an, zu der Höhe der Kreditlinien wurde nichts gesagt, das 3te Quartal ist angeblich “immer” Cash Flow positiv

– man sieht die hohen Lagerbestände (im Gegensatz zu den Analysten) nicht als Problem

– angeblich wären die Lieferanten alle noch ruhig

– der CFO machte stellenweise einen stark überforderten Eindruck

Zwischenfazit: Insgesamt darf man also mit weiteren “Sondereffekten” rechnen, sollte ein neuer CEO mal anfangen aufzuräumen und unprofitable Standorte zu schliessen. Auch die Marge dürfte unter dem Lagerverkauf und den dazu notwendigen Sonderaktionen im 3ten Quartal deutlich leiden.

Zu möglichen Übernahmen meine eigene Meinung:

– Der “Kaufpreis” für Praktiker ist nicht wie viele meinen nur die Aktienbewertung, sondern auch die insgesamt 2 Mrd. Schulden (inkl. der Operating Leases)

– die börsennotierten Konkurrenten (Hornbach, Baywa) könnten sich so etwas nicht leisten

– Kingfisher kooperiert mit Hornbach und hat in UK genügend Probleme

– die Franzosen (Samse etc.) sind alle zu klein

– Metro halte ich ebenfalls für unrealistisch, die haben genügend Baustellen (Saturn)

– Für Home Depot sind vmtl. die MArgen in Deutschland viel zu niedrig (EbIT Marge bei Homedepot 8% vs. 4% bei Hornbach). Die kaufen wenn dann in Asien ein.

Fazit: Der Conference Call war sehr ernüchternd, den Sondereffekten werden weitere Sondereffekte folgen. Eine Übernahme als Ganzes ist eher unwahrscheinlich. Praktiker bleibt auf sich alleine gestellt. Das aktuelle Management scheint keinen Plan zu haben. Viel wird am neuen CEO hängen, der allerdings wenig Zeit haben wird und noch weniger Geld um das Ruder noch herum zu reissen.

Praktiker AG – Halbjahreszahlen 2011 – Cashflow & Liquidität

In der aktuellen Situation in der sich Praktiker befindet, ist der Cashflow das “A und O”. In diversen Kommentaren wird ja immer von der “komfortablen” Cashposition berichtet, die ja zum Halbjahr 300 Mio. EUR beträgt, oder wie manche so schön sagen würden “5,17 EUR Cash Pro Aktie“.

Dazu sollte man allerdings Folgendes anmerken: 150 Mio. EUR plus Zinsen müssen am 28.9. an die Gläubiger der Wandelanleihe gezahlt werden. D.h. man redet netto von 145 Mio. Liquidität die erstmal b.a.w. reichen müssen. Nochmal eine Anleihe emittieren dürfte schwierig werden.

Zurück zum Cashflow: In der Zwischenzeit habe ich das Free Cash Flow Modell von Praktiker noch etwas verfeinert. Im Vergleich zur alten Version (hier) bin ich der Meinung, dass man auch die Zahlungen an die Minorities und das Finanzierungsleasing vom Free Cashflow abziehen muss, da es sich um regelmässige Abflüsse handelt, die auch nicht einfach prolongiert werden können.

Vegleichen wir mal den operativen Cashflow Q2 2011 mit Q2 2010 in der folgenden Tabelle:

Q2 2011 Q2 2010
mn EUR    
Op. CF -17.0 74.6
Inv. -14.8 -14.7
Free CF -31.8 59.9
     
Delta WC 20.5 -82.0
Free CF / WC -11.3 -22.1
Zinsen -0.3 -1.7
Finanzierungsleasing -4.5 -4.3
Minorities -1.2 -1.2
Free CF adj -17.2 -29.3

Es zeigt sich auf den ersten Blick ein erschreckendes Bild: Der operative Cashflow ist um ca. -92 Mio. EUR schlechter als im Vorjahresquartal. Kummuliert sind wir da schon bei –117 Mio. operativen CF im ersten Halbjahr 2011 nach +74.5 Mio. im Vorjahreszeitraum.

Würde das in dem Tempo weitergehen, wäre relativ bald der Ofen aus, das nächste Frühjar würde Praktiker dann sicher nicht mehr überstehen.

Schauen wir uns die Entwicklung des Working Capital von Ende 2009 bis zum 30.06.2010 an:

Ende 2009 Q1 2010 Q2 2010
Vorräte 806.8 901.0 859.8
Ford. LuL 14.4 15.5 17.6
Verb. Lul 457.6 598.1 572.5
WC 363.6 318.4 304.9

Man sieht relativ schön, wie sich das Working Capital schon im ersten Quartal abbaut um dann im zweiten Quartal “abverkauft zu werden”, was dann entsprechend Cash freisetzt.

Deutlich schlechter sieht es dieses Jahr aus:

Ende 2010 Q1 2011 Q2 2011
Vorräte 789.3 961.6 924.2
Ford. LuL 12.5 15.5 12.0
Verb. Lul 450.8 589.6 524.0
WC 351.0 387.5 412.2

Praktiker muss also 100 Mio mehr Working Capital finanzieren als letztes Jahr. 2 Dinge fallen besonders auf:

a) Trotz geringerer Umsätze hat Praktiker mehr Vorräte aufgebaut wie im letzten Jahr, die man aber bislang nicht verkaufen konnte
b) Die Lieferanten scheinen nicht mehr so freigiebig zu sein mit ihren Zahlungszielen.

Das ist ein wichtiger Punkt: Die 145 Mio. verbleibender Cash können relativ schnell aufgebraucht sein, wenn die Lieferanten keine Zahlungsziele mehr gewähren. Zur Verdeutlichung:

–> die 527 Mio EUR Verbindlichkeiten aus LuL entsprechen bei einem Wareneinsatz von ca. 615 Mio EUR im 2ten Quartal einem Zahlungsziel von ca. (527/615)*90= 77 Tage.
–> eine Herabsetzung des duchschn. Zahlungsziels auf 60 Tage hätte zur Folge, dass Praktiker zusätzliche 116 Mio. Working Capital finanzieren müsste. Dann wäre der schöne Cash relativ schnell weg.

Jetzt kommt es darauf an, dass Praktiker relativ schnell sein Inventar zu einem annehmbaren Preis abverkaufen kann und die Lieferanten bei der Stange bleiben. Inwiefern das der Fall ist, kann ich allerdings nicht einschätzen. Unglücklicherweise sagt Praktiker auch nirgends wie hoch eingentlich die ungezogenen Kreditlinien sind, die momenatn das allerletzte Mittel wären.

Diese Erkenntnis könnte auch der Grund sein, warum der Kurs noch stärker fällt wie die Wochen zuvor:

Fazit: Die Liquiditätslage ist nicht annähern so komfortabel wie viele glauben. Wenn Praktiker sein Working Capital nicht in den Griff bekommt, ist nach der Rückzahlung der Wandelanleihe relativ schnell Ebbe in der Kasse. Für größere Investitionen ist ohne Kapitalerhöhung vermutlich eh kein Spielraum mehr. Wichtig wäre zu wisssen, wie hoch und wie lange verfügbar die Kreditlinien sind. Ohne diese Informationen ist die Situation eine Lotteriespiel.

Praktiker AG – Eine erster Blick auf die Halbjahreszahlen 2011 – Buchwert pro Aktie

Praktiker hat heute den Halbjahresbericht 2011 veröffentlicht.

Ins Auge fällt natürlich der Quartalsverlust von 5,30 EUR pro Aktie für das Quartal. Wer die vorigen Beiträge gelesen hat (hier und hier wundert sich natürlich nicht ganz so sehr.

Wenn man den Bericht so liest, würde man erstmal auf den Gedanken kommen, dass es ein paar Geschäftswertabschreibungen gab und sonst nichts.

Werfen wir mal zur Kontrolle einen Blick auf die Entwicklung des Tangible Book Values von Q1 auf Q2:

mn EUR Q2 2011 Q1 2011
EK 509.235 824.30
Minorities -1.239 -1.89
Firmenwerte -33.228 -192.70
sonst. Imm. -71.744 -72.70
latente Steuern -124.98 -133.00
Steuerst.anspr. -2.7 -65.00
Tangible Book 275.344 359.01
Tang Book per share 4.75 6.19
Book per Share 8.78 14.21

Der Rückgang des Buchwertes an sich entspricht dem Verlust, dass aber der Tangible Book auch -23% gesunken ist und auf nunmehr 4,75 EUR gefallen ist, erstaunt auf den ersten Blick.

Die Erklärung ist aber recht banal und auf Seite 7 aufgedrösselt:

– Firmenwerte wurden um 170 Mio reduziert

und jetzt wirds interessant:

– Das Anlagevermögen um 49 Mio abgeschrieben (Teil des “Tangible Books”)
für “belastende Verträge” 48 Mio. EUR zurückgestellt

Die “belastenden Verträge” sind wie mehrfach erwähnt die Verpflichtungen aus den Sell-Leaseback Veträgen. Hier wird auf Seite 7 weiterhin erklärt, dass man hier nur die “erwarteten zukünftigen negativen Cashflows” im Rahmen der Planung berücksichtigt hat.

M.E. sind hier evtl. Schliessungskosten o.ä. bei einer Restrukturierung dabei noch gar nicht berücksichtig. Wir hatten ja erwähnt, dass der Barwert dieser “potentiell belastenden Veträge” aus dem Operating Leasing 1,4 Mrd. EUR beträgt, die alle momentan noch ausserhalb der Bilanz sind. Die 48 Mio. Rückstellungen entsprechen im Prinzip nur 3,4% des NPVs dieser “Off Balance Sheet” Sachanlagen.

Zum Vergleich: Auf die “On Balance” Sachanlagen wurden ca. 10% abgeschrieben (49 Mio. vs. Bestand 480 Mio in Q1). Eine entsprechende Abschreibung auf die Operating Leases hätte also zusätzliche (6,6%*1.4 Mrd)= 92 Mio. EUR zur Folge und würde unserem 10% Szenario “auf alles” entsprechen, Tangible Book wäre dann irgendwo bei knapp 3 EUR.

Geradezu naiv ist die Einschätzung im Chancen und Risiken Bericht auf Seite 22:

Je länger die krisenhaften Zustände in Ländern des internationalen Portfolios andauern, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit einer Besserung. Ähnliches gilt für die Neupositionierung von Praktiker Deutschland.

Da klingt etwas nach eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit. Je länger man in Deutschland Verluste macht, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit auf einen Turnaround ? Gehts noch ?

Fazit: Die vorgenommenen Abschreibungen scheinen insbesondere im Bereich der Off Balance Sheet Leases eher “optimsitisch zu sein”. Der Buchwert nähert sich relativ schnell dem (sinkenden) Börsenkurs an. Eine Margin of Safety gibt es beim ökonmischen Buchwert inkl. der ausserbilanziellen Verpflichtungen vermutlich nicht.

Thrift Conversions / Privatisierung von Sparkassen – Teil 2

Nachdem im ersten Post ja aus Seth Klarman’s “Margin of Safety” zitiert wurde, habe ich noch einen Blog Post bei dem empfehlenswerten “Frog’s Kiss” Blog gefunden zum gleichen Thema.

Der Verfasser ist relativ und und betont, dass diese Privatisierungen nicht immer so positiv sind:

Just because Peter Lynch and Seth Klarman have singled out thrift conversions as a fertile hunting ground for investments, doesn’t mean that all conversions are brimming with investment potential. It’s kind of easy to determine that they are cheap with huge discounts to TBV, but you still need to consider whether or not the business is any good. Deposits are very important to banks, so it stands that examining them in greater detail is worthwhile in judging the bank’s overall attractiveness.

Fairerweise muss man sagen, dass Klarman in “margin of Safety” auch betont.

Nach Ansicht des Autors sollte man unbedingt zwischen einer Bank unterscheiden die im Prinzip Ok gemanaged ist und echten “Turn arounds”:

While I am interested in turnarounds of companies that are simply adapting their formula within reasonable parameters, I have a hard time considering thrift conversions turnaround candidates. I would differentiate between an improvement in operations from which many conversions benefit and a turnaround which implies that operations suffered from past mismanagement.

Ganz interessant sind noch die Details zur Finanzierung bei verschiedenen US Thrift Conversions.

Fazit: Trotz niedriger Price to Book Werte sind solche Bank Privatisierungen noch lange kein Homerun. Man muss sich genauso wie bei normalen Banken Gedanken um Asset Qualität und Finanzierung machen. Allerdings ist der Startpunkt (all other things equal) doch relativ attraktiv.

Erde an Netflix: Willkommen zurück

Netflix hat gestern nach Börsneschluss Zahlen gemeldet. Wie üblich EPS deutlich über den Analystenerwartungen (1.26 USD pro Aktie vs 1.12 USD). Dennoch schmiert die Aktie erstmal 10% ab.

Der Grund ? Netflix hat die Erwartungen leicht heruntergeschraubt. Zudem sind die Margen gesunken.

Ist das jetzt nur das übliche Spiel mit den Analsystenerwartungen wie bei Apple oder die Trendumkehr ? Keine Ahnung, aber ein wilder Ritt bleibt es trotzdem.

IPOs Bankia und Banca Civica – ein klassisches Seth Klarman Investment ?

Was bitte hat Seth Klarmann mit den IPOs von zwei Spanischen Sparkassen zu tun könnte man sich fragen ?

Die Antwort ist ganz einfach: In seinem 1991 erschienen Buch “The Margin of safety” (Pdf z.B. hier), gab es ein Kapitel dass ich nur oberflächlich gelesen hatte, aber irgendwo in meinem Hinterkopf hängen geblieben ist.

Konkret war es das Kapitel 11: “Investing in Thrift Conversions”. In diesem Artikel beschreibt er die Situation in den 80ern in den USA, wo während und nach der “S&L Krise” in USA, viele S&L oder Thrifts (im Deutschen klassische Sparkassen) in börsennotierte Gesellschaften gewandelt wurden.

Aus seiner Sicht wwar das eine besondere Situation und zwar aus diesem Grund:

So long as the thrift has positive business value before the conversion, the arithmetic of a thrift conversion is highly favorable to investors. Unlike any other type of initial public offering, in a thrift conversion there are no prior shareholders; all of the shares in the institution that will be outstanding after the offering are issued and sold on the conversion. The conversion proceeds are added to the preexisting capital of the institution, which is indirectly handed to the new shareholders without cost to them. In a real sense, investors in a thrift conversion are
buying their own money and getting the preexisting capital in the thrift for free.

Ein wichtiger Punkt den es zu prüfen gibt ist folgender:

Unlike many IPOs, in which insiders who bought at very low prices sell some of their shares at the time of the offering, in a thrift conversion insiders virtually always buy shares alongside the public and at the same price.

D.h. man sollte darauf achten, dass “Insider” an den entsprechenden Aktien beteiligt sind. Klar ist, dass man auch auf die Asset Qualität achten muss:

Many thrifts, of course, are worth less than their stated book value, and some are insolvent. Funds raised on the conversion of such institutions would pay to resolve preexisting problems rather than add to preexisting value.

Ein Grund für die damalige Unterbewertung war auch die fehlende Coverage durch Analysten:

Why were thrift stocks so depressed in the 1980s? The sell side of Wall Street has historically employed few thrift analysts, and the buy side even fewer. The handful of sell-side analysts on duty typically followed only the ten or twenty largest public thrifts, primarily those based in California and New York. No major Wall Street house was able to get a handle on all of the many hundreds of converted thrifts, and few institutional investors even made the effort. As a result, shares in new thrift conversions were frequently issued at an appreciable discount to the valuation multiples of other publicly traded thrifts in order to get investors to notice and buy them.

Als Beispiel bringt er noch die “Jamaica Savings Bank”, die anscheinend mit einem KBV von 0,47 emittiert wurde obwohl dem ein qualitativ hochwertiges Portfolio genenüber steht.

Sein Fazit dürfte generell auch auf Spanische Sparkassen zutreffen:

Thrift conversions, such as that of Jamaica Savings Bank, are an interesting part of the financial landscape. More significantly, they illustrate the way the herd mentality of investors can cause all companies in an out-of-favor industry, however disparate, to be tarred with the same brush.

Interessanterweise hat Klarman’s Firma Baupost gerade im Mai bekannt gegeben, das man ein Office in London eröffnen will um von den erwarteten “notverkäufen” zu profitieren:

Baupost Group LLC, a $24 billion Boston-based hedge fund run by Seth Klarman, will open its first overseas office in London this year as the sovereign deficit crisis prompts a wave of distressed debt sales, two people with knowledge of the plans said.

Jim Mooney, a managing director at Baupost, will oversee the operation to tap investments mainly in commercial real estate, structured products, corporate and debt that trades at distressed levels, said one of the people, who declined to be identified because the move hasn’t been made public.

Ich vermute mal nicht, dass Klarman in börsengelistete Aktien investieren wird, aber es zeigt doch, dass es hier eine größere Anzahl von möglichen Valueinvestments geben könnte.

Fazit: Die Privatitisierung der Spanischen Sparkassen könnte evtl. ähnlich den US Amerikanischen Vorbildern in den 80ern interessant sein. Allerdings muss man die einzelnen Unternehmen noch eingehend analysieren.

Fortsetzung folgt….

P.S.: Wer sich für (Deep) Value Investing interessiert und das Buch noch nicht gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen. Viel Besseres gibt es zu dem Thema nicht….

Magyar Telekom – Sondersteuer Ungarn niedriger ab 2013

Anfang der Woche hat der Parteichef der Regierungspartei ein Interview gegeben.

Interessant aus Sicht von Magyar Telekom ist der Satz hier:

On the special industry taxes, which were imposed last year and expire at the end of 2012:

“The extraordinary tax in this form will be discontinued, but the tax burden can’t end there. It does mean a reduction in the tax burden compared with the current extraordinary tax.

“The affected industries will continue to have a tax burden, but this shouldn’t exceed the European level. Tesco will have to proportionally pay as much tax as in other European countries or let’s say in the U.K.

Das sind eigenlich keine schlechten Nachrichten. Der Effekt aus der Sondersteuer war ja wie schon angesprochen ca. 27 HUF pro Jahr und Aktie. Je nachdem wo der finale Steuersatz dann landen wird, könnte dann die Divdende ab 2014 wieder deutlich steigen.

Der Kurs hat darauf eigentlich noch nicht reagiert, wie man am Chart gut sieht:

Vermutlich ist das für viele Analysten und Anleger uninteressant, weil die Dividende ja erst in 2 oder 3 Jahren steigen.

Interessanterweise ist der Forinth nach wie vor recht stark gegenüber dem Euro wie man an dem Chart sieht:

Fazit: Eigentlich eine recht gute Entwicklung aus Sicht von Magyar Telekom, die allerdings wenig Auswirkungen gezeigt hat. Das ist eine gute Gelegenheit um die Position in der nächsten Woche etwas aufzustocken.

Portfoliobereinigung – Verkauf Tsakos

Per heute wird Tsakos leider das Portfolio verlassen müssen. Hauptgrund ist die doch recht hohe Verschuldung, die m.E. der “Margin of Safety” abträglich ist, auch wenn Kennzahlen wie PE 10 von 4,6 und ein Price/Book von 0,42 eigentlich günstig aussehen. Zudem ist der Recherche Aufwand für die doch recht eigenen Gesetzen unterworfene Tankerindustrie auf Dauer zu hoch.

Verkaufskurs ist der VWAP von 9,28 USD oder 6,55 EUR (USD/EUR 1.416). Gegenüber dem Kaufkurs von 7.25 EUR und einer Dividende von insges. 0,22 EUR ist das ein Verlust von ca. 6,9%.

Die Cashquote steigt damit auf ca. 7,5%, das Einsammeln bei Total Produce und Hornbach (Updates siehe hier) geht leider nur recht langsam vor sich.

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