Category Archives: Value Stocks

Magyar Telekom – Sondersteuer Ungarn niedriger ab 2013

Anfang der Woche hat der Parteichef der Regierungspartei ein Interview gegeben.

Interessant aus Sicht von Magyar Telekom ist der Satz hier:

On the special industry taxes, which were imposed last year and expire at the end of 2012:

“The extraordinary tax in this form will be discontinued, but the tax burden can’t end there. It does mean a reduction in the tax burden compared with the current extraordinary tax.

“The affected industries will continue to have a tax burden, but this shouldn’t exceed the European level. Tesco will have to proportionally pay as much tax as in other European countries or let’s say in the U.K.

Das sind eigenlich keine schlechten Nachrichten. Der Effekt aus der Sondersteuer war ja wie schon angesprochen ca. 27 HUF pro Jahr und Aktie. Je nachdem wo der finale Steuersatz dann landen wird, könnte dann die Divdende ab 2014 wieder deutlich steigen.

Der Kurs hat darauf eigentlich noch nicht reagiert, wie man am Chart gut sieht:

Vermutlich ist das für viele Analysten und Anleger uninteressant, weil die Dividende ja erst in 2 oder 3 Jahren steigen.

Interessanterweise ist der Forinth nach wie vor recht stark gegenüber dem Euro wie man an dem Chart sieht:

Fazit: Eigentlich eine recht gute Entwicklung aus Sicht von Magyar Telekom, die allerdings wenig Auswirkungen gezeigt hat. Das ist eine gute Gelegenheit um die Position in der nächsten Woche etwas aufzustocken.

Portfoliobereinigung – Verkauf Tsakos

Per heute wird Tsakos leider das Portfolio verlassen müssen. Hauptgrund ist die doch recht hohe Verschuldung, die m.E. der “Margin of Safety” abträglich ist, auch wenn Kennzahlen wie PE 10 von 4,6 und ein Price/Book von 0,42 eigentlich günstig aussehen. Zudem ist der Recherche Aufwand für die doch recht eigenen Gesetzen unterworfene Tankerindustrie auf Dauer zu hoch.

Verkaufskurs ist der VWAP von 9,28 USD oder 6,55 EUR (USD/EUR 1.416). Gegenüber dem Kaufkurs von 7.25 EUR und einer Dividende von insges. 0,22 EUR ist das ein Verlust von ca. 6,9%.

Die Cashquote steigt damit auf ca. 7,5%, das Einsammeln bei Total Produce und Hornbach (Updates siehe hier) geht leider nur recht langsam vor sich.

Newsflow – kein schöner Tag (Fortum, Dräger)

Zwei mal Nachrichten zu unseren Portfolio Werten:

Fortum:
Hat heute Halbjahreszahlen gemeldet. Lag anscheinend unter den Erwartungen der Analysten und es ging dann gleich bis auf knapp unter 18 EUR runter. Das Ergebnis war von Sondereffekten geprägt, die aber alle POSITIV waren. Der Wachstumstreiber Russland läuft wohl gemäss den Erwartungen- Aus Value Sicht kein Handlungsbedarf.

Draeger:
Draeger hat heute die Guidance fr die EBIT Marge für das Gesamtjahr erhöht. Der Kurs der Vorzugsaktie ist in der Spitze um deutlich über 10% gestiegen, die Genußscheine nur um 2%. Das ist natürlich nicht gerade gut für unsere Vorzüge Short / Genußschein long Strategie. Fundamental hat sich aber an der Einschätzung zum eklatanten Misspricing nichts geändert.

Portfoliotransaktionen – Aufstockung Hornbach Baumarkt & Total Produce

Die nächsten Tage wird die Casposition (momentan ca. 5,3%) je nach Handels Volumen in Hornbach und Total Produce investiert. Wie schon beschrieben, setze ich die Anzahl der Käufe auf 25% des Tagesumsatzes hoch.

Ziel ist es, bei Hornbach auf 5% Portfolioanteil aufzustocken (aktuell 3,55%) und bei Total Produce auf 3% (aktuell 0,86%).

Edit:18.07.
Hornbach: Kauf (0,25*1.200)= 300 Aktien zum VWAP 52.78 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 134.694) = 33.517 Aktien zu VWAP 0.39 EUR

19.07.
Hornbach: Kauf (0,25*195)= 48 Aktien zum VWAP 52.95 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 328918) = 82.229 Aktien zu VWAP 0.395 EUR

20.07.
Hornbach: Kauf (0,25*566)= 141 Aktien zum VWAP 53.00 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 96.560) = 24.140 Aktien zu VWAP 0.404 EUR

21.07.-25.07.
Hornbach: Kauf (0,25*3.658)= 914 Aktien zum VWAP 52.94 EUR
Total Produce: Kauf (0.25* 1.052.645) = 263.161 Aktien zu VWAP 0.398 EUR

Portfoliotransaktionen – Verkauf ENI & Aufstockung Fortum

Per heute werden wir, wie beim Rückblick auf das erste Halbjahr angekündigt, schon eine erste Transaktion vornehmen:

Verkauf ENI, dafür wertgleiche Aufstockung FORTUM

Bei ENI ist unsere These von einem schnellen Rebound wg. Lybien nicht aufgegangen. Bei Fortum ist u.E. der Investmentcase intakt und die Sondersteuer eine gute Gelegenheit um nachzulegen.

Generell dürfte das Thema Sondersteuer bei Energieunternehmen und Versorgern in Italien evtl. auch noch mal ein Thema werden, in Finnland hat man das jetzt hinter sich.

VWAP wird noch nachgereicht.

Nachtrag:

ENI VWAP 13.07.: 15,57 EUR, Verkauf 20 Tsd Stück mit Erlös 311.400 EUR. AK 17,40 EUR, macht einen Verlust von -10,52% vor Dividende, nach Dividende -7,87%Fortum VWAP 13.07.: 19.17 EUR, Kauf 16 Tsd. Stück zu 306.720 EUR.
Nach Transaktionskosten erhöht sich der Cash dadurch um 3.680 EUR.

Praktiker AG – Teil 2 Free Cashflow

Wir hatten uns ja im ersten Teil schon mal festgestellt, dass im Falle eines Liquidationsszenarios die hohen Mietverpflichtungen (97% der Baumärkte sind angemietet) eine sehr große Unsicherheit beinhalten und es keine Margin of Safety bzgl. des Net Asset Values gibt.

Schauen wir uns als nächstes den Free Cashflow to Equity an. Ähnlich wie bei Hornbach macht es sicher Sinn, um Working Capital zu adjustieren, sowie auch die gezahlten Zinsen mit einzubeziehen. Die Zahlen sind ganz interessant:

mn EUR 2010 2009 2008 2007
Op. CF 90.6 83.3 112.4 198.8
Inv. -57.9 -71.4 -100.5 -121.0
Free CF 32.6 11.9 11.9 77.8
         
Delta WC -10.2 -19.7 22.9 23.8
Free CF / WC 22.4 -7.8 34.8 101.6
Zinsen -7.2 -6.1 -4.9 -4.3
Free CF adj 15.2 -13.9 29.9 97.3
         
         
Abschreibungen 70.0 66.3 70.2 62.9
Investitionen -57.9 -71.4 -100.5 -121.0
Delta 12.1 -5.1 -30.3 -58.1
         
Avg. Free CF 4J 32.1      
Avg. Free CF 3J 10.4    

Man sieht deutlich, dass in 2007 die Welt noch in Ordnung war. Dicker Free Cashflow, der Investitionscashflow ist allerdings ohne die Max Bahr Investition ausgewiesen, da wurden in 2007 ca. 360 Mio aufgewendet.

Bis einschliesslich 2009 wurde auch noch mehr investiert als abgeschrieben, erstmals in 2010 hat man sich dann quasi nochmals aus der “Substanz” bedient um noch einen positiven Free Cashflow zu erreichen.

Als Diskontierungssatz muss man bei Praktiker sicher auch einen höheren Satz als bei Hornbach ansetzen, statt 10% wären hier vermutlich 12-15% angemessen.

Das würde dann folgende mmögliche Bewertungsmatrix pro Aktie ergeben, wenn man entweder 2007 mit in den Durchschnit rein nimmt oder nicht:

3Y avg 4Y avg
12% Discount 1.49 4.61
15% Discount 1.20 3.69

Man sieht recht deutlich, dass auf Basis der letzten 3 Jahren unter Free Cashflow to Equity Gesichtspunkten der Fair Value eher in der Region 1,20-1,40 EUR pro Aktie wäre, 2007 mit eingerechnet wäre man bei 3,70 – 4,60, also auch keine besonders signifikante Margin of Safety gegen den aktuellen kurs von 3,50 EUR.

Als finaler Reality Check nochmal Q1 2011 vs. Q1 2010:

mn EUR q1 2011 q1 2010
Op. CF -100.05 -0.1
Inv. -16.5 -14.9
Free CF -116.6 -15.0
     
Delta WC 33.5 -45.9
Free CF / WC -83.1 -60.9
Zinsen -1.9 -0.15
Free CF adj -85.0 -61.1
     
     
Abschreibungen 18.2 17.3
Investitionen -16.5 -14.9
Delta 1.7 2.4

Man sieht sehr deutlich, dass 2011 im ersten Quartal der Free Cashflow auch Working Capital adjustiert noch eine deutliche Ecke schlechter war als im schon katastrophalen Jahr 2010.

Fazit: Rein aus Valuegesichtspunkten wäre die Aktie deutlich ÜBERBEWERTET, selbst beim jetzigen Kurs von 3,50 EUR. Auf der jetzigen Basis handelt es sich um eine reine Turnaround/Übernahmespekulation ohne Margin of Safety.

Portfoliotransaktion – Währungshedge CHF

Wir haben im Portfolio ja 3 Werte aus der Schweiz, die insgsamt gut 800 Tsd EUR oder 8% unseres Portfolio ausmachen.

– Nestle
– Pargesa
– Vetropack

Alles sind gute Werte, allerdings scheint der Franken derzeit etwas überbewertet zu sein. Wir schliessen deshalb heute Cash Neutral einen Forward 12 Monate für 800 Tsd EUR gegen CHF ab.

Beí einem aktuellen Spot von 1.1668 CHF/EUR liegt der Terminkurs für den 12 Monats Forward bei 1.1504 CHF/EUR, d.h. technisch verkaufen wir 920.320 Franken gegen 800.000 EUR mit Termin 11.07.2012.

Hornbach – erstes Quartal und Aktienrückkauf

Sehr erfreuliche Zwischennachrichten bei Hornbach.

Umsätze v.a. in Deutschland deutlich höher als im Vorjahr, das Ergebnis ist überproportional gestiegen.

Selbstverständlich hat auch das gute Wetter im März und April mit der Umsatzentwicklung zu tun, so wurde im Geschäftsbericht der Baumarkt AG das erste Quartal im Vorjahr so kommentiert:

Das erste Quartal 2010/2011 (1. März bis 31. Mai 2010), das wegen der hohen Umsatzbeiträge der Frühjahrssaison eine hohe Bedeutung für das Jahresergebnis hat, verlief für die 92 inländischen HORNBACH Filialen aufgrund der nasskalten Wetterkapriolen zunächst unbefriedigend und kam über ein Minus von 2,3% nicht hinaus.

Das aber nur ein Teil des Anstieges auf das Wetter zurückzuführen ist zeigt folgende Passage:

Die kräftigsten Umsatzimpulse kamen im ersten Quartal aus Deutschland. Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen in den letzten zwölf Monaten, legten die Umsätze hier um 11,9 Prozent zu. Damit schnitt Hornbach in diesem Zeitraum um mehr als sieben Prozentpunkte besser ab als der Branchendurchschnitt in Deutschland.

Vergleicht man das mit den katastrophalen Ergebnissen vund der Gewinnwarnung von Praktiker, könnte man fast auf die Idee kommen, dass Hornbach gerade preisbewusste Kunden von Praktiker gewinnt.

Gerade zu sensationell ist der Anstieg des Ergebnisses pro Aktie im ersten Quartal von 2.12 EUR pro Aktie auf 2,77 EUR pro Aktie, eine Steigerung um 30%. Anscheinend konnte Hornbach seine Marge halten und das trotz gestiegener Einkaufspreise, Energiekosten etc.

Vergleicht man das mit der Progose aus dem Geschäftsbericht

Die Ertragsentwicklung im HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern wird in den Geschäftsjahren 2011/2012 und 2012/2013 von der Ertragslage des Segments Baumärkte geprägt. Im Wesentlichen bedingt durch eine leicht niedrigere Handelsspanne, höhere projektgetriebene Verwaltungskosten und höhere
Voreröffnungskosten wird das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern der HORNBACH-Baumarkt-AG im laufenden Geschäftsjahr (2011/2012) voraussichtlich auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2010/2011 (119,1 Mio. €) liegen.

könnte man fast von “tiefstapeln” seitens des Managements sprechen, auch wenn sich dieser Antieg sicher nicht aufs Jahresergebnis hochrechnen lässt.

Eine zweite interessante Nachricht ist der angekündigte Aktienrückkauf für das Belegschaftsaktienprogramm. Demnach werden ab 8. Juli insgesamt 25 Tsd. Baumarkt Aktien angekauft.

Bei rund 1200 Aktien Umsatz pro Tag bislang in 2011 ist das schon relativ viel.

Fazit: Die gemeldeten Zahlen fürs erste Quartal sind bombenstark und deutlich über allen Erwartungen. Auch wenn sich der Anstieg sicher nicht auf das ganze Jahr hochrechnen lässt, dürfte das Jahresergebnis doch über dem Vorjahr liegen und damit besser als noch vor ein paar Wochen vom Management angekündigt. Der Aktienrückkauf dürfte zusätzlich den Kurs der Baumarktaktie nach unten absichern.

Fortum – Windfall Tax und Risiken regulierter Unternehmen

Eigentlich hat unser Depotwert Fortum alles richtig gemacht: Sie produzieren Strom hauptsächlich aus kernkraftwerken und Wasserkraft, kaum CO2 Ausstoss und sollten damit ein klarer Gewinner steigender Strompreise sein, denn die Konkurrenz muss ja demnächst für CO2 Belastung mächtig zahlen.

Nix da sagt die Finnische Regierung und implementiert flux eine “Windfall Tax”.

Fortum selber ist darüber nicht gerade erfreut.

Es wird darauf hingewiesen, dass es schon inkonsequent ist, zum einen CO2 Emissionen zu besteuern, dann aber auch gleich eine Sondersteuer für CO2 freie Energiegewinnung zu implementieren:

Emissions trading is the EU’s primary means for combating climate change: it is designed to increase the cost of fossil-fuel powered generation and to benefit CO2-free generation. After 2012, power generation will not receive any free emissions allowances and all allowances will be auctioned. From this, the Finnish State is estimated collect EUR 225–600 million annually depending on the price of the allowances. This fact is ignored in the Government´s programme. In Fortum’s opinion, it is important that energy taxation supports commonly agreed energy and climate policy that also the new Finnish Government strongly endorses. The proposed windfall and uranium taxes are direct support to fossil-fuel powered generation and therefore in obvious contradiction with climate goals.

Fairerweise muss man sagen, dass eine Sondersteuer schon mal 2009/2010 diskutiert wurde und dann erstmal auf Eis gelegt wurde.

Der Fortum Kurs sah in den letzten Tagen ähnlich wie Asian Bamboo aus:

Es stellt sich die Frage, ist der Kursrückgang gerechtfertigt ?

Rechnet man mal grob mit 120 Mio. Gesamtbelastung p.a. bei Fortum wären das bei 10% Kapitalkosten ungefähr 1,2 Mrd. EUR Barwert. Bei 888 Mio Aktien entsprechen die mindesten 3-4 EUR Kursrückgang aber einem Verlust der Marketcap von um die 3 Mrd. EUR. Man könnte also von einer Überreaktion sprechen.

Generell zeigt dass aber, dass in Zeiten knappen Kassen regulierte Industrien ein beliebtes Ziel für Sondersteuern sind, so z.B. auch bei unserem Wert Magyar Telekom, wo wir die Sondersteuer allerdings zum günstigen Einstieg genutzt haben.

So etwas könnte natürlich noch in weiteren Ländern bevorstehen, gefährdet wären Versorger und TelCos z.B. in den PIIGS Staaten.

Fazit: Beim Investieren in regulierte Industrien sollte man das Risiko des Staatseingriffes nicht ausser acht lassen, momentan gilt das v.a. für Versorger und zum Teil auch für TelCos. Allerdings können Kursbewegungen aufgrund solcher Eingriffe durchaus interessante Einstiegspunkte für längerfristig orientierte Valueinvestoren darstellen.

Disclosure: Verfasser hält selber Aktien von Fortum

Hornbach Immobilien Bewertung – Reality Check mit Hamborner / Obi Transaktion

Die Hamborner AG (ein im übrigen nicht uninteressanter Wert) hat heute veröffentlicht, dass man in eine Baumarktimmobilie für den Hornbach Konkurrenten OBI investiert hat.

Interessant ist dieser Part:

Duisburg, 17. Juni 2011 – Die HAMBORNER REIT AG expandiert wie angekündigt weiter. Nachdem Ende Mai bereits der Kaufvertrag über eine Einzelhandelsimmobilie in Langenfeld unterzeichnet wurde, kann die Gesellschaft nunmehr den Erwerb eines OBI-Baumarkts verkünden. Das rd. 11.400 qm große Objekt, das noch errichtet wird und dessen Fertigstellung für 2012 geplant ist, liegt in einem Gewerbegebiet im Stadtteil Brand, ca. 5 km südöstlich von der Stadtmitte Aachens entfernt. OBI ist seit rund 20 Jahren am Standort Aachen-Brand vertreten, gibt aber den bestehenden Markt auf, um sich an diesen neuen und attraktiveren Standort zu verlagern.

Verkäufer ist eine Projektgesellschaft der Schoofs Gruppe aus dem niederrheinischen Kevelaer, ein Projektentwickler, Bauherr und Bauträger für Fachmarktzentren, Baumärkte und Discounter. Die Bruttorendite liegt bei rd. 7,5 %.Mit der Akquisition in Aachen hat HAMBORNER damit in diesem Jahr bereits für rd. 33 Mio. EUR Kaufverträge unterzeichnet. Vier Objekte im Gesamtvolumen von rd. 58 Mio. EUR sind in 2011 zudem in die Bücher übergegangen. Weitere Ankäufe sind in Prüfung.

Schauen wir uns zum Vergelich nochmal die entsprechende Sektion im Hornbach Holding Geschäftsbericht auf Seite 79 an:

Der Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG verfügt zum Bilanzstichtag 28. Februar 2011 über Immobilien im In- und Ausland, die als Bau- und Gartenmärkte für eigene Zwecke genutzt werden, mit einem Buchwert von rund 383 Mio. €. Auf der Grundlage von innerbetrieblich verrechneten marktgerechten Mieten und einem Multiplikator von 13 sowie einem Altersabschlag von 0,6 % p. a. bezogen auf die Anschaffungskosten errechnet sich für diese Immobilien ein Ertragswert von rund
578 Mio. €. Nach Abzug der Buchwerte (383 Mio. €) ergeben sich rechnerische stille Reserven in Höhe von rund 195 Mio. €.

Fazit: Der Multiplikator von 13 bei Hornbach entspricht einer impliziten Bruttorendite von (100/13) = 7,70%. Das heisst die Immobilienbewertung bei Hornbach scheint selbst auf Basis der veröffentlichten Verkehrswerte noch auf der konservativen Seite zu sein.

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