Was wir lesen – Rückspiegel KW 14

Video: Seth Klarman

Glenview Capital: Annual Letter

Fairfax: Annual Letter

AxA Immoselect: Dubioses Umtauschangebot

China Frauds: Beitrag ValueView

Frostas Aprilscherz

Procter&Gamble verkaufen Pringles

Michael Burry: Vortragsnotizen

Charlie Munger und BYD

Qualitätsprobleme beim Buffett-Wert Johnson&Johnson

Damodaran zu Banken

Damodaran zu Katastrophen und Bewertungen

Die AIG Story

Ein potentiell interessantes Buch: “Predatory Trading and Crowded Exits: New Thinking on Market Volatility

St. Joe Company und der Leucadia Flugplatz.

DEGI (ehemals) offene Immobilienfonds – Update Q1 2011

Letzte Woche sind ja die Gesetzesänderungen für offene Immobilienfonds in Kraft getreten.

Für die bereits geschlossenen Fonds ändert sich dadurch bekanntlich ja nichts, da die Regeln erst ab 2013 greifen. Hinzu kommt, dass die neuen Regeln erst mit einer Vertragsveränderung der Fonds in Kraft treten können. Seine Vertragsbedingungen kann ein Fonds aber nur ändern, wenn er die Anteile an die KAG zurücknimmt. Die geschlossenen Fonds (SEB Immoinvest, CS Euroreal und Co.) können also erst auf die neuen Regeln umstellen wenn sie mindestens für ein paar Tage offen sind.

Etwas überraschend ist die Tatsache, das es insbes. bei den DEGI Fonds keine weiteren Verkäufe gab. Für den DEGI Europa wurde ja eigentlich die nächste Schüttung für Juli angekündigt.

Ganz interessant ist aber dieser Artikel von vor gut drei Wochen in dem der Chef von Aberdeen Deutschland ein paar interessante Aussagen macht.

Zum einen scheint man bei Aberdeen nicht mehr besonders an Retailfonds interessiert zu sein:

‘We don’t want to launch new retail funds and then close them soon after. The main difference with the retail side is that we can’t really control retail investors but we can talk to small groups of institutional investors. It creates a more predictable situation for us.’

So wirklich optimistisch ist auch die Aussage zum DEGI Intarnational nicht:

‘The DEGI International fund has been closed for a while now and when we review it in November we will be in a very similar situation as we were with Europa,’ said Leser.

The €1.3 billion DEGI Europa fund was liquidated in October last year after being closed since November 2009. Although Leser is hopeful this will not occur with the International fund it remains a possibility when the fund reaches its established reopening date this November ‘if we know we won’t get massive redemptions then we will reopen it,’ he said.

Interessant ist aber, dass im gleiche Artikel davon gesprochen wird, dass Aberdeen parallel drei neue Institutionelle Fonds auflegen möchte, darunter 2 Fonds die ein relativ ähnliches Profil zu DEGI Europa und International haben:

Two of the planned funds will be focused on the pan European property sector, mainly offices and retail units, while the third fund will focus on the German residential market.

Jetzt könnte man natürlich darüber spekulieren, dass diese doch recht ähnlichen Fonds evtl. per Portfoliodeal aus den Publikumsfonds “befüllt” werden. Das wäre vielleicht auch gar keine so schlechte Lösung, weil man dann z.B. weniger Vorfälligkeitsentschädigungen usw. zahlen müsste. Somit könnte man sowohl die weiter gehenden Abwertungen und die ausbleibenden Verkäufe bei den geschlossenen OIs erklären.

Wie gesagt aber nur eine Spekulation unsererseits.

Demnächst kommen hoffentlich mal die Jahreseberichte 2010 raus, dann wird auch eine aktualiserte Analyse folgen.

Core Value: Sysco – langweilig und gut – aber leider zu teuer

Wiki: Sysco Corporation is the largest foodservice distributor in North America. It distributes frozen foods, various canned and dry foods, fresh and frozen meats, seafood and poultry, imported specialties, and fresh produce. The company also supplies various non-food items, including disposable napkins, plates, and cups; tableware, cookware, restaurant and kitchen equipment, and cleaning supplies.

Eigentlich eine absolut langweilige Geschichte: Sysco beliefert alle möglichen Restaurants, Krankenhäuser, Schulen, Mensen u.a. mit Lebensmitteln, Fertiggerichten und Zubehör. Mit einem Marktanteil von 17% ist Sysco absoluter Marktführer und beliefert rund 400.000 Kunden mit rund 400.000 verschiedenen Produkten.

Gewinn und Umsatz sind im Gegensatz zur Story alles andere als langweilig:
In der 2000er Auflage vom “Intelligent Investor” ist Sysco in den Kommentaren aufgeführt. (Internet Stock vs. langweiliger Food Support)

Auch der Aktienkurs hat sich in den letzten 20 Jahren gut verzehnfacht, in den letzten 30 Jahren gut verhundertfacht:

Sysco wurde im Buch von Pat Dorsey als eine der klassischen Firmen genannt, die bei wachsendem Kundenstamm Mehrwert erzielt (Moat durch Netzwerkeffekte) und wird von Morningstar als eine der Firmen gelistet die einen dauerhaften “Wide Economic Moat” haben. Der Mehrwert resultiert hauptsächlich daher, dass für das Unternehmen bei mehr Kunden die Routen billiger werden und die Kosten sinken. Die Produkte werden von zahlreichen Knotenpunkten aus ins ganze Land gekarrt. Je mehr Kunden pro Fahrt (Fahrtkosten als zentraler Kostenpunkt) bedient werden könne, desto günstiger kann Sysco seine Produkte anbieten. Daher kann Sysco durch jeden neuen Kunden die Preise niedriger gestalten und durch günstige Preise mehr Kunden gewinnen. Noch mehr Kunden – noch geringere Kosten – und damit in Verbindung mit der Preissetzungsmacht im Schnitt deutlich höhere Margen als andere Anbieter. Ein Anbieter der Sysco das Wasser reichen wollte müsste 1. die Knotenpunkte teuer aufbauen und 2. den Kundenstamm replizieren. Das ist zumindest ein nicht ganz unbeträchtlicher Wettbewerbsvorteil…

Das Ganze lässt sich natürlich auch an einem sehr konstanten Cashflow (operativ und Free pro Aktie) und einer stetig hohen Gesamtkapitalrentabilität (CF/Total Assets) ablesen.

Auch wenn wir Sysco daher als sehr wertvoll und daher passend für unser Portfolio empfinden, vergleichen wir immer die beiden Komponenten Wert&Preis. Der Preis ist bei einem Kurs von 28 USD in etwa wie folgt:

Market Cap: 16,3 Mrd. USD

KGV: 13,5 (ok)
KGV3: 14,5 (ok)
KGV10: 18,7 (schon recht hoch)

KCV: 10,20 (ok)
KFCF: 15,8 (schon recht hoch)

KUV: 0.40 (sogar recht angenehm)
KUV*mittlere Marge: 16 (schon recht hoch)

KBV: 4,25 (sportlich)
EV/Ebit: 8,5% (relativ niedrig)

Dividende+Aktienrückkäufe: ~5% p.a.
Das Unternehmen kauf massig Aktien zurück und schüttet gleichzeitig eine (für US-Verhältnisse) hohe Dividende aus. Dies ist auch ein hinweis darauf, dass die Zeiten “massiven” Wachstums zumindest absehbar vorbei sind. Bilanz ist trotz Goodwill und etwas Schulden halbwegs solide und da der Cashflow recht hoch und extrem stabil ist – ist die Verschuldung akzeptabel.

Mit diesen Werten ist Sysco in dem von uns genutzen Bewertungsmodellen relativ fair bewertet. KGV und KCV sind akzeptabel, KBV und der Gewinn mit Mittlerer Marge recht hoch. Wenn wir das Unternehmen als solches kaufen könnten und uns garantiert würde, dass wir zu den gleichen Kennzahlen wie oben in fünf oder zehn Jahren auch verkaufen könnten – würden wir das Unternehmen tendentiell kaufen. Da wir aber nicht wissen, ob der Markt in fünf oder zehn Jahren bereit ist, solch hohe Multiples für das Unternehmen zu bezahlen ist uns das Risiko zu groß. Das Unternehmen könnte (und die Chancen stehen sehr gut) Gewinn und Eigenkapital innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln. (Auch weil sie die Preise an die Inflation anpassen können). Wenn aber die Multiples auf ein normales oder sogar unterdurchschnittliches Maß zusammenschrumpfen – wird sich die Aktie in zehn Jahren nicht unbedingt auch verdoppelt haben.
Diesen Zusammenhang haben wir auch bei Medtronic schon einmal vorgestellt. Nur weil ein Unternehmen gute Zahlen bringt – heisst es nicht, dass der Aktienkurs partizipiert, wenn die Aktie vor zehn Jahren einfach viel zu teuer war.

Aus diesem Grund nehmen wir Sysco erstmal nur auf die “Core-Watchlist” und hoffen, dass Mr. Market und irgendwann einmal nochmal günstigere Kurse beschert, so dass wir dieses wunderbare Unternehmen auch zu einem akzeptablen Preis kaufen können.

Guanxi revisited – die Dominosteine bei den US Chinesen fallen

Wir hatten vor gut 2 Monaten ja mal zum Thema China und Guanxi einen Beitrag verfasst.

In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Den Ausschlag hat vmtl. CCME gemacht. Nach einigen weiteren kritischen Berichten hat sich Mitte März dann sowohl der Wirtschaftsprüfer wie auch der CFO abgesetzt, seitdem ist die Aktie vom Handel ausgesetzt.

In der Zwischenzeit wiederholt sich dieser Vorgang beinahe täglich, heute zum beispiel bei Qiao Xing Universal Resources und Puda Coal .

Die Tage zuvor hatte Muddy Waters einen Bericht zu Duoyuan Global Water Inc. (DGW) herausgebracht und eine Firma namens China Century Dragon Media ist wenige Wochen nach dem IPO gleich wieder pleite gegangen.

Die Firma DEER versucht es mit einer Klage gegen den Blogger, aber das dürfte wohl nicht allzu erfolgreich sein.

Man muss sich tatsächlich die Frage stellen, ob überhaupt einer der “US Chinesen” “real” ist.

Interessant auch die Tatsache, dass relativ lange Verschwörungstheorien über die Verfasser verbreitet wurden, die Initiatoren und Pusher wie zum Beipiel Global Hunter bei CCME anscheinend ungeschoren davon kommen. Lediglich der CCME Analyst wurde einen Tag später gefeuert.

Die Schuld wird auch grundsätzlich bei anderen gesucht, z.B. bei Deloitte.

Zum Abschluss noch der Verweis auf einen Link den wir schon in unserer wöchentlichen Linkliste gepostet haben und der die wichtigsten Punkte zusammenfasst:

– immer skeptisch gegenüber Bilanzen sein
– wenn es zu gut ist um wahr zu sein ist es nicht wahr
– es ist kein Verlass auf wirtschaftsprüfer, egal wie renomiert sie sind
– nicht auf “sell side” Analysten verlassen, die haben meistens ein ungesundes Selbstinteresse und werden von den Unternehmen direkt oder indirekt bezahlt

Asian Bamboo GB 2010 – Teil 5: Rätselhafte Gewinne aus Marktveränderungen der biolog. Assets

Asian Bamboo zeigt für 2010 insgesamt einen Gewinn von 17,2 Mio. EUR aus der Veränderung der Marktpreise für Biologische Assets. Der Bestand der Biologischen Assets betrug zum Jahresanfang ca. 68 Mio. EUR, zum Jahresende fast glatt 100 Mio. EUR.

Eine Formel zur Berechnung wird leider nicht angegeben, daher gehen wir mal davon aus, dass sich die 17,2 Mio. auf den Jahresendbestand beziehen. Das wäre dann eine Veränderung von ziemlich genau 17%

Freundlicherweise gibt Asian Bamboo ja im Anhang unter Punkt 15. Die verwendeten Marktpreise für die verschiedenen Kategorien inkl. 2009 vergleichswert an.

Die Veränderungen dieser Marktpreise sind aber erstaunlicherweise alle deutlich niedriger. Im Einzelnen (GB S. 87):

Bambusstämme: 1,91 EUR pro Stamm nach 1,79 EUR in 2009 –> +6,7%
Wintershoots: 0,92 EUR /Kilo nach 0,89 EUR in 2009 –> +16,5%
Springshoots: 0,21 EUR/Kilo nach 0,19 EUR in 2009 —> +10,5%

D.h. alle Komponenten haben zum Teil deutlich weniger als die insgesamt ausgewiesenen 17% zugelegt.

Zudem werden die Währungveränderungen der Biologischen Assets an gleicher Stelle (S.87) seperat ausgewiesen, sie entsprechen mit 8,2 Mio für 2010 ziemlich 8% auf den Endbestand an Biologischen Assets.

Rechnen wir diese 8% positive Währungsveränderung GEGEN die in EUR ausgewiesenen Preise erhalten wir folgende Veränderungsraten:

Bambusstämme: =(1,91/1,79*0.92)-1 = -1,8% in Originalwährung
Wintershoots: (0,92/0,79*0.92)-1 = +7,1%
Springshoots: (0,21/0,19*0.92)-1 = +1.7%

D.h. währungsbereinigt sind die Preise für Bambusstämme sogar GEFALLEN, soviel zum Thema Inflationsprofiteur und Pricing Power…

Bleibt die Frage wie man mit den währungsbereinigten Veränderungen der Marktpreise von oben die ausgwiesenen 17% Gewinn bei der Bewertung der Biologischen Assets kommt. An geringeren Kosten kann es nicht liegen, die sind sogar überproportional gestiegen.

Asian Bamboo verweist darauf, dass anscheinend die Diskontierungsrate bei der Berechnung des Wertes der Bambusstämme von 13,6% auf 12,7% gesenkt wurde (wieso eigentlich ?). Dies dürfte aber keinen allzugroßen Einfluss auf die Fair Values haben, da die “Duration” ja maximal 5 Jahre ist und ein Prozent Veränderung maximal einen positiven Effekt von 5% auf den Fair Value der Bambusstämme erklären würden.

Fazit: Auf Basis der angegebene Marktpreise lassen sich die 17,2 Mio. Gewinn beim Fair Value der Biologischen Assets zumindest von uns nicht nachvollziehen, da die ausgewiesenen Marktpreise währungsbereinigt deutlich weniger gestiegen sind. Bambusstämme haben währungskursbereinigt anscheinend sogar Preisabschläge hinnehmen müssen. Die Story vom Inflationsprofteur scheint zumindest bei den Bambusstämmen nicht zuzutreffen.

Das verlängert die Fragesliste für die IR Abteilung nochmal beträchtlich.

Zhongde Waste – Deutsch-Chinese auf Talfahrt

Ein anderes in Deutschland gelistetes China-Unternehmen ist mittlerweile auf Talfahrt, Zhongde Waste :

Ohne jetzt die Firma genauer anzuschauen, fallen im Vergleich zu Asian Bamboo ein paar Sachen auf:

– der IPO wurde in beiden Fällen von Sal Oppenheim gemanaged (Zhongde im Juli 2007, Asian Bamboo im November)
– Hans-Joachim Zwarg (ehm. Phönix CFO) ist in beiden Unternehmen Aufsichtsratchef
– Herr Zwarg sitzt übrigens auch im Aufsichtsrat von HanseYachts, einem weiteren Unternehmen das in 2007 an die Börse gebracht wurde und gut -85% unter dem IPO Preis notiert.

Wie gesagt, nur eine Beobachtung, nicht mehr und nicht weniger.

Einhell: quick and dirty

Einhell hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2010 bekannt gegeben:

Einhell bleibt mit einem Kurs von ~40Euro daher sicherlich eines der gut&günstigen Unternehmen in unserem Portfolio. (Auch wenn man über die Qualität der Akkubohrer trefflich streiten kann 😉 )

Die wichtigsten Punkte fassen zusammen:

Der Einhell-Konzern hat im Jahr 2010 die Erträge wieder deutlich steigern können.

Mit einem Umsatz in Höhe von 365,4 Mio. Euro (315,7 Mio. Euro Vorjahr) übertrifft Einhell seine Ziele und Erwartungen für das Geschäftsjahr 2010.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 20,2 Mio. Euro (Vorjahr 14,2 Mio. Euro). Die Rendite vor Steuern konnte im Vorjahresvergleich gesteigert werden und beträgt 5,5% (Vorjahr. 4,5%). Im Geschäftsjahr 2010 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 5,9% (Vorjahr 5,7%) erzielt werden. Das EBIT beträgt 21,5 Mio. Euro (Vorjahr 18,0 Mio. Euro).

Der Konzernjahresüberschuss nach Minderheitenanteile erhöhte sich von 10,8 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro.

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA erhöhte sich von 2,9 Euro auf 4,3 Euro. (KGV ~9-10)

Aufgrund der sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat daher der Hauptversammlung am 17. Juni 2011 eine Dividende von 0,80 Euro je Vorzugsaktie und 0,74 Euro je Stammaktie vor.

Einhell konnte die verbesserten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nutzen und ist aufgrund des neu eingeführten Produktsortiments mit den Linien ‘Blue’ und ‘Red’ gestärkt aus der globalen Finanzkrise herausgekommen. Dies zeigt, dass Einhell über eine langfristige Strategie verfügt, die ein nachhaltiges und profitables Wachstum ermöglicht.

Mit einer Eigenkapitalquote in Höhe von 57,2% zum Bilanzstichtag verfügt der Einhell-Konzern über eine sehr solide Bilanzstruktur.

Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2011 plant der Einhell-Konzern eine weitere Umsatzsteigerung von 5-10%. Bei der Umsatzrentabilität erwartet Einhell eine mit 2010 vergleichbare Rendite vom Ergebnis vor Steuern.</blockquote>

Commerzbank- Kapitalerhöhung – Auswirkungen HT1 Anleihe

Die Ankündigung der doch recht komplexen Mega Kapitalerhöhung hat den CoBa “Tieren” doch noch einen netten Kurszuwachs beschert.

Auch die HT1 Anleihe konnte in den letzten Tagen nochmal gut zulegen auf zuletzt fast 87%.

Ohne jetzt auf die ganzen Details einzugehen ist die Kapitalerhöhung, sofern sie denn erfolgreich platziert wird, für den HT1 Anleger positiv.

Bislang war die komplette SOFFIN Einlage i.H. von 16 Mrd. EUR ja “pari passu” mit der HT1 Anleihe, d.h. jeder verdiente EUR musste im Prnzip mit diesen Anleihen geteilt werden. Mit der Umwandlung eines Großteil der Soffin Einlage in Aktien werden die HT1 Anleger strukturell besser gestellt, da die Ansprüche der Aktionäre auf den Gewinn nachrangig zu den Anleihen sind. Etwas überraschend ist der starke Anstieg für uns dennoch, weil die Zinszahlung ja auch ohne Gewinne garantiert war und auch die Heraufschreibung an sich vorrangig zu den Zinszahlungen auf stille Einlagen war.

Wir glauben, dass der Markt nun einfach eine deutlich höherer Wahrscheinlichkeit für ein positives HGB Ergebnis für das GJ 2011 annimmt und sich deshalb auch die Wahrscheinlichkeiten für Heraufschreibungen und Zinszahlungen bei den Nachrängen erhöhen.

Die jetzige Struktur und die Ankündigung der Coba, in 2012 eine Dividende zahlen zu wollen spricht dafür, dass die HT1 Anleger auch eine Heraufschreibung des Nennwerts auf 100% sehen werden.

Spätestens dann sollte die Anleihe dann auch Richtung Nominalwert gehen. Auf der jetzigen Basis wären das nochmal fast 15% Kurspotential, die wir gerne realisieren würden.

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