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Asian Bamboo Jahresbericht 2010 – Teil 1: Fehlerhafte Berechnung Gewinnwachstum EPS

Nun ist er draussen, der Asian Bamboo Jahresbericht 2010 und zwar hier.

Wie zu erwarten gibt es ein Feuerwerk an “kreativen” Buchungen nachdem die alte Praxis der “Biological Assets” nicht ganz IFRS konform war um es mal vorsichtig auszudrücken.

Die Erläuterung dazu im Anhang (Punkt 1.4) gehen über gut 4 Seiten und sind wirklich schwer verdauliche Kost.

Bevor wir aber dazu in den nächsten Tagen kommen zum Start mal ein kleines Bonbon:

Auf Seite 2 (“at a glance”) wird das Ergebnis pro Aktie für 2010 mit 2,29 EUR pro Aktie angeben, was angeblich einer Steigerung von 17% gegenüber dem Vorjahr (1,95 EUR) entspricht. Eine kleine Fussnote zum EPS sagt folgendes: “Calculated on the basis of 14,654,552 shares in FY 2010 and FY 2009

Äähhh Moment mal, gab es da nicht die ein oder andere Kapitalerhöhung in 2010 ?

Im Anhang wird das dann nochmal genauer erläuter unter Punkt 14.1.:

“The weighted average number of shares is calculated the following way. Up to the capital increase on 17 June 2010 there were
14.025 million shares outstanding less the 129.900 treasury shares. Then on 17 June 2010 1.4 million new shares were issued.”

Ok, das ist für 2010 also richtig, aber im 2009er Report rechnet man an der gleichen Stelle mit 12,896,403 Aktien für das Jahr 2009.

Ich glaube eines ist klar: Eine Kapitalerhöhung in 2010 ändert nichts an den durchschnittlich ausstehenden Aktien im Jahr 2009. Damit sind die ausgewiesenen Steigerungsraten beim EPS schlichtweg falsch und müssen geändert werden.

Die richtigen Werte wären:

Gewinn 2009 (restatetd gemäß GB 2010) 28.637 Tsd geteilt durch 12.896.403 durchschnittlich ausstehende Aktien im Jahr 2009 entspricht das einem angepassten EPS von 2,22 EUR pro Aktie.

Das ergibt dann eine Steigerungsrate im EPS von (2,29/2,22)= 3,1% anstatt der ausgewiesenen 17%, eine Differenz von -14%.

Zwischenfazit: Das ausgewiesene EPS für 2009 ist falsch berechnet, die ausgewiesene Steigerungsrate im EPS ist ebenfalls falsch und zwar um 14% zu hoch ausgewiesen. Asian Bamboo sollte das schleunigst ändern, sonst wäre das ein ganz klarer Fall für die “Bilanzpolizei”. Der Falschausweis einer solchen zentralen Erfolgsgröße gerade bei einem angeblichen Wachstumsunternehmen ist kein Kavalierdelikt sondern Irreführung mit Tendenz zu Schlimmeren.

Update: Der Vollständigkeit halber noch der Verweis auf die entsprechenden Vorschriften zu Berechnung des EPS aus IAS 33.

For the purpose of calculating basic earnings per share, the number of ordinary shares shall be the weighted average number of ordinary shares outstanding during the period.

Entscheidend ist die Formulierung “the period”. Wenn ich für die Periode 2009 EPS präsentiere muss ich auch die Anzahl Aktien dieser Periode zur Berechnung verwenden, alles andere wäre nicht IAS 33 konform.

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Opportunistic Short: Green Mountain Coffee Roasters (GMCR)15

Eine kurze Beschreibung aus Google Finance zu Green Mountain:

Green Mountain Coffee Roasters, Inc. is engaged in the specialty coffee and coffee maker businesses. The Company operates in two business segments: the Specialty Coffee business unit (SCBU) and the Keurig business unit (Keurig). SCBU sources, produces and sells more than 200 varieties of coffee, cocoa, teas and other beverages in K-Cup portion packs and coffee in more traditional packaging, including whole bean and ground coffee selections in bags and ground coffee in fractional packs, for use both at-home (AH) and away-from-home (AFH). Keurig is a manufacturer of gourmet single-cup brewing systems, targets its premium single-cup brewing systems for use both AH and AFH, mainly in North America. Its primary sales is from its Keurig single-cup brewing system, which includes its Keurig single-cup brewer, K-Cup portion packs used by the system, as well as related accessories. In May 2010, the Company acquired Diedrich Coffee, Inc.

Das ganze ist praktisch soetwas wie das Tassimo oder Nespresso-System:

Der Kurschart kennt seit Jahren nur eine Richtung und zwar steil nach oben:

Mit 8,3 Mrd. USD Market Cap ergeben sich folgende, sehr sportliche Kennzahlen (aus Yahoo Finance):

KBV 11,8 (699 Mio USD Equity)
KUV2010 6,14 (1,3 Mrd. USD Revenue)
KGV (Trailing) 110
EV/EBITDA 44

Ebit 2010: 138 Mio USD (KGV_ebit_2010: 60)
RoA 2010: 15,7% (Ebit/long.Assets)

Ein kurzer Vergleich mit dem Geschäftsbereich “Nespresso” (Hauptsächlich Nespresso, Nestlé Professional und weltweit verwaltete Joint Ventures im Nahrungsmittel- und Getränkebereich.) von Nestle, die wohl zum absoluten Premium Segment und zu einer der besten Firmen weltweit gehören:

Umsatz: 10,9 Mrd. CHF (10% des Gesamtumsatzes)
Ebit: 1,7 Mrd. CHF (10,5% des Gesamtebits)
Aktiva: 4,8 Mrd. CHF (RoA: 35%)

Nestle: Market Cap: 178,7 Mrd. CHF
Bei angenommener 10% Gesamt-Marketcap = 17,8 Mrd. CHF (~16 Mrd. USD) Market Cap
KGV_ebit_2010: ~10
KUV: 1,63

Wie es sich für ein Wachstumsunternehmen gehört, wird fleissigst akquiriert, zuletzt nach einem Wettbieten mit dem Konkurrenten Pete’s wurde in 2010 für 290 Mio USD Diedrich Coffee gekauft. Laut letztem 10-K hat Diedrich in 2009 62 Mio USD Umsatz und 1,5 Mio USD Gewinn gemacht. 2008 fiel ein Verlust von 13 Mio USD an. “Schnapper!”.

Den Vogel hat Green Mountain jetzt aber vor 2 Tagen abgeschossen, mit der Bekanntgabe, dass Starbucks für das GMCR Kapselsystem produziert. Der Kurs sprang um über 40% nach oben, der Starbucks Kurs auch um 7%.

Im Interview mit dem Starbucks CEO fällt aber auf, dass in der Mitte des Videos der CEO erklärt, dass man sich sowohl lokal wie auch international nach weiteren Kooperationen im Kapselbereich umschaut. So ganz exklusiv scheint der Deal dann doch nicht zu sein. Auch zu den Konditionen wurde nichts bekannt.

Warum aber soll man den Wert gerade jetzt shorten ? Er ist zwar teuer aber was solls ?

Kommen wir jetzt mal zu einem sehr interessanten Blog, dem White Collar Fraud Blog. Das Blog betreibt Sam Antar, ehemals CFO von “Crazy Eddie“, einer der größten Betrugsfälle am Amerikanischen Kapitalmarkt der 80er und 90er Jahre. Für seine Mitttäterschaft musste er in den Knast. Im Blog wendet er sein damals erworbenes Buchhaltungswissenauf suspekte Unternehmen an.

Green Mountain ist seit einiger Zeit einer seiner “Lieblinge”, einige sehr interessante Artikel findet man hier oder auch hier die ein denkbar schlechtes Licht auf das Accounting der Firma werfen. Es ist unter anderem von “Black Hole” Firmen die Rede, von hunderten von Lastwagenladungen die unbestellt weggefahren werden damit sie als Umsatz verbucht werden können usw. Eine Untersuchung durch die SEC scheint derzeit auch zu laufen.

Kein Wunder, dass der Short Interest (also Shorts vs. ausstehende Aktien) bis vor kurzem bei satten 25% des Freefloats lag. Dies wiederum erklärt auch den Kurssprung nach der Starbucks Meldung. Den Geruch der verbrannten Shorties kann man sogar noch über den Atlantik hinweg riechen. Andererseits könnte das aber ähnlich wie bei Netflix nach dem Tilson Ausstieg gerade jetzt eine gute Chance für einen Short sein. Einen entsprechenden Kommentar kann man z.B. hier lesen.

Dennoch glauben wir, dass auf dem aktuellen Kursniveau von knapp 60 USD eine Shortposition in Höhe von 2% des Portfolios, gepaart mit einem Long in Höhe von 2% auf Nestle mehr Chancen als Risiken beinhaltet. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass es uns bei einem Short nicht zwangsweise auf fallende Kurse ankommt. Wichtig ist, dass die Aktie zukünftig langsamer steigt als das Portfolio aus wunderbaren Unternehmen, dass wir zusammengestellt haben.

Portfolio vom 12.03.2011

So – es hat etwas länger gedauert das alles zusammenzuraffen. (Verdammte Durchschnittsbildung – jetzt sollte es aber “schön” sein. )

Wie sich in der Woche schon abgezeichnet hat: Das Portfolio liegt erstmals vor seiner Benchmark.

Sah es letztes Mal noch so aus:
MMI&M Portfolio: +2,49%
Benchmark: +3,95%
DAX: 3,95%
MDAX: 1,00%
Eurostoxx: 6,00%

Sieht es jetzt so aus:
MMI&M Portfolio: +1,79%
Benchmark: +1,02%

DAX: 0,97%
MDAX: -0,88%
Eurostoxx: 2,99%

Es zeigt sich auch: Der Drägerwerk Hedge – war bisher in Summe erfolgreich: Die VZ-Aktien sind zwar um 0,79% oder 1824 € gestiegen (Verlust im Short), die Genüsse sind aber weit deutlicher gestiegen, so dass sich der Wert seit Beginn des Sicherungsgeschäfts um 15.000 Euro oder rund 0,15% des Gesamtportfolios positiv entwickelt hat.

Netflix – Update

Schon interessant wie klar manche Sachen im “Rückspiegel” sind.

Unsere ursprüngliche Shortposition hatten wir ja in Anlehnung an den Whitney Tilson Short Case eingegangen.

Dann hatten wir ja berichtet, dass Whitney Tilson seinen Short entnervt gecovered hatte.

Ein schneller Blick auf den 3 Monats Kurs Chart zeigt, dass 2 Tage nach Bekanntgabe von Tilson (12. Februar), den Short gecovered zu zu haben, der Netflix Kurs sein absolutes Maximum am 14. februar mit 247 USD erreicht hatte:

netflix

Kurz danach ging es dann steil abwärts.

Jetzt, auf dem Weg nach unten kommen plötzlich weitere kritische Stimmen wie die von Goldman Sachs, die auf eine aktuelle Kooperation von Warner und Facebook verweisen.

Klar war und ist, dass Netflix zwar ein gutes Unternehmen ist, aber keinen “moat” vorweisen kann, der die aberwitzige Bewertung rechtfertigt. Die Eintrittsbarieren im Video Streaming sind relativ gering und die potentielle Konkurrenz ist groß.

Eine weitere Lehre: Auch bei absoluten Value Gurus wie Tilson läuft nicht alles 100%, Timingprobleme haben auch die Profis. Für “fundamentale” Shorts braucht man einen langen Atem, den wir hoffentlich haben.

Kabel Deutschland Aktienplatzierung & Goldman Sachs

Tja, was für ein Zufall aber auch. Im Dezember nimmt Goldmann Sachs Kabel Deutschland auf seine Conviction Buy Liste.

Ende Februar erhöht man das Kursziel dann nochmal ein wenig. Mit 57,10 EUR Kursziel liegt man einsam an der Spitze aller 20 bei Bloomberg verfügbaren Analystenschätzungen.

Als Belohnung darf jetzt Goldman 20 Mio Aktien oder knapp 800 Mio EUR der “Heuschrecke” platzieren.

Das Ganze natürlich lt. Pressebericht aus ausschliesslich altruistischen Motiven:

With that placement, more than 70 million shares representing approximately 78% of the Company’s total 90 million shares are in the free float, increasing liquidity in the stock and strengthening the Company’s MDAX ranking.

Da Goldman in der Regel 2-3% Fee für so einen Deal nimmt, sind das mal schlanke 15-20 Mio. EUR Gewinn für die Goldies. Wer sich jetzt wundert, warum der Markt so an den 38 EUR klebt

Für die Fees müssen die Goldies natürlich ein wenig den Markt stabilisieren, damit die armen Fondsmanager die die Aktien gekauft haben nicht gleich ganz blöd aus der Wäsche schauen. So wie man Goldman kennt, nutzen sie dazu wahrscheinlich auch noch Kundengelder.

Zusätzlich hat man natürlich bei der “Heuschrecke” einen Fuss für weitere Kabeldeals in der Tür. Schon clever die Jungs, das hätte wohl selbst “Stock Operator” Jesse Livermore nicht besser gekonnt.

Ausserdem auch ein guter Hinweis mit welchen Beweggründen solche bullischen Analysen geschrieben werden.

Shortselling: Pro & Contra

Da wir immer wieder Anfragen zu unseren Leerverkäufen bekomen, wollen wir nochmal ausführlich die Rationale hinter unseren Shortpositionen erklären. Eine interessante Sichtweise dazu hat Seth Klarman in seinem 2010er Shareholder Letter dargelegt. Link. Die beiden größten Problem bei Leerverkäufen sind zum einen der negative Erwartungswert und zum anderen das potentiell unendliche Verlustrisiko.

Da Aktien im langfristigen Mittel steigen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man bei einem Leerverkauf – auf lange Frist Geld verliert. Selbst wenn man sich mechanische Strategien von O’Shaugnessy und Co. anschaut, haben selbst die schlechtesten, bzw. teuersten Aktien noch einen leicht positiven Erwartungswert. Hinzu kommt, dass eine Aktie theoretisch unendlich steigen kann. Einem Kursgewinn von 100, 200 oder gar 1000% steht der Leerverkäufer machtlos gegenüber und muss entweder weitere Sicherheiten beibringen (Margin Call) oder seine Position schließen. VW war ein sehr gutes Beispiel. Ein Leerverkäufer der bei 200€ (da war die Aktie schon extrem teuer) leerverkauft hatte, hätte selbst bei einer nur sehr kleinen Position von bsp. 2% des Depotvolumens – nach einem erzwungenen Verkauf bei ~1000 € einen Impact von rund 10% bezogen auf das Gesamtvolumen gehabt.

Dennoch ist es aus unserer Sicht sinnvoll, passende Werte leer zu verkaufen. Dabei meinen wir – im Sinne unserer Deposteuerung – ernsthaft die Aktien zu leihen und dann an der Börse zu verkaufen. Wir meinen NICHT eine Spekulation auf fallende Kurse über Optionen oder über Knock-Out Zertifikate. Denn die Rationale hinter unseren Shortpositionen ist ja, dass wir aus dem Leerverkauf Geld erhalten und dieses gleichzeitig in ein breit diversifiziertes Portfolio “guter” Unternehmen anlegen. Wir wollen also nicht zwangsweise an fallenden Kursen verdienen, sondern es reicht uns schon, wenn die leer verkaufte Aktie einfach nicht steigt, während unser Portfolio ein positives Ergebnis erzielt. Dann hätten wir das Geld “kostenlos” geliehen und es gewinnbringend angelegt. Dieser Leverage-Effekt kann sehr ansehnliche Effekte erzielen – er kann aber natürlich auch gegen uns laufen!

Letztlich stellt dies in Ansätzen eine marktneutrale Strategie dar. Fällt beispielsweise der breite Gesamtmarkt (und die leerverkaufte Aktie) um 10% und fällt unser Portfolio nur um 5%, dann hat sich der Short gelohnt. Es kommt letztlich auf die relative Performance zwischen leerverkaufter Aktie und Portfolio an.

Eine weitere Funktion des Leerverkaufs kann sehr gut über den Drägerwerk Short gezeigt werden. Unsere Investmentthese ist ja, dass die Genussscheine im Verhältnis zu den Vorzugsaktien unterbewertet sind. Je höher die Genüsse und die Aktien steigen, desto unsicherer sind wir hinsichtlich der Margin of Safety die in unserer Position enthalten ist. In dem wir die Genüsse kaufen und die Vorzüge leer verkaufen haben wir einen Hedge, bzw. eine Arbitragespekulation hergestellt, der alleine auf die Differenz zwischen Vorzügen und Genüssen abzielt. Fallen die Vorzüge um 50% und die Genüsse nur um 25% (Ausweitung des Spreads), dann würde sich der “Hedge” netto positiv entwickeln. Aktuell mit steigenden Genüssen heute (~150€) und fallenden Vorzugsaktien haben wir natürlich (glücklicherweise und ungeplant) einen Ergebnisbeitrag von beiden Seiten der Hedgeposition. Letztlich wären wir unter Chance/Risikogesichtspunkten aber nicht “traurig”, wenn Genüsse und Vorzüge im Kurs unverändert blieben und wir über die wesentlich höhere Ausschüttung der Genüsse eine positive Rendite erwirtschaften würden.

Asian Bamboo – “Starke” vorläufige Zahlen 2010?

Das macht schon mal Laune für die die Woche: Die Meldung von Asian Bamboo per heute, besonders schön die Überschrift die man selber gewählt hat:

Asian Bamboo meldet starke vorläufige Geschäftszahlen für 2010

Ich hatte mich verlesen und dachte zunächst “stark vorläufige” Zahlen 😉

Zu den nackten Zahlen:

Konzernjahresüberschuss steigt im Jahresvergleich um 9% auf 31,6 Mio. EUR (2009/angepasst: 28,9 Mio. EUR); die Nettoergebnis-Marge beträgt 42%

Damit haben wir also 2.04 EUR pro Aktie ohne die “Biological Asset” Luft und eine angebliche Wachstumsrate von 9% zum (angepassten) letzten Jahr. Schaut man ber in den Geschäftsbericht von 2009 kann man sich zwei Zahlen als 2009er Ergebnis ausssuchen. Das damalige “bereinigte” Ergebnis betrug aber 2,16 EUR pro Aktie (ohne Biologische Assets) und war damit höher als das gemeldete 2010er Ergebnis.

Des Rätsels Lösung ist natürlich die stark angestiegene Zahl der ausstehenden Aktien. Ganz so stark sind die Zahlen also dann wohl doch nicht. Trotz steigenden Anbauflächen sinkende Gewinne pro Aktie und dafür ein sportliches KGV.

Ganz so stark finden die Anleger die Zahlen auch nicht.

Der in USA gemeldete Short Interest ist übrigens per 15.02. nochmal deutlich gestiegen:

Mit 734 Tsd. Stück ist jetzt immerhin schon 10% des Free Floats leer verkauft.

Es bleibt spannend.

Transaktionen zum 23.02.2011

So jetzt gibt es – wie angekündigt – einige Änderungen:

Ensco verkaufen wir – und ersetzen es durch Noble. Gleiche Branche ähnlich billig – keine Übernahme. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Ölförderung in Zukunft nicht einfacher wird und die Rigs auch langfristig ausgelastet sein sollten.

Wir kaufen weitere Dräger Genüsse und hedgen die Gesamtposition durch die Dräger Vorzugsaktie. So kommen wir in den Genuss (haha!) der höheren Ausschüttung und einer (hoffentlich) anhaltenden Divergenz von Aktien und Genüssen.

Bei AIRE sind heute nach 27 Aktien in der Vorwoche heute rund 27 Tsd Aktien umgegangen!

Auf Grund der Turbulenzen in Libyen kaufen wir eine kleine Position (2%) ENI. Das Unternehmen ist so schon günstig – und durch den Konflikt in Nordafrika noch weiter unter die Räder gekommen. Ein Artikel hierzu wird in den nächsten Tagen folgen.

Ein aktueller Portfoliostand wird zum Wochenende eingestellt.

Name VWAP VWAP_VOLUME 15% Anzahl Aktien max. Volumen
DRAEGERWERK AG – PFD 60.54 € 26737 4010.55 242,781.45 €
DRAEGERWERK AG-GENUSSCH D 143.49 € 2123 318.45 45,693.18 €
ENI SPA 17.20 € 32692506 4903875.9 84,332,934.63 €
ENSCO PLC-SPON ADR $53.21 2417036 362555.4 19,291,391.56 $
NOBLE CORP $42.71 3061603 459240.45 19,611,863.42 $
         
AIRE GMBH & CO KGAA 9.06 € 26755 4013.25 36,339.98 €

Kabel Deutschland – Aktuelle Zahlen

Kabel Deutschland meldete heute Zahlen. Die Originalmeldung beginnt mit folgendem Absatz:

Kabel Deutschland mit einem Zuwachs beim EBITDA von +12.6% auf Euro 185 Millionen im dritten Quartal auf gutem Weg zur Erreichung der Jahresziele

Also Top Zahlen, oder ?

Die Wirtschaftspresse macht daraus “ein solides 3 Quartal

Wachsende Kundenzahlen, was will man mehr ?

Liest man ein bischen weiter, versteckt sich folgender Absatz:

The Company posted a net loss of €43.9 million for the nine months ended December 31, 2010 (€22.3 million net loss in the same period last fiscal year), negatively affected by the €47 million one-time fees and costs related to the refinancing of the Company’s 2014 Senior Notes.

Aha, also steigender Umsatz, steigende Kundenzahlen und steigender Verlust ? Natürlich ist das ein Einmaleffekt…

In der Pressemitteilung wird ferner davon gesprochen, dass man erfolgreich die Schulden abgebaut hätte. Schaut man aber mal in den 9 Monatsbericht, sieht man dass die Finanzschulden zwar in den letzetn 6 Monaten insgesamt um ca. 160 Mio zuürckgegangen sind, der Cashbestand dafür aber gelich um 210 Mio.

In der Cashflowrechnung sieht man auch deutlich, dass jeder eingenommen Euro in die Schuldentilgung gesteckt werden muss. Interssanterweise reagiert der Markt relativ schwach auf die Nachricht:

Ob das am schwachen Gesamtmarkt liegt ? Das wird sich zeigen, wir fühlen uns trotz Buchverlusten nicht wirklich unwohl mit der Shortposition.

Was wir lesen – Rückspiegel KW7

Wie in anderen Blogs üblich wollen wir hier eine Linkliste erstellen und einige lesenswerte Beiträge oder Artikel die wir gelesen haben:

Die alten Buffett-Partnership Letters 1959-1969

Whitney Tilson Partnership Letter – Januar 2011

Kurzübersicht Netflix – Tilson covert seinen Netflix Short

Pabrai Investment Funds – Annual Meeting Mitschrift

Zwei gute Paper zu mechanischen Anlagestrategien

Mechanische Anlage nach Kurs/Free-Cashflow < 15 im DOW (Danke Raynar)

SIA-Letter Dezember 2010 zu Medtronic

Übersicht zu Citron-Research Shorts

Newsletter des Graham&Dodd Lehrstuhls (Interessante Aspekte zum HighFrequenzy Trading)

Ein paar interessante Links von James Montier

Ein paar interessante Links von Micheal Mauboussin

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