Opportunity: Ameron (AMN)

Anbei wollen wir auch Ideen einstellen, die dann nicht den Weg in das Portfolio gefunden haben. Manachmal sind auch solche Unternehmen für eine spätere Begutachtung nochmal gut. Je tiefer man in ein Unternehmen einsteigt, desto mehr interessante Sachen findet man – und wenn man diese Gedanken auch noch im Blog aufschreiben kann hilft das beim eigenen Investmentprozess. Denn nur wenn man seine Kerngedanken aufschreibt und später überprüft, kann man wirklich erkennen, ob sich die These bewahrheitet oder nicht. Das ist einer der Gründe warum wir dieses Blog führen!

In den vergangenen Tagen haben wir uns mit Ameron beschäftigt. Ameron ist eines der wenigen Unternehmen, die aktuell noch im Graham-Teil des “Guru-Screeners” der Nasdaq zu finden sind. (Der Graham-Screener ist für US-Aktien wirklich genial! In 2007 waren ebenfalls wie heute nur wenige Aktien in der Kategorie “Graham – Strong” aufgeführt. (Aktuell sind 7 Unternehmen am US-Markt – darunter Ensco (nach der Fusion wohl nicht mehr), Benetton ADR und Sanofi Aventis ADR) Im Markttief 2009 konnten im Screener weit über 50 Werte gefunden werden. 12/2009 waren es schon nur noch 15 Werte. )

Ameron ist ein Konglomerat, dass seine Geschäfte in verschiedenen Sparten tätigt.
Vor allem ist man in Pipelines aus Glasfasern, Wasserrohren, Stahlrohren für Windkraftanlagen unterwegs.

(Alle Bilder aus dem Geschäftsbericht finden sich hier). Dazu kommen ein Joint Venture an einem Stahlwerk und ein Zementwerk auf Hawaii. Bei der Betrachtung des Umsatzes muss man bedenken, dass 2006 ein Geschäftsbereicht mit rund 200 Mio Umsatz verkauft wurde. Das Cash der Transaktion wird seitdem “mitgeschleppt”.

Anders sehen hingegen die Gewinne aus, die in den vergangenen Jahren ordentlich gesteigert wurden.

Das Unternehmen war während der letzten 10 Jahre immer profitabel!

Der Umsatz (% Gesamtumsatz) [ROA in %] teilt sich in wie folgt auf:

2010:
Fiberglass Composite Pipe: 244 Mio (48%) [18,5 %]
Water Transmission: 138 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 121 Mio (24%) [10,8%]

2009:
Fiberglass Composite Pipe: 225 Mio (48%) [21,6%]
Water Transmission: 177 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 144 Mio (24%) [10,8%]

2008:
Fiberglass Composite Pipe: 274 Mio [29,4%]
Water Transmission: 215 Mio [neg.]
Infrastructure Products: 179 Mio (24%) [13,9%]

hingegen war es vor 2005 völlig anders!

2002:
Fiberglass Composite Pipe: 88 Mio (16%) [7,2%]
Water Transmission: 145 Mio (27%) [23%]

Fällt hier was auf?!?

Klar in den vergangenen Jahren war das Glasfaser-Pipeline bauen absolut profitabel, während mit Wasser praktisch nichts verdient werden konnte.

Die Kennzahlen bei einem Kurs von 71 USD sind wie folgt:

Market Cap: ~660 Mio USD.
KGV2010: 13,7
KGV3: ~10
KGV10: 15,7

KUV: 1,19
KBV: 1,30
Goodwill: keiner

KCV: ~6,5
ROCE: 10,25%
EV/Ebit: 11,50%
EV/Ebit3: 9,40%

2010: 3 USD Sonder Cash Dividende.
Sonst eher <2% (Owner Earnings = Dividende+Buybacks-Kapitalerhöhungen) 10y: ~1,5%p.a.
Jetzt ist ein klassisches Industrieunternehmen mit diesen Werten nicht unbedingt "super Spannend" oder besonders aussichtsreich. Nach einem von uns eingesetzen Screening-Modell liegen die Stärken von Ameron insbesondere in der finanziellen Position (Keine Schulden – ordentlicher Cashflow) Die Schwächen liegen in der insgesamt mittelmäßigen EK-Rentabilität des Gesamtgeschäfts (Cash wird schon länger rumgeschleppt und nicht produktiv investiert), stark schwankenden Margen und mangelnder Kapitalverwendung (Für den Cashberg wenig Ausschüttung, keine Aktienrückkäufe und ein wenig Verwässerung). Das Screeningmodell sieht einen ersten Anhaltspunkt für einen fairen Wert bei rund 90 USD oder rund 26% Upside. Alles in allem auf den ersten (tieferen Blick) nicht genug Sicherheitsmarge um sich an dieser Firma zu beteiligen.

Jetzt kommt aber hinzu, dass ein Hedgefonds (Barrington Group) in einem offenen Brief an die Ameron Aktionäre schwere Vorwürfe gegen das Ameron Management vorlegt und auf der Hauptversammlung einen Platz im Board erreichen will. (“Proxy Fight”) Der Brief ist durchaus lesenswert und listet folgende Punkte auf:

Ameron sollte sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren.
4 Geschäftsbereiche die teilweise nichts miteinander zu tun haben sind zuviel!

Sie fordern eine Desinvestition des Stahlwerks und der Hawaii-Division

Die Kosten sind erheblich höher als im Konkurrenzvergleich (Kosten/Umsatz 6% vs. 3% bei anderen Unternehmen in der Größe)

Over the past six years alone, Ameron has paid its top five executives over $77 million in total compensation. (Bei einer Market Cap von 660 Mio USD)
The cumulative compensation paid to you as CEO of Ameron from 2004 through 2008 is approximately 9% of the Company’s current enterprise value. In contrast, the average cumulative compensation paid to the chief executives of the Peer Group over the same period is approximately 1% of the Peer Group’s average enterprise value.(4)

Riskmetriks (eine sehr bekannte und gute Analysefirma) gibt ein D für Corporate Governance

In Summe hört sich die ganze Idee durchaus sinnvoll an, insbesondere dann wenn man bedenkt wieviel Geld der Vorstand erhalten hat und wie unsinvoll mit dem Cash umgegangen wird. Ameron hat gleich im Gegenzug einen Brief an die Aktionäre veröffentlich, der es seinerseits ganz schön dolle in sich hat. “Letter to Shareholders“.

Die Punkte gehen auch hier ganz schön ins Eingemachte:

Der Fonds sei unerfolgreich und müsse seit 2008 erhebliche Mittelablüsse hinnehmen. Mittlerweile sei der Fonds sogar zu klein um bei der SEC Filings einzureichen (~100 Mio USD).

Die Investemtns des Fonds hinkten dramatisch dem jeweiligen Markt hinterher.

Die Desinvestition des Stahlwerks sei schon vor dem Letter des Hedgefonds eingeleitet worden. Durch die öffentliche Aufforderung könnte es Probleme bei der Preisfindung geben: Some of Barington’s public recommendations, particularly the recommendation to sell or acquire businesses, could adversely impact our ability to achieve appropriate valuations. As an example, Barington’s public agitation to sell TAMCO (formerly the Company’s 50%-owned steel mini-mill) months after we had initiated a sale process, could have negatively impacted the value we received without careful management of the process by the Company.

Der Fonds wäre teilweise in Gerichtsprozessen wg. Betrugs und Untreue zu Zahlungen verklagt worden. Mitarbeiter des Fonds würden scharenweise wg. schlechter Behandlung durch den Fondsmanager kündigen.

In Summe könnte es daher mit hoher Wahrscheinlicheit gut sein, dass der “Wirbel” um die Gesellschaft und sein Management tatsächlich einige Bewegung in das Unternehmung bringt und möglicherweise auch kurz-/mittelfristige Maßnahmen ergriffen werden um den Wert des Unternehmen zu steigern. Der potentielle Wert könnte durch das Proxy Battle also durchaus früher erreicht werden (“Katalysator”).

Dennoch: Wie Warren Buffett es immer zu sagen pflegt – Man soll sich Investments aussuchen bei denen man über nicht über einen Meter hochspringen muss, sondern solche über die man gemütlich “drübersteigen” kann. Ameron gehört sicherlich nicht zu dieser Kategorie. Von daher fällt die Firma für uns raus – und wird höchstens weiter beobachtet.

Interessantes am Rande: Der Powershares ETF “Water Ressources” ist einer der größten Anteilseigner bei Ameron. Mit einem Fondsanteil von ~4% besitzt der Fonds rund 50 Mio USD bzw. 7,5% von Ameron. Dafür, dass es ein “passives” Investment ist, dass eigentlich keine aktive Stimmrechtsausübung ausübt schon echt heftig! Der Hedgefonds als aktiver Investor hat weniger und macht mehr Trouble! Aus unserer sicht sind die passiven Investoren per ETF auch dafür verantwortlich, dass es auch in Zukunft gute Chancen per “Stock Digging” geben wird.

Drägerwerk: Die Katze aus dem Sack

Die Deutsche Balaton – ein in der Vergangenheit ziemlich guter Investor – hat heute ein Kaufangebot für die Genüsse der Serie A und Serie K abgegeben. Das Kaufangebot hat einen Preis in Höhe von 160 Euro und ist aus unserer Sicht ziemlich positiv!

Zum einen zeigt es, dass ein professioneller Investor bereit ist 160 Euro für die Genüsse auszugeben, die er selber mit Sicherheit höher bewertet. Zum anderen richtet sich das Angebot an die illiquideren Genüsse. Somit gehen wir eher davon aus, dass die Dt. Balaton Dräger mit dem Angebot unter Zugzwang setzt. Das Verteilungsproblem der Dividende wird man aus Sicht von Dräger sicherlich nicht mehr günstig los.

Außerdem ist eine “billige” Abfindung der Genüsse aus der letzten Kapitalerhöhung ist damit auch etwas weiter weggerückt, da die Dt. Balaton mit ziemlicher Sicherheit vor Gericht ziehen wird.

Alles in allem ziemlich schön für die Genüsse! Wir haben überlegt unseren Hedge aufzulösen, da wir ja eher die Genüsse nach unten absichern wollten. Mit dem Kaufangebot übernimmt die Deutsche Balaton diese Aufgabe für uns. Dennoch haben wir uns entschlossen den Hedge beizubehalten, da Drägerwerk nunmehr wahrscheinlich nicht mehr billig aus der Affäre rauskommt und die VZ und Stämme eigentlich einem ordenltichen Druck ausgesetzt sein sollten.

Netflix – Update

Schon interessant wie klar manche Sachen im “Rückspiegel” sind.

Unsere ursprüngliche Shortposition hatten wir ja in Anlehnung an den Whitney Tilson Short Case eingegangen.

Dann hatten wir ja berichtet, dass Whitney Tilson seinen Short entnervt gecovered hatte.

Ein schneller Blick auf den 3 Monats Kurs Chart zeigt, dass 2 Tage nach Bekanntgabe von Tilson (12. Februar), den Short gecovered zu zu haben, der Netflix Kurs sein absolutes Maximum am 14. februar mit 247 USD erreicht hatte:

netflix

Kurz danach ging es dann steil abwärts.

Jetzt, auf dem Weg nach unten kommen plötzlich weitere kritische Stimmen wie die von Goldman Sachs, die auf eine aktuelle Kooperation von Warner und Facebook verweisen.

Klar war und ist, dass Netflix zwar ein gutes Unternehmen ist, aber keinen “moat” vorweisen kann, der die aberwitzige Bewertung rechtfertigt. Die Eintrittsbarieren im Video Streaming sind relativ gering und die potentielle Konkurrenz ist groß.

Eine weitere Lehre: Auch bei absoluten Value Gurus wie Tilson läuft nicht alles 100%, Timingprobleme haben auch die Profis. Für “fundamentale” Shorts braucht man einen langen Atem, den wir hoffentlich haben.

Buchvorstellung: The Little Book that builds Wealth

Anbei wollen wir zukünftig einige Bücher vorstellen und die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Beginnen wollen wir mit dem Buch von “Pat Dorsey – The Little Book that builds Wealth”.

Zu allererst muss man sagen, dass die “Little Book that…” Reihe (Beat the Market, still beats the markets, of Value Investing) in der Summe ziemlich interessant sind. Man sollte sich nicht vom Titel abschrecken lassen, denn die Autoren sind (teilweise) das who ist who von Value-Investoren. Bspw. haben Christopher Browne (Tweedy Browne), Joel Greenblatt (Gotham Capital), James Montier (GMO Funds) jeweils unter dieser Reihe Bücher veröffentlich.

Das das Buch in Deutsch mit dem Titel “Die Zauberformel des Vermögensaufbaus: So finden Sie die wirklich guten Investments” auf den Markt gekommen ist schadet dem Buch eher, denn es täuscht über den wirklich guten Inhalt der Lektüre hinweg.

Das Buch befasst sich mit dem Auftreten und bestehen von Wettbewerbsvorteilen. Der Autor Pat Dorsey ist Head of Equity Research bei Morningstar, die in Ihren Analysen schon seit längerem ein sogenanntes “Moat-Rating” verwenden. Beim vielzitierten “Moat” oder “Burggraben” handelt es sich um ein Bild, dass durch Buffett und Munger geprägt wurde. Es bezeichnet die Stärke von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen gleichsam eines Burggrabens der eine mittelalterliche Festung schützt. Ein Unternehmen, dass einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil besitzt kann über einen längeren Zeitraum einen höheren Ertrag auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften als ein Unternehmen, dass diesen Wettbewerbsvorteil nicht besitzt. Welchen dramatischen Effekt ein durchgängig hohe Kapitalrentabilität (“Return on Assets oder Return on Capital”) auf eine Anlage haben kann, haben wir in diesem Beitrag in Grundzügen dargelegt.

Graphisch dargestellt ist relativ einfach zu erkennen, dass der Barwert (graue Fläche) einer Firma mit Wettbewerbsvorteil höher ist als der einer (“identischen”) Firma ohne Wettbewerbsvorteil, da die Profitabilität und die erwirtschafteten Zahlungsströme über den Zeitablauf eben durch den bestehenden Wettbewerbsvorteil höher ist.

Pat Dorsey schafft es jedoch in seinem Buch vor allem zu zeigen, dass dauerhafte Wettbewerbsvorteile ziemlich selten sind und es zudem nur wenige Quellen echter und dauerhafter Wettbewerbsvorteile gibt. Das Buch ist garniert mit “Leichen am Wegesrand”, denen ehemals ein Burggraben zugesprochen wurde – der dann aber kein dauerhafter war. (“As one academic who studies competitive advantage has pithily stated, “In the long run, everything is a toaster.”)

Laut Dorsey hat Morningstar vier Treiber von dauerhaften Wettbewerbsvorteile identifiziert die im Buch durchexerziert werden:

1) A company can have intangible assets, like brands, patents, or regulatory licenses that allow it to sell products or services that can’t be matched by competitors.
2)The products or services that a company sells may be hard for customers to give up, which creates customer switching costs that give the firm pricing power.
3)Some lucky companies benefit from network economics, which is a very powerful type of economic moat that can lock out competitors for a long time.
4)Finally, some companies have cost advantages, stemming from process, location, scale, or access to a unique asset, which allow them to offer goods or services at a lower cost than competitors.

In den einzelnen Kategorien sind die wichtigsten “Take aways”:

1) Intangibles, brands, Patents and regulatory licenses

Marken und Patente werden häufig überschätzt;
Eine gute Marke ist nicht unbedingt eine profitable Marke;
Lizenzen können Wettbewerb effektiv limitieren.
Hier sollte man insbesondere nach vielen “kleinen Einzellizenzen” schauen statt nach einer “großen Einzellizenz”. (bsp. Müllhalden, Kiesgruben, Betonwerke – Trash and gravel may not sound exciting, but the moat created by scores of mini-approvals is very durable. After all, companies like trash haulers and aggregate firms rely on hundreds of municipal-level approvals that are unlikely to disappear overnight en masse. What really makes these locally approved landfills and quarries so valuable for companies like Waste Management and Vulcan Materials is that waste and gravel are inherently local businesses. You can’t profitably dump trash hundreds of miles from whereit is collected,and you can’t truck aggregates much farther than 40 or 50 miles from a quarry without pricing yourself out of the market. (Trash is heavy, and gravel is even heavier.) So, local approvals for landfills and quarries create scores of mini-moats in these industries.) Einer der Gedankengänge, den wir schon bei Buzzi geäußert haben.

Beispiele:
Unternehmen mit “Moats”: Tiffany, USG, Bayer (Aspirin), Ratingagenturen (2006 geschrieben 😉 ), Glücksspielautomatenhersteller, For Profit Universitäten, Vulcan Materials, Waste Management.
Unternehmen mit “ehemaligen Moats”: Sony (DVD-Player), Kraft (vs. Eigenmarken), Big Pharma,

2) Switching Costs
Wechselkosten sind ein wirksamer Moat für Unternehmen;
Firmen bei deren Kunden Wechselkosten auftreten können stetig höhere Preise durchsetzen und binden Kunden teilweise Jahrelang an sich.

Unternehmen mit “Moats”: Intuit (Tax Software), Microsoft, Oracle, Precision Castparts, Adobe&Autodesk (Photoshop und AutoCAD als “Standard den Studenten lernen”), Banken mit Retailkundschaft, (Druckerpatronen und Nespressokapseln).

3)Network Effekt
Unternehmen mit Netzwerkeffekten tendieren oft dazu starke Oligopole oder Monopole zu sein.
Häufig in Unternehmen der Informationsbranche zu finden.
Wenn viele Menschen das Netzwerk nutzen wird der Service für die Kunden gleichzeitig besser und der Ertrag des Unternehmen besser.
Der Vorteil liegt insbesondere in den Verbindungen begründet die eine Hürde für den Eintritt von Wettbewerbern schaffen: “It’s pretty incredible to see how fast the number of connections grows as you add more nodes. Practically speaking, you easily can see how attractive the economics are. If a network-based business increases its invested capital by, say, 50 percent to expand its number of nodes from 20 to 30, it increases the number of connections by almost 130 percent, from 190 to 435.”

Unternehmen mit “Moats”: American Express, Microsoft (Word&Windows), Ebay, Terminbörsen (Liquidität), Western Union, 3rd. Part Logistics (Expeditors International/CH Robinson)

4) Cost Advantages, Size Advantages
Lage Lage Lage: Kann einen bedeutenden Kostenvorteil bei Gütern mit hohem Transportkostenanteil bedeuten.
Große Unternehmen haben nicht zwangsweise Vorteile
Am Allerbesten: “a big fish in a small pond”

Unternehmen mit “Moats”: Aracruz Cellulose (Eukalyptus wächst im Firmengebiet Brasilien 2-3x so schnell wie in Nordamerika –> weniger investiertes Kapital –> günstigere Kosten), Red Lobster (Größenvorteil und dadurch Kostenvorteil, da “Logistikkette für Frischware besonders wichtig), SKY PayTV,

Es folgen weitere Kapitel zu wegbrechenden Burggräben oder zum Aufspüren von Burggräben (Suche nach erhöhtem ROA, ROCE), oder zur großen Bedeutung des Management Teams (Obligatorisches Zitat: “When management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.”)

Das Buch endet mit einem Kurzüberblick über den “Preis” oder wann ist eine Aktie “günstig”. Hier werden obligatorischen Fundamentalkennziffern wie KGV, KUV, KBV, KCF vorgestellt und einige Grundzüge erläutert. Der Autor warnt mehrfach und ausdrücklich vor einem zu hohen Preis. Die Warnung ergeht vor allem darin, dass nur weil ein Unternehmen gute/schlechte Zahlen bringt es noch nicht unbedingt einen “Moat” hat. “The best business in the world will be a bad investment if purchased at an unattractive price. Ask anyone who bought Coke or Cisco in 1999 or 2000—they were great businesses then, and they still are today, but their valuations were so high that there was no room for error or for profit.” Und gerade hier lässt das Buch den Leser ein bisschen im Regen stehen. Denn ob der Preis für ein Unternehmen nun “fair” oder doch zu hoch war lässt sich meistens erst im Nachhinein sagen.

Buchstäblich stehen hier die eingefleischten Growth-Jünger den Graham-Jüngern gegenüber. Ein Käufer von Coke hätte 1999 mit Sicherheit auf die Perspektiven von Coke verwiesen, während der Kurs abseits von gut und böse war. Wir wollen daher in unserem Portfolio dann überdurchschnittliche Wetten eingehen, wenn beide Seiten (Growth&Value) in einem vernünftigem Einklang stehen. Positionen wie Buzzi Unichem, Medtronic, Sto oder KSB gehören in diese Kategorie.

Das Buch ist also empfehlenswert für jeden, der sich mit Burggräben oder Wettbewerbsvorteilen beschäftigt. Die Lektüre ist kurzweilig und auch für “Einsteiger” oder BWL-Studenten in jüngeren Semestern gut geeignet.

Was wir lesen – Rückspiegel KW9

Aleph Blog on Buffett Shareholder Letter

Baupost Fund Letters 1995-2001 – Seth Klarman – ein “must read”

Seth Klarman Auszüge aus dem 2010er Letter

Buffett CNBC Transskript

Barrons Interview First Eagle Funds aus Dez 2010

Das Buch ist bestellt und wir hier vorgestellt (There’s Always Something to Do – The Peter Cundill Investment Approach)

Sehr gutes Interview mit Ray Dalio von Bridgewater:

Damodaran contra Buffet zu Black Scholes – Siehe auch den Buffett Shareholder Letter 2007.

Howard Marks (Oaktree) on Regulation

Compunding Interest – Value & Growth

Das Konzept von Value&Growth wird gerne regelmäßig missverstanden. Klassisches Valueinvesting nach Graham&Dodd wird meistens mit Aktien verbunden, die bspw. unterhalb Ihres Eigenkapitals notieren – oder an der Börse günstiger sind als die in der Bilanz angesammelten flüssigen Mittel abzgl. Schulden. Growth hingegen wird meist mit wachstumsstarken Unternehmen verbunden die mit einem hohen Wachstum und fantastischen Aussichten glänzen.

Wie man in den sehr empfehlenswerten Buffett-Letters lesen kann, liegt “wirklich großartiges Investieren” genau in der Schnittmenge dieser beiden Eigenschaften. Der Kern großartigen Investierens dreht sich darum, “hervorragende Unternehmen” zu einem “guten Preis” zu erwerben.

Was sich einfach anhört ist natürlich in der Praxis äußerst kompliziert. Denn eigentlich immer werden hervorragende Unternehmen nicht so billig wie “normale” Unternehmen (im Sinne von Kennzahlen wie KBV, KUV oder KGV) oder die Einschätzung von Unternehmen die ex ante “hervorragend” scheinen, erweist sich ex post als “doch nicht so hervorragend”. Mit einem einfachen Beispiel möchten wir zeigen, warum ein “hervorragendes” Unternehmen langfristig solch großen Charme hat.

Nehmen wir zwei Unternehmen A und B, von denen das Unternehmen A “hervorragend” ist. Dieses Unternehmen hat einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil, der es ihm erlaubt dauerhaft und nachhaltig überdurchschnittliche Margen von (20% ROC) auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Das Unternehmen B erzielt hingegen nur “durchschnittliche” Margen (5% ROC).

Beide Unternehmen beginnen mit 100€ Eigenkapital ohne Fremdfinanzierung:

  A Inc. B Inc.
ROIC   20% 5%
2011   100.00 € 100.00 €
2012   120.00 € 105.00 €
2013   144.00 € 110.25 €
2014   172.80 € 115.76 €
2015   207.36 € 121.55 €
2016   248.83 € 127.63 €
2017   298.60 € 134.01 €
2018   358.32 € 140.71 €
2019   429.98 € 147.75 €
2020   515.98 € 155.13 €
2021   619.17 € 162.89 €
2022   743.01 € 171.03 €
2023   891.61 € 179.59 €
2024   1,069.93 € 188.56 €
2025   1,283.92 € 197.99 €
2026   1,540.70 € 207.89 €
2027   1,848.84 € 218.29 €
2028   2,218.61 € 229.20 €
2029   2,662.33 € 240.66 €
2030   3,194.80 € 252.70 €
2031   3,833.76 € 265.33 €

Nach 20 Jahren hat das hervorragende Unternehmen das 14-Fach höhere Eigenkapital als das mittelmäßige Unternehmen. Wow – das ist die Macht des Zinseszins!

Setzen wir das Ganze ins Verhältnis zur Marktkapitalisierung und zum Growth&Value-Stil. Ein mechanischer Investor würde im Jahr 2011 bei folgenden Kennzahlen sicherlich zur Aktie B greifen.

A Inc. B Inc.
MarketCap 400 50
     
KGV 20 10
KBV 4 0.5

Werden beide Unternehmen in 2030 zum Buchwert zurückgekauft ist die Rendite bei Aktie A über die Laufzeit 11,9% p.a., bei Aktie B ist – trotz der erheblich niedrigeren Bewertung zum Anfang der Laufzeit 8,6% p.a. Hinzu kommt der Umstand, dass die Aktien in 2030 auch zum gleichen Multiple abgerechnet werden müssten. Es ist aber gut möglich, dass Unternehmen A – wenn es weiterhin dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil hat – auch weiterhin ein höheres Multiple zugestanden bekommt. Um auf die gleiche Rendite wie Unternehmen A zu kommen müsste Unternehmen B in 2010 bei rund 27,50€ (KBV 0,27 KGV: 5,5) notieren.

Es zeigt sich also, dass ein Wachstumsunternehmen – wenn es durchgängig hohe Kapitalrenditen behält – auch bei hohen Bewertungen noch eine sehr gute Anlage sein kann. Hier liegt aber der “Knackpunkt” den die meisten Growth-Anhänger völlig übersehen. Ein Unternehmen wie A Inc. wird es tendentiell nur sehr sehr selten geben. Von hohen Margen wird in der Marktwirtschaft die Konkurrenz angezogen wie Bienen vom Honig. Durchgängig hohe Margen wurden in der Vergangeheit nur von sehr wenigen Unternehmen mit starken Monopolen, oder wie Buffett es so gerne nennt “Burggräben” erwirtschaftet.

Aus unserer Sicht ist die Entscheidung zwischen Growth&Value daher ambivalent. Die Gefahr zu viel für ein Unternehmen mit vermeintlich nachhaltig hohen Margen und einem vermeintlich großen Burggraben zu bezahlen ist enorm groß. Daher möchten wir uns in zukünftigen Beiträgen auch zur Nachhaltigkeit von Burggräben äußern und einen Blick hierauf werfen.

Kabel Deutschland Aktienplatzierung & Goldman Sachs

Tja, was für ein Zufall aber auch. Im Dezember nimmt Goldmann Sachs Kabel Deutschland auf seine Conviction Buy Liste.

Ende Februar erhöht man das Kursziel dann nochmal ein wenig. Mit 57,10 EUR Kursziel liegt man einsam an der Spitze aller 20 bei Bloomberg verfügbaren Analystenschätzungen.

Als Belohnung darf jetzt Goldman 20 Mio Aktien oder knapp 800 Mio EUR der “Heuschrecke” platzieren.

Das Ganze natürlich lt. Pressebericht aus ausschliesslich altruistischen Motiven:

With that placement, more than 70 million shares representing approximately 78% of the Company’s total 90 million shares are in the free float, increasing liquidity in the stock and strengthening the Company’s MDAX ranking.

Da Goldman in der Regel 2-3% Fee für so einen Deal nimmt, sind das mal schlanke 15-20 Mio. EUR Gewinn für die Goldies. Wer sich jetzt wundert, warum der Markt so an den 38 EUR klebt

Für die Fees müssen die Goldies natürlich ein wenig den Markt stabilisieren, damit die armen Fondsmanager die die Aktien gekauft haben nicht gleich ganz blöd aus der Wäsche schauen. So wie man Goldman kennt, nutzen sie dazu wahrscheinlich auch noch Kundengelder.

Zusätzlich hat man natürlich bei der “Heuschrecke” einen Fuss für weitere Kabeldeals in der Tür. Schon clever die Jungs, das hätte wohl selbst “Stock Operator” Jesse Livermore nicht besser gekonnt.

Ausserdem auch ein guter Hinweis mit welchen Beweggründen solche bullischen Analysen geschrieben werden.

Shortselling: Pro & Contra

Da wir immer wieder Anfragen zu unseren Leerverkäufen bekomen, wollen wir nochmal ausführlich die Rationale hinter unseren Shortpositionen erklären. Eine interessante Sichtweise dazu hat Seth Klarman in seinem 2010er Shareholder Letter dargelegt. Link. Die beiden größten Problem bei Leerverkäufen sind zum einen der negative Erwartungswert und zum anderen das potentiell unendliche Verlustrisiko.

Da Aktien im langfristigen Mittel steigen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man bei einem Leerverkauf – auf lange Frist Geld verliert. Selbst wenn man sich mechanische Strategien von O’Shaugnessy und Co. anschaut, haben selbst die schlechtesten, bzw. teuersten Aktien noch einen leicht positiven Erwartungswert. Hinzu kommt, dass eine Aktie theoretisch unendlich steigen kann. Einem Kursgewinn von 100, 200 oder gar 1000% steht der Leerverkäufer machtlos gegenüber und muss entweder weitere Sicherheiten beibringen (Margin Call) oder seine Position schließen. VW war ein sehr gutes Beispiel. Ein Leerverkäufer der bei 200€ (da war die Aktie schon extrem teuer) leerverkauft hatte, hätte selbst bei einer nur sehr kleinen Position von bsp. 2% des Depotvolumens – nach einem erzwungenen Verkauf bei ~1000 € einen Impact von rund 10% bezogen auf das Gesamtvolumen gehabt.

Dennoch ist es aus unserer Sicht sinnvoll, passende Werte leer zu verkaufen. Dabei meinen wir – im Sinne unserer Deposteuerung – ernsthaft die Aktien zu leihen und dann an der Börse zu verkaufen. Wir meinen NICHT eine Spekulation auf fallende Kurse über Optionen oder über Knock-Out Zertifikate. Denn die Rationale hinter unseren Shortpositionen ist ja, dass wir aus dem Leerverkauf Geld erhalten und dieses gleichzeitig in ein breit diversifiziertes Portfolio “guter” Unternehmen anlegen. Wir wollen also nicht zwangsweise an fallenden Kursen verdienen, sondern es reicht uns schon, wenn die leer verkaufte Aktie einfach nicht steigt, während unser Portfolio ein positives Ergebnis erzielt. Dann hätten wir das Geld “kostenlos” geliehen und es gewinnbringend angelegt. Dieser Leverage-Effekt kann sehr ansehnliche Effekte erzielen – er kann aber natürlich auch gegen uns laufen!

Letztlich stellt dies in Ansätzen eine marktneutrale Strategie dar. Fällt beispielsweise der breite Gesamtmarkt (und die leerverkaufte Aktie) um 10% und fällt unser Portfolio nur um 5%, dann hat sich der Short gelohnt. Es kommt letztlich auf die relative Performance zwischen leerverkaufter Aktie und Portfolio an.

Eine weitere Funktion des Leerverkaufs kann sehr gut über den Drägerwerk Short gezeigt werden. Unsere Investmentthese ist ja, dass die Genussscheine im Verhältnis zu den Vorzugsaktien unterbewertet sind. Je höher die Genüsse und die Aktien steigen, desto unsicherer sind wir hinsichtlich der Margin of Safety die in unserer Position enthalten ist. In dem wir die Genüsse kaufen und die Vorzüge leer verkaufen haben wir einen Hedge, bzw. eine Arbitragespekulation hergestellt, der alleine auf die Differenz zwischen Vorzügen und Genüssen abzielt. Fallen die Vorzüge um 50% und die Genüsse nur um 25% (Ausweitung des Spreads), dann würde sich der “Hedge” netto positiv entwickeln. Aktuell mit steigenden Genüssen heute (~150€) und fallenden Vorzugsaktien haben wir natürlich (glücklicherweise und ungeplant) einen Ergebnisbeitrag von beiden Seiten der Hedgeposition. Letztlich wären wir unter Chance/Risikogesichtspunkten aber nicht “traurig”, wenn Genüsse und Vorzüge im Kurs unverändert blieben und wir über die wesentlich höhere Ausschüttung der Genüsse eine positive Rendite erwirtschaften würden.

Core Value: OMV – Schwarzes Gold aus Österreich

Es ist mal höchste Zeit (auch im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in Nordafrika), ein paar Sätze über einen unseren Core Value Werte OMV zu verlieren.

Wie man sieht nach dem 2009er Tief noch nicht wieder vollständig erholt:
omv

Dann ein Blick auf die „nackten“ Bilanzzahlen (Basis 2010):

KGV (2010) : 10,0
KBV: 1,0
EV/EBITDA 4,3
Debt/Assets 24%
Tangible Book per share 24,4
KGV 10: 10,3
Dividendenrendite 3,2%

OMV selber ist ein “vertikal” integriertes Ölunternehmen, man bohrt selber , raffiniert und hat auch ein eigenes Tankstellennetz. Mehr über die Strategie kann man hier erfahren.

Für den Explorationsbereich kann man auf der Homepage das hier lesen:

Durch die Mehrheitsbeteiligung am rumänischen Öl- und Gasunternehmen Petrom sind Rumänien und Österreich die Hauptquellen unserer Erdöl- und Erdgasförderung. Zusammen machen sie etwa 70% der gesamten Fördermenge aus. Weiters engagieren wir uns besonders stark in Libyen, Pakistan und Neuseeland. Diese Länder tragen in großem Umfang zu unserer ständig steigenden Produktion bei.

Der Teil mit Libyen dürfte auch die Kursrückgänge der letzten Tage erklären. Interessant ist aber, dass 70% der Exploration aus „sicheren“ Gebieten kommt.

„Kronjuwel“ im Konzern ist die Beteiligung an der Rumänischen Petrom, von der im Jahr 2004 die Mehrheit (51%) erworben wurde. Laut Q4 Bericht liegen gut 75% der sicheren Reserven des Konzerns in Rumänien.

Da wir keine ausgesprochenen Öl Experten sind, verwenden wir bei unserer „Fair Value“ Betrachtung auch eher einfachere Kennzahlen ohne eine explizite Meinung zum Ölpreis oder die politische Lage zu vertreten. Ein guter Grund warum der Ölpreis dennoch eher Potiental auch weiterhin stark zu bleiben findet sich in der Präsentation von SIA auf Seite 69. (Grenzkostenkurve der Ölpreiserzeugung) (What we Read KW 8)

P/E: Die Peer Group Westeuropäischer Ölunternehmen hat ein 2010er PE von 10,8. Von dieser Warte her hätte OMV ein relatives Potential von 8%. Interessanter sieht es auf Basis der Analystenschätzungen für 2011 aus, da hat OMV ein Forward P/E von 6,6 vs. 9.4 bei den Peers, das wäre ein relatives Potential von gut 42% bezogen auf einen Peergroupvergleich. Dies berücksichtigt allerdings nicht, dass OMV das stärkste Gewinnwachtum innerhalb der Peergroup in den letzten 5 Jahren hatte. Die 17% p.a. konnten nur von Royal Dutch annährend erreicht werden, im Schnitt lag das Wachstum der Peers bei mageren 2,8%.

EV/EBITDA: Auf der Basis wird OMV mit 4,3 x EV/EBITDA für 2010 bewertet, Branchenschnitt ist 5,6. Auf der Basis 30% Potential bis zum Peer Group Schnitt. Aus relativer Sicht hätte die Aktie somit aus unserer Sicht ungef. 36% Potential bis zu einer „fairen Bewertung“ ohne Berücksichtigung oder Aufschlag des überdurchschnittlich starken Wachstums der letzten Jahre.

Historisch gesehen (1999-2010) hat OMV 5,4% Marge verdient, mit einem Maximum von 8% in 2005 und 2007. Auf historischer Basis wäre das dann „normalisierte“ 4,25 EUR pro Aktie (Basis aktueller Umsatz). Bei einem KGV von 10 ein Fair Value von 42,5 EUR oder eine Upside von 35%.

Bestcase wäre aus unserer Sicht eine Rückkehr zu der 8% Rekord Nettomarge aus den Jahren 2005 und 2007. Das wäre dann bei einem 10er PE ein FV von gut 62 EUR oder 100%.

Worstcase im Gegenzug die 2 EUR Gewinn von 2009 (Tiefstwert der letzten 7 Jahre) und ein FV von 20 EUR bzw. -35% Potential

Mit einer einfachen Gewichtung von jeweils 25% für Peer Group Bewertungspotential, Historisches Szenario, Best case und Worstcase wären wir dann ungefähr bei einem (für uns) fairen Wert von ca 42 EUR. Zuzüglich gibt es eine Dividende von ~1€, welche einer Dividendenrendite von aktuell ~3% entspricht.

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