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Core Value: Pargesa Holding

Die Pargesa Holding SA mit Sitz in Genf ist eine 1981 von Albert Frère gegründete Schweizer Beteiligungsgesellschaft. Sie dient als Dachgesellschaft der Pargesa Gruppe, welche über ihre Beteiligungen in verschiedenen Bereichen der Industrie und im Dienstleistungssektor tätig ist. Frere ist einer der mächtigsten Männer Belgiens und Wikipedia fasst sein “Firmenimperium” in einer schönen Grafik zusammen 😉

Pargesa ist größter Aktionär bei einigen großen Firmen, darunter Total, Suez oder Lafarge.

Die Firmen an sich sind im Moment gar nicht so uninteressant (im historischen Schnitt günstig) und alle börsennotiert. Der Vorteil bei Pargesa ist, dass man dieses Firmenkonglomerat über das Vehikel Pargesa günstiger bekommt als die Firmen direkt über die Börse zu kaufen. Pargesa (schwarz) notiert mit schöner Regelmäßigkeit unterhalb des NAV der Einzelunternehmen (blau).

Der NAV von Pargesa wird regelmäßig auf der Webseite angegeben und betrug zum 11.03.2011 aktuell rund 100 CHF. Mit dem Kauf der Aktie zum Kurs von 80 CHF kaufen wir also eine Mischung aus Versorgern, Baustoffzulieferern und Öl&Gas mit einem Abschlag von 20% auf den NAV. Total, GDZ Suez, Imerys, Lafarge, Pernod sind alles solide Titel mit guter Dividende. Ob die Gerüchte die Aktie könnte irgendwann mal aufgelöst werden und die Differenz zum NAV gehoben werden ist für unsere Anlage ersteinmal unerheblich.

Morningstar: Wide Moat Companies

Wie in der Buchvorstellung von Pete Dorsey eingegangen können Unternehmen mit großen und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen eine interessante Anlage sein.

Morningstar selber bietet neben seiner Kernkompetenz im Fondsbereich auch ein umfangreiches Aktienresearch an und hat schon vor zehn Jahren damit angefangen ein “Moat-Rating” für Unternehmen einzuführen. Die Burggräben der Unternehmen werden in “wide”, “narrow” und “none” eingeordnet. Von allen gelisteten US-Firmen hat Morningstar nur bei 115 Unternehmen ein “wide Moat” vergeben. Aufbauend auf dieser Kategorisierung hat Morningstar einen Index, den Morningstar Wide Moat Index zusammengefasst.

Die 20 Unternehmen mit dem größten Abstand zum – von Morningstar festgelegten – Fair Value sind im “Morningstar Wide Moat Fokus” zusammengefasst und quartalsweise gleichgewichtet. Dieser wird seit 2002 live berechnet und hat tatsächlich einen heftigen Track-Rekord:

Artikel zum Thema Wide Moat Index

Aktuell sind im WMW:
St. Joe Corporation
Applied Materials, Inc
General Electric Company
Stryker Corporation
The Western Union Company
Total System Services, Inc
Zimmer Holdings, Inc
Lockheed Martin Corporation
Pfizer Inc
Landstar System, Inc
Medtronic, Inc
Lowe’s Companies Inc
Exelon Corporation
Abbott Laboratories
Johnson & Johnson
Vulcan Materials Company
Avon Products
Cisco Systems, Inc.
Visa, Inc.
Merck & Co, Inc

Der oben erwähnte Artikel ist da wirklich zu empfehlen! Aber auch bestimmte Passagen aus der Analyse von Dorsey (“Ist es Zufall, Sektorgewichtungen oder Einzeltitelwahl) sind sehr interessant. Insebsondere ist der Gedanke, dass der Index tatsächlich auch Größenadjustiert eine extrem deutliche Outperformance erzielt hat interessant: How is it that a group of well-known, (mostly) large-cap companies with substantial Wall Street analyst coverage can become mispriced with such frequency? How can a mechanical portfolio-construction process using well-known, (mostly) large-cap companies generate substantially higher returns than both passive indexes and the vast majority of active managers? (After lopping off a 1% hypothetical management fee, the Wide Moat Focus Index bests 95% of large-cap funds–and 90% of mid-cap funds–over the trailing three- and five-year periods, as well as since its late-2002 inception.

Pat Dorsey schiebt das Problem auf die Kurzlebigkeit der Wallstreet: The average turnover for a plain-vanilla U.S. equity mutual fund is around 100% these days, which is a holding period of one year. I think it’s safe to say that the bulk of hedge fund money turns over at a substantially higher velocity, to say nothing of the high-frequency trading crowd. As a result, a substantial proportion of the capital being invested in equities is seeking returns over a reasonably short (one year or less) time horizon. Less competition for long-term returns leads to less-efficient pricing of securities based on their long-term prospects, as recency bias causes the marginal market participant to extrapolate the most recent information about a security (good or bad) too far into the future.

Das können wir aus privatem und beruflichem Umfeld teilweise nur nachvollziehen. Die wenigsten Anleger machen sich über den “wahren Wert” einer Anlage wenig Gedanken. Von daher ist es spannend zu sehen, wie sich diese Gedanken auf längere Frist auswirken können. Eine Verbindung mit unserem klassischen Value-Gedanken scheint sinnvoll und wird sicherlich ein Baustein unserer Philosophie darstellen.

Portfolio KW 11

Was für eine turbulente Woche!

Pargesa ist ins Depot gewandert. Ein erklärender Artikel folgt noch!
VWAP: 78,20 CHF Stücke 17.03.2011 = 58.527, 15% davon = max. 8470 Stück waren möglich. Gekauft haben wir 4900 oder eine 3% Position.

Das Portfolio hat sich sonst nicht groß geändert…

Beim AXA Immoselect scheint sich am Markt durchzusetzen was wir mit etwa 2/3 Chance angesetzt haben: “Öffnung unwahrscheinlich”.

Vorher haben wir als Fair Value angegeben:

Damit errechnet sich dann der finale „Fair Value“ gewichtet mit 1/3 Wiedereröffnung und 2/3 Abwicklung mit 51.73 EUR oder eine upside von ca. 29% auf den aktuellen Kurs bei vergleichsweise beschränktem Risiko.

Angesichts der Situation um den UniImmo muss der ehemalige Fair Value (mit 1/3 Öffnungschance) wohl auch etwas nach unten korrigiert werden. (Möglicherweise auf 10-15% Öffnungschance) Angepasst in unser Risikomanagementsystem KISS ergibt sich aber nur wenig Handlungsbedarf. Da das (neue) Aufwärtspotential immer noch ähnlich groß ist wie beim ursprünglichen eingehen der Position bleibt die Gewichtung im Portfolio ähnlich. Wir rechnen immer noch mit einer Auflösung der Position innerhalb von 3 Jahren (Öffnung oder Abwicklung) und einem Fair Value von ~49,50 (abzgl. Abwertung seit Januar). Die “Chance” von 29% Aufwärtspotential innerhalb von 3 Jahren entspricht bei endfälliger Auszahlung etwa einer IRR von 8%, die uns für eine 2% Position akzeptabel erscheint.

Drägers Dividende, Pargesa und Sto – das Portfolio zum 16. März 2011

Na da hat uns Dräger aber heute Freude gemacht. Die Dividende wird pro Vorzugsaktie auf 1,19 Euro angehoben. Für die Genüsse bedeutet das eine Ausschüttung von 11,90 € regulär (über unserer Schätzung von 9 Euro) und zuzüglich dem Verwässerungsbeitrag in bisher nicht genau bestimmter Höhe. Die Genüsse steigen zeitweise deutlich über das Abfindungsangebot der Dt. Balaton. Für uns bisher keinerlei Grund auszusteigen.

Das Portfolio zeigt sich angesichts der dramatischen Lage an den Märkten robust. Mal schauen wie der morgige Tag (sieht ja im Moment blutrot aus) angeht.

Wir werden Morgen eine 4% Position Pargesa aufbauen. Die Erklärung warum Pargesa werden wir nachreichen – angesichts der fallenden Kurse wollen wir aber zuschlagen.

Sieht es jetzt so aus (seit 01. Januar 2011)
MMI&M Portfolio: -1,09%
Benchmark: -4,65%
DAX: -5,79%
MDAX: -5,55%
Eurostoxx: -2,83%

Sto zeigt sich ebenso bärenstark und steigt fast wieder auf Allzeithoch:

Transaktion 14. März 2011

Anbei das Portfolio zum 14. März 2011

Wie Derivatius richtig hinweist waren die Aktien gestern bei IB scheinbar nicht shortbar. Heute wohl wieder – das Volumen liegt bei rund 4,2 Mio Stücken – da muss man ja wohl man im Zweifel 2% des Depots mit Sicherheit geshortet kriegen.

Ich denke ich kann für uns beide sprechen –> Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keine echte Shortposition in GMCR.

VWAP 14.03.2011      
Name VWAP VWAP_VOLUME 15% Anzahl Aktien max. Volumen
Green Mountain Coffee Roaster 58.90 4000000 600000 35,340,000.00 €
Nestle 51.3 7920000 1188000 60,944,400.00 CHF

Portfolio vom 12.03.2011

So – es hat etwas länger gedauert das alles zusammenzuraffen. (Verdammte Durchschnittsbildung – jetzt sollte es aber “schön” sein. )

Wie sich in der Woche schon abgezeichnet hat: Das Portfolio liegt erstmals vor seiner Benchmark.

Sah es letztes Mal noch so aus:
MMI&M Portfolio: +2,49%
Benchmark: +3,95%
DAX: 3,95%
MDAX: 1,00%
Eurostoxx: 6,00%

Sieht es jetzt so aus:
MMI&M Portfolio: +1,79%
Benchmark: +1,02%

DAX: 0,97%
MDAX: -0,88%
Eurostoxx: 2,99%

Es zeigt sich auch: Der Drägerwerk Hedge – war bisher in Summe erfolgreich: Die VZ-Aktien sind zwar um 0,79% oder 1824 € gestiegen (Verlust im Short), die Genüsse sind aber weit deutlicher gestiegen, so dass sich der Wert seit Beginn des Sicherungsgeschäfts um 15.000 Euro oder rund 0,15% des Gesamtportfolios positiv entwickelt hat.

Transaktionen KW 9 und KW10

Anbei die VWAP Tabelle für die Kalenderwoche KW9 und KW10.

Da im Moment beruflich viel zu tun war – Krankheit und Urlaub dazu kamen hier die zusammengewürfelten VWAPs der letzten 2 Wochen.
Für die Portfolioaufstellung nehmen wir den gewichteten Durchschnittskurs der letzten 2 Wochen.

Wie im Bericht Risikomanagement KISS beschrieben haben wir einige Positionen getrimmt und andere etwas aufgestockt.
Trimming Verkauf: Sto, Vetropack, KSB, ETF’s
Trimming Käufe: ENI, Apogee, Westag, Tsakos
Weiter Käufe: Frosta, AIRE (endlich voll bei 50 Tagen Kaufdauer!), AS Creation wird weiter gekauft!

Große Änderungen hat es allerdings nicht gegeben.

VWAP 28.02.2011 11.03.2011    
Name VWAP VWAP_VOLUME 15% Anzahl Aktien max. Volumen
ENI 17.70 € 139,539,478.00 20930921.7 370,442,286.52 €
Tsakos 9.43 € 981,400.00 147210 1,388,473.93 €
Aire 9.00 € 30,864.00 4629.6 41,666.67 €
Apogee 13.61 € 788,192.00 118228.8 1,609,194.87 €
Buzzi 5.93 € 754,401.00 113160.15 670,485.60 €
Westag 18.93 € 25,819.00 3872.85 73,324.20 €
Sto 109.43 € 56,381.00 8457.15 925,429.23 €
Noble 44.42 € 44,797,394.00 6719609.1 298,503,935.20 €
KSB 619.88 € 2,023.00 303.45 188,103.05 €
Vetropack 1,876.72 € 3,194.00 479.1 899,138.55 €
AS Creation 29.86 € 19,197.00 2879.55 85,974.91 €
Frosta 19.86 € 3,396.00 509.4 10,114.32 €

Opportunity: Ameron (AMN)

Anbei wollen wir auch Ideen einstellen, die dann nicht den Weg in das Portfolio gefunden haben. Manachmal sind auch solche Unternehmen für eine spätere Begutachtung nochmal gut. Je tiefer man in ein Unternehmen einsteigt, desto mehr interessante Sachen findet man – und wenn man diese Gedanken auch noch im Blog aufschreiben kann hilft das beim eigenen Investmentprozess. Denn nur wenn man seine Kerngedanken aufschreibt und später überprüft, kann man wirklich erkennen, ob sich die These bewahrheitet oder nicht. Das ist einer der Gründe warum wir dieses Blog führen!

In den vergangenen Tagen haben wir uns mit Ameron beschäftigt. Ameron ist eines der wenigen Unternehmen, die aktuell noch im Graham-Teil des “Guru-Screeners” der Nasdaq zu finden sind. (Der Graham-Screener ist für US-Aktien wirklich genial! In 2007 waren ebenfalls wie heute nur wenige Aktien in der Kategorie “Graham – Strong” aufgeführt. (Aktuell sind 7 Unternehmen am US-Markt – darunter Ensco (nach der Fusion wohl nicht mehr), Benetton ADR und Sanofi Aventis ADR) Im Markttief 2009 konnten im Screener weit über 50 Werte gefunden werden. 12/2009 waren es schon nur noch 15 Werte. )

Ameron ist ein Konglomerat, dass seine Geschäfte in verschiedenen Sparten tätigt.
Vor allem ist man in Pipelines aus Glasfasern, Wasserrohren, Stahlrohren für Windkraftanlagen unterwegs.

(Alle Bilder aus dem Geschäftsbericht finden sich hier). Dazu kommen ein Joint Venture an einem Stahlwerk und ein Zementwerk auf Hawaii. Bei der Betrachtung des Umsatzes muss man bedenken, dass 2006 ein Geschäftsbereicht mit rund 200 Mio Umsatz verkauft wurde. Das Cash der Transaktion wird seitdem “mitgeschleppt”.

Anders sehen hingegen die Gewinne aus, die in den vergangenen Jahren ordentlich gesteigert wurden.

Das Unternehmen war während der letzten 10 Jahre immer profitabel!

Der Umsatz (% Gesamtumsatz) [ROA in %] teilt sich in wie folgt auf:

2010:
Fiberglass Composite Pipe: 244 Mio (48%) [18,5 %]
Water Transmission: 138 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 121 Mio (24%) [10,8%]

2009:
Fiberglass Composite Pipe: 225 Mio (48%) [21,6%]
Water Transmission: 177 Mio (27%) [neg.]
Infrastructure Products: 144 Mio (24%) [10,8%]

2008:
Fiberglass Composite Pipe: 274 Mio [29,4%]
Water Transmission: 215 Mio [neg.]
Infrastructure Products: 179 Mio (24%) [13,9%]

hingegen war es vor 2005 völlig anders!

2002:
Fiberglass Composite Pipe: 88 Mio (16%) [7,2%]
Water Transmission: 145 Mio (27%) [23%]

Fällt hier was auf?!?

Klar in den vergangenen Jahren war das Glasfaser-Pipeline bauen absolut profitabel, während mit Wasser praktisch nichts verdient werden konnte.

Die Kennzahlen bei einem Kurs von 71 USD sind wie folgt:

Market Cap: ~660 Mio USD.
KGV2010: 13,7
KGV3: ~10
KGV10: 15,7

KUV: 1,19
KBV: 1,30
Goodwill: keiner

KCV: ~6,5
ROCE: 10,25%
EV/Ebit: 11,50%
EV/Ebit3: 9,40%

2010: 3 USD Sonder Cash Dividende.
Sonst eher <2% (Owner Earnings = Dividende+Buybacks-Kapitalerhöhungen) 10y: ~1,5%p.a.
Jetzt ist ein klassisches Industrieunternehmen mit diesen Werten nicht unbedingt "super Spannend" oder besonders aussichtsreich. Nach einem von uns eingesetzen Screening-Modell liegen die Stärken von Ameron insbesondere in der finanziellen Position (Keine Schulden – ordentlicher Cashflow) Die Schwächen liegen in der insgesamt mittelmäßigen EK-Rentabilität des Gesamtgeschäfts (Cash wird schon länger rumgeschleppt und nicht produktiv investiert), stark schwankenden Margen und mangelnder Kapitalverwendung (Für den Cashberg wenig Ausschüttung, keine Aktienrückkäufe und ein wenig Verwässerung). Das Screeningmodell sieht einen ersten Anhaltspunkt für einen fairen Wert bei rund 90 USD oder rund 26% Upside. Alles in allem auf den ersten (tieferen Blick) nicht genug Sicherheitsmarge um sich an dieser Firma zu beteiligen.

Jetzt kommt aber hinzu, dass ein Hedgefonds (Barrington Group) in einem offenen Brief an die Ameron Aktionäre schwere Vorwürfe gegen das Ameron Management vorlegt und auf der Hauptversammlung einen Platz im Board erreichen will. (“Proxy Fight”) Der Brief ist durchaus lesenswert und listet folgende Punkte auf:

Ameron sollte sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren.
4 Geschäftsbereiche die teilweise nichts miteinander zu tun haben sind zuviel!

Sie fordern eine Desinvestition des Stahlwerks und der Hawaii-Division

Die Kosten sind erheblich höher als im Konkurrenzvergleich (Kosten/Umsatz 6% vs. 3% bei anderen Unternehmen in der Größe)

Over the past six years alone, Ameron has paid its top five executives over $77 million in total compensation. (Bei einer Market Cap von 660 Mio USD)
The cumulative compensation paid to you as CEO of Ameron from 2004 through 2008 is approximately 9% of the Company’s current enterprise value. In contrast, the average cumulative compensation paid to the chief executives of the Peer Group over the same period is approximately 1% of the Peer Group’s average enterprise value.(4)

Riskmetriks (eine sehr bekannte und gute Analysefirma) gibt ein D für Corporate Governance

In Summe hört sich die ganze Idee durchaus sinnvoll an, insbesondere dann wenn man bedenkt wieviel Geld der Vorstand erhalten hat und wie unsinvoll mit dem Cash umgegangen wird. Ameron hat gleich im Gegenzug einen Brief an die Aktionäre veröffentlich, der es seinerseits ganz schön dolle in sich hat. “Letter to Shareholders“.

Die Punkte gehen auch hier ganz schön ins Eingemachte:

Der Fonds sei unerfolgreich und müsse seit 2008 erhebliche Mittelablüsse hinnehmen. Mittlerweile sei der Fonds sogar zu klein um bei der SEC Filings einzureichen (~100 Mio USD).

Die Investemtns des Fonds hinkten dramatisch dem jeweiligen Markt hinterher.

Die Desinvestition des Stahlwerks sei schon vor dem Letter des Hedgefonds eingeleitet worden. Durch die öffentliche Aufforderung könnte es Probleme bei der Preisfindung geben: Some of Barington’s public recommendations, particularly the recommendation to sell or acquire businesses, could adversely impact our ability to achieve appropriate valuations. As an example, Barington’s public agitation to sell TAMCO (formerly the Company’s 50%-owned steel mini-mill) months after we had initiated a sale process, could have negatively impacted the value we received without careful management of the process by the Company.

Der Fonds wäre teilweise in Gerichtsprozessen wg. Betrugs und Untreue zu Zahlungen verklagt worden. Mitarbeiter des Fonds würden scharenweise wg. schlechter Behandlung durch den Fondsmanager kündigen.

In Summe könnte es daher mit hoher Wahrscheinlicheit gut sein, dass der “Wirbel” um die Gesellschaft und sein Management tatsächlich einige Bewegung in das Unternehmung bringt und möglicherweise auch kurz-/mittelfristige Maßnahmen ergriffen werden um den Wert des Unternehmen zu steigern. Der potentielle Wert könnte durch das Proxy Battle also durchaus früher erreicht werden (“Katalysator”).

Dennoch: Wie Warren Buffett es immer zu sagen pflegt – Man soll sich Investments aussuchen bei denen man über nicht über einen Meter hochspringen muss, sondern solche über die man gemütlich “drübersteigen” kann. Ameron gehört sicherlich nicht zu dieser Kategorie. Von daher fällt die Firma für uns raus – und wird höchstens weiter beobachtet.

Interessantes am Rande: Der Powershares ETF “Water Ressources” ist einer der größten Anteilseigner bei Ameron. Mit einem Fondsanteil von ~4% besitzt der Fonds rund 50 Mio USD bzw. 7,5% von Ameron. Dafür, dass es ein “passives” Investment ist, dass eigentlich keine aktive Stimmrechtsausübung ausübt schon echt heftig! Der Hedgefonds als aktiver Investor hat weniger und macht mehr Trouble! Aus unserer sicht sind die passiven Investoren per ETF auch dafür verantwortlich, dass es auch in Zukunft gute Chancen per “Stock Digging” geben wird.

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